Porträt

laut.de-Biographie

Eight Legs

Der Heimatort der Eight Legs ist Stratford-Upon-Avon, ein Kaff in Großbritannien. Damit erfüllen sie eigentlich schon die wichtigste Vorraussetzung, um eine halbwegs erfolgreiche Indieband zu werden.

Heutzutage gibt es aber auch andere Karrieresprungbretter für ambitionierte Musiker. Man spielt beispielsweise sein Demotape dem "Dior"-Chefdesigner Hedi Slimane zu. Denn der verpflichtet am laufenden Band hippe Bands für Modenschauen.

Auch die Eight Legs befindet der Designer für würdig und gestattet ihnen, sich in die recht ansehnliche Liste von Bands wie Phoenix, Beck und The Rakes einzureihen. Bis zur Präsentation der Dior-Homme Winterkollektion 2006 haben Sänger Sam Jolly, Gitarrist Jack Wharton, Drummer Jack Garside und Bassist Adam Neil gerade mal drei Monate Zeit, um aus ihrem zweieinhalb Minuten langen Song "These Grey Days" eine 15-Minuten-Elegie zu machen.

Die Anstrengung lohnt sich. Berücksichtigt man den nicht ganz unwesentlichen Punkt, dass ihnen nach der Modenschau prompt ein Plattenvertrag angeboten wird. Und das Quartett macht Musik, die die Massen begeistern kann: Indierock irgendwo zwischen The Rifles, The Cribs und Arctic Monkeys, garniert mit dem obligatorischen Cockney-Akzent und dem schmissigen 4/4-Takt, der so schön in die Beine geht.

In ihren Texten widmen sie sich Teenager-Thematiken wie dem ersten Rausch und dessen unangenehmen Konsequenzen, SMS-Streitgesprächen zwischen Liebespärchen und der endlosen Langeweile, die das jugendliche Dasein auf dem Dorfe so mit sich bringt. Letzterem entfliehen sie im September 2007 als Support der Pigeon Detectives.

Im selben Jahr macht man sich schließlich an die Aufnahmen fürs Debütalbum. In der Londoner Brick Lane begibt sich der Vierer mit solch namhaften Produzenten wie John Fortis (Razorlight, Art Brut) ins Studio und veröffentlicht Anfang 2008 "Searching For A Simple Life".

An den Bühnenoutfits der Briten lässt sich ablesen, dass sich die modischen Ambitionen der achtbeinigen Band kaum auf Hedi Slimanes Modenschauen beschränken. Sie betätigen sich auch selbst als Designer und bekleben ihre Shirts mit Slogans wie "Oi", "Dead" und "On The Run". Längst sind die eigenwilligen Oberteile zum Markenzeichen der Band geworden.

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