Porträt

laut.de-Biographie

Eyehategod

Wenn es um die harte Musikszene in New Orleans geht, fallen oft Namen wie Down, Crowbar und Corrosion Of Conformity. Seltsamerweise kommt der Name Eyehategod dann eher selten vor, dabei ist die Truppe doch auch schon seit 1988 aktiv.

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Namentlich handelt es sich um den ehemaligen Crowbar-Drummer Jimmy Bower - der sich hier aber die Gitarre umhängt - und Drummer Joey LaCaze. Beide gründen die Band im April des Jahres und orientieren sich musikalisch an Kollegen wie Black Sabbath, The Obsessed und Black Flag. Im Laufe der Zeit holen sie sich noch Shouter Mike Williams, Gitarrist Brian Patton und Bassist Steve Dale in den Proberaum. Ihr zäher, roher und trotz diversen Blues-Riffs mächtig brutaler Sound wird bald als Sludge bezeichnet. Eyehategod erarbeiten sich schnell einen kompromisslosen Ruf.

Humor haben die Jungs aber definitiv. So präsentieren sie 1990 ihr erstes Demo mit dem Titel "Lack Of Almost Everything". Das ist zwar wirklich mies, verschafft ihnen aber dennoch einen Deal mit einem kleinen, französischen Label, wo zwei Jahre später das Debüt "In The Name Of Suffering" erscheint. Das sehr noisige Album weist noch einen deutlichen Hardcore-Einschlag auf, muss aber schon bald von Century Media neu aufgelegt werden, da die Franzosen pleite gehen.

Erst das zweite Album "Take As Needed For Pain" kommt dem Begriff Musik etwas näher, auch wenn die Produktion wieder sehr zu wünschen übrig lässt. Shouter Mike ist zur Zeit der Aufnahmen obdachlos und daher mehr als froh, als es endlich mit Bands wie Buzzoven, White Zombie oder Corrosion Of Conformity auf Tour geht. Im Laufe der Zeit findet er auch eine Anstellung als Redakteur beim Metal Maniacs Magazin, während Jimmy einmal mehr bei Crowbar, Superjoint Ritual und auch Down an den Drums sitzt und Brian bei Soilent Green einsteigt.

Der Posten am Bass ist ein ständiger Schleudersitz und die Leute kommen und gehen. Außerdem legen Eyehategod eine deutliche Affinität zu Singles und Split-Scheiben an den Tag. So erscheint die nächste Scheibe erst 1996 unter dem Namen "Dopesick". Ob die Jungs nicht ganz klar im Kopf sind, wundert sich auch der Besitzer des Studios, in dem die Aufnahmen ablaufen. Der fragt diesbezüglich nämlich sogar einmal beim Label an, als sich Mike an einer zerschlagenen Flasche dermaßen die Hand verletzt, dass er das komplette Studio vollblutet.

Durch die Touren mit White Zombie und Pantera machen sich Eyehategod vor allem in den Staaten einen respektierten Namen. Doch auch in Europa und Japan kommen immer mehr Leute auf den Geschmack der extremen Mucke der Jungs. Dennoch liegt die Band zunächst einmal auf Eis, da die meisten der Musiker mit ihren anderen Projekten touren oder aufnehmen. Somit handelt es sich bei "Southern Discomfort" auch nur um eine Compilation rarer Single- und Sampler-Tracks sowie einiger Alternativ-Versionen altbekannter Stücke. Im selben Jahr folgt mit "Confederacy Of Ruined Lives" ein weiteres Studioalbum, das dem Stil absolut treu bleibt.

Dass schon 2001 das Livealbum "10 Years Of Abuse (And Still Broke)" erscheint, liegt nur daran, dass Eyehategod aus dem Vertrag mit Century Media raus wollen und dem Label noch eine Album schulden. Kaum ist das getan, werfen sie schon wieder mit Split-Scheiben und EPs um sich und veröffentlichen 2004 tatsächlich auch ihre erste Live-DVD. Allerdings ist die Band zu der Zeit schon mehr oder weniger aufgelöst und feiert in Form von Outlaw Order sowas wie eine Auferstehung.

Obwohl Eyehategod immer wieder für Touren und Einzeldates zusammen kommen, handelt es sich bei der 2005er Scheibe "Preaching The End-Time Message" erneut nur um eine Compilation aus rarem und zum Teil unveröffentlichtem Material.

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