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Art Brut ist eigentlich eine Kunstrichtung, die 1945 vom französischen Maler Jean Dubuffet begründet wurde. Sie umfasst Werke von Künstlern, die außerhalb der Gesellschaft stehen. Leute, die sich freiwillig als Außenseiter sehen, psychisch Kranke und verurteilte Straftäter trugen zur Art Brut bei. Meist handelt es sich dabei um naive Kunst, die keinen besonderen Zweck erfüllen soll.
Nach dieser Kunstrichtung benennt sich das Quintett um Sänger Eddie Argos, das mit seinem noisigen Rocksound ab 2005 in Großbritannien und später auch anderswo die Ohren von Musikkritikern und -liebhabern ordentlich durchbläst. Argos, der aus dem südenglischen Küstenstädtchen Bournemouth stammt, war in seiner Jugend ein großer Fan von Pulp-Sänger Jarvis Cocker, was man auf dem Output der Band durchaus hören kann.
Vom großen Ironiker inspiriert, gründet er seine erst Band, die Art Goblins. Leider vergisst er darüber, für die Schule zu büffeln, und so gerät sein Schulabschluss so schlecht, dass er sich die Uni abschminken kann. In Bournemouth rumhängen bringt ihn auch nicht weiter, also beschließt Argos, nach London zu ziehen. Nach einigen miesen Hilfsjobs gründet er erneut eine Band. Den Gitarristen Chris Chinchilla rekrutiert er auf einer Party, indem er ihm vorgaukelt, er könne singen wie Aretha Franklin. Die Bassistin Freddie Feedback, eine Deutsche auf der Suche nach einer Band in London, zieht er aus einem der zahllosen Doubledecker der Hauptstadt.
Der Rest der Truppe setzt sich aus Ian Catskilin (git.) und einem gewissen Mike an den Drums zusammen. Einen ersten Deal schließen sie mit Rough Trade ab, bevor sie weiter zu Fierce Panda wechseln. Das Album "Bang Bang Rock'n'Roll" bezieht seinen Namen aus einer Textzeile von Jonathan Richmans "Cappucino Bar". Die Debüt-Platte mit den durchgeknallten Lyrics erscheint im August 2005. Für bekloppt kann man ihn ja halten, aber missverstanden werden möchte Argos nicht: "People think I'm being ironic all the time, but I'm not. I'm just really enthusiastic!"
Bereits einen guten Monat später nimmt überraschend Chris Chinchilla seinen Hut samt Sechssaiter. Eddie Argos verkündet: "Es gab keinen Streit und es gibt keinen Stress mit Chris. Wir waren nur einfach nicht mehr auf derselben Linie". Mit Jasper Future steht jedoch bereits ein Ersatz Gewehr bei Fuß. Mit ihm spielen sie im September 2005 in Deutschland und der Schweiz erstmals zusammen. Im Januar 2006 geht der Tourstress gleich weiter: die zweite Deutschland-Reise der Band ist komplett ausverkauft.
Mit dem Erfolg kommen auch neue Angebote: der europäische Indielabelverbund Labels (Wir Sind Helden, Phoenix) klopft bei den Briten an und sichert sich schließlich die Rechte am Vertrieb neuer Art Brut-Tonträger. Zur Einstimmung erscheint am 13. April noch einmal das Debüt "Bang Bang Rock'n'Roll" als Doppel-CD mit sechs neuen Stücken und vier Live-Tracks.
Live gibt es Art Brut im Januar 2007 auch zu Hause zu sehen, dann erscheint nämlich "Talking To The Kids", eine DVD mit einem Konzertmitschnitt und einigen Extras, die ganz offensichtlich nur einen Lückenfüller bis zum zweiten Album darstellt.
"Direct Hit" heißt die nächste Hit-Single des Nachfolgealbums und beweist einmal mehr den starken Enthusiasmus der englischen Band. "It's A Bit Complicated" steht diesmal mit Major-Label in den Startlöchern, doch der Erfolg bleibt auf der Strecke. Trotzdem rückt die Gruppe mehr zusammen und feilt gemeinsam an der rasanten Songstruktur. Für die Texte ist nach wie vor Eddie Argos zuständig und imponiert weiterhin mit lässigen Lebensweisheiten über Freundin, Ex-Freundin und Popmusik im Allgemeinen.
Bevor 2011 "Brilliant! Tragic!" erscheint, gründet er mit seiner Freundin Dyan Valdés von The Blood Arm noch das Projekt Everybody Was In The French Resistance ... Now!
Eddie und Jasper über Alkoholexzesse, Mixtapes und den FC St. Pauli.
Zum bereits zweiten Mal treffen Paul J. Greco und Jasmin Lütz ihre Lieblingsband aus London: Art Brut rocken mal wieder Köln, und neben alten Hits gibt es jede Menge neue Smasher zu hören. "It's A Bit Complicated" heißt das zweite Album, doch kompliziert ist die Band um Sänger Eddie Argos ganz und gar nicht.
Vielmehr leicht verkatert trafen wir den schrulligen Sänger - diesmal ohne Schnauzbart -, und den blonden Gitarristen Jasper zum Interview. Man kennt sich mittlerweile, drum wird auch schnell aus dem zwischenmenschlichen Nähkästchen geplaudert.
E: Hello again! Ich erinnere mich an euch. Wir haben uns schon mal getroffen.
Ja, das ist schon über zwei Jahre her.
E: Ich bin ziemlich verkatert.
Das macht nichts, wir auch. Ihr tourt gerne durch Deutschland, oder?
E: Ja. Jasper: Wir haben sehr viel getrunken letzte Nacht. Ich fühle mich ziemlich sonderbar. E: Ich war kurz davor mich zu übergeben. J: Was, jetzt gerade? E: Nein nein, letzte Nacht... J: Ehrlich? E: Nein... fast. Wenn du irgendwo Erbrochenes findest, das ist nicht von mir. Definitiv nicht von mir.
Auf der Bühne?
E: Nein, im Bus (lacht)
Aber dafür gibt es doch Toiletten?
J: Auf unserer letzten Tour musste ich mich im Bus übergeben. Das ist nicht angenehm.
Vor allem während der Fahrt...
J: Nein! Oh Gott! Ich glaube ich wurde ohnmächtig. Es war schrecklich.
Also gibt es heute Nacht keine große Aftershow?
E: Im Moment denke ich, dass ich niemals wieder trinken werde, aber die Zeit wird kommen.
J: Ich bin immer ehrlich zu mir. Ich weiß ganz genau, dass ich in zehn Stunden wieder auf dem Boden liegen werde. Und es wird ganz toll. Es gibt ganz bestimmt eine Aftershow Party heute (lacht) [Tatsächlich tauchten die Jungs ca. acht Stunden später in einer lokalen Lieblingskneipe frisch und munter wieder auf. Anm. d. Red. ]
Das Stereo Wonderland wartet schon auf euch. Ihr erinnert euch an die Kneipe?
J: Ich erinnere mich! Ich habe auf der Bar getanzt. Das war sehr lustig. (alle lachen) Alles endete mit einem Streit mit Mike und ich hab ihm ein Glas ins Gesicht geworfen. Ich bin dann rausgegangen und hatte total vergessen, worüber wir uns eigentlich gestritten haben. Dann bin ich wieder rein und alles fing von vorne an. Das war großartig!
Das war letztes Jahr im Januar, richtig?
J: Ich war schon des Öfteren im Stereo Wonderland. Letztes Jahr auch. E: Wir haben mit den Yeah Yeah Yeahs auf diesem Festival gespielt (Monsters Of Spex, Anm. d. Red.) Danach sind wir dort gelandet.
Also mögt ihr Köln?
E: Es ist hervoragend hier! J: Ja, es ist schön hier.
Mögt ihr Deutschland? Denn Deutschland mag euch!
J: Zum Glück (lacht) E: Das ist ganz toll. Es ist schön wieder hier zu sein (lacht) Es ist ganz lustig, weil wir in den Clubs spielen, in denen wir schon auf unserer ersten Tour waren. Überall, wo wir hinkommen, erinnern wir uns: Ah ja, das ist der Ort, wo ich schon mal abgestürzt bin. (alle lachen)
Habt ihr irgendwo auch ein Graffiti hinterlassen?
Beide: Wahrscheinlich hat's Ian getan.
Ihr sprecht ein bisschen Deutsch?
E: Das erste Mal, als ich hier war, konnte ich nur sagen: "Punkrock ist nicht tot!" Das war alles. Und jetzt noch "Danke!", "Alles klar?", "Dankeschön", "klasse", "superklasse"... (alle lachen)
Woher kennst du den Satz: "Punkrock ist nicht tot!"?
E: Das ist ein Song von Billy Childish. Kennst du Thee Headcoats? Die haben einen Song, der so heißt.
Im Stück "St. Pauli" singst du mit dem gleichen Akzent wie Billy Childish. Vor allem das Wort "tot" klingt bei euch sehr ähnlich...
E: (spricht mit einem Kent-Akzent) "Punkrock ist nicht tod!"
Dann war das also die Single, mit der du Deutsch gelernt hast?
E: Yeah! Siehst du, so kommt alles wieder zusammen.
Billy spielt immer noch regelmäßig im Dirty Water Club in London?
E: Zweimal im Monat. J: Und er bringt immer noch seine eigene PA mit. E: Seine Original 60's-PA. Das ist großartig!
E: Ich mag die Idee von St.Pauli. (lacht) Als ich in Hamburg war, fühlte ich mich ein wenig einsam. Dann sah ich Leute in ihren St. Pauli-T-Shirts und dachte mir: 'Es sieht großartig aus. Ich will zu dieser Gang gehören!'
Die Mannschaft ist jetzt sogar wieder in der 2. Bundesliga. Wenn ihr noch mal in Hamburg seid, müsst ihr euch das ansehen. E: Die Leute dort haben uns St. Pauli-Equipment geschenkt. Ich besitze jetzt einen Schal. Wir haben auf ihren St. Pauli-Trikots unterschrieben. J: Ich würde sie gerne sponsern, so wie die Super Furry Animals Cardiff City unterstützen. Sollten wir jemals zu Geld kommen, werde ich es in den Verein St. Pauli investieren.
Okay, kommen wir nun zum Album...
E: "It's A Bit Complicated" heißt es, weil es ein wenig kompliziert war.
Was genau war kompliziert?
E: Wir hatten bis dahin niemals zusammen Songs geschrieben. Sie passierten einfach so. Diesmal mussten wir uns zusammensetzen und Stücke schreiben, das war eben etwas kompliziert. Aber nicht allzu sehr. J: Wir haben es ja geschafft. E: Ich denke, die Thematik und die Musik ist etwas komplizierter. Der Titel ist somit sehr ehrlich.
Ich finde es rockiger und kompakter als das Debüt "Bang Bang Rock'n'Roll".
E: Es ist halt mehr geschrieben worden (lacht laut)
Und es gibt viel mehr Gitarren.
J: Ja, das liegt an mir und Ians großartigen Riffs.
"Late Sunday Evening" enthält sogar Bläser.
J: Das ist auf jeden Fall mein Lieblingspart. E: Das mit den Bläsern war sehr lustig. Als wir sie auf dem Album hatten, waren wir so stolz darauf, als hätten wir selber die Hörner gespielt. J: Erst dachte ich, das mit den Bläsern wird noch ganz schrecklich enden. Aber als ich dann das Ergebnis hörte, war ich begeistert.
Seid ihr mit der Bezeichnung "Hymnischer Disko-Rock-Crossover" für eure Single "Direct Hit!" einverstanden?
J: Ja, da ist von allem was dabei.
Ihr habt für das Album erneut mit Dan Swift zusammengearbeitet?
E: Er war brilliant. Er hat schon eine Menge Bands produziert, die wir gerne mögen. Etwa Help She Can't Swim und die "Robot"-Version von The Futureheads. Nicht die Hepworth-Version, sondern die, die vor dem Album erschien. J: Und er ist auch noch sehr nett. E: Ja, er ist sehr lustig. J: Und jetzt auch unser Freund. E: Wir haben das Album in drei Monaten fertig gestellt. Das ist ziemlich schnell.
In welchem Studio?
E: Es heißt "Terminal". J: Dans Studio. Klein, aber sehr schön. E: Es war großartig. Ian hat dort gewohnt, und jedesmal gab es mehr Gitarren und mehr Background-Gesang! Er war die ganzen Nächte dort, jeden Tag kam ein bisschen mehr zum Song.
E: Mixtapes sind einfach besser, oder? Bei iTunes wählst du nur die Songs aus und das war's. Das ist schrecklich! J: Für mich ist das Zusammenstellen einer Musikkassette Kunst. Du brauchst Jahre dafür. Man merkt hinterher richtig, da bemüht sich jemand. Wenn dir jemand eine iTunes-Compilation schenkt, denkst du dir: "Oh, wow. Da hat er mal gerade zehn Minuten für gebraucht. Vielen Dank!" E: Wenn du eine Mixkassette geschenkt bekommst, dann weißt du, dass die Zusammenstellung der Songs etwas bedeutet. Das macht es so schön. J: Man muss sich hinsetzen und alles muss passen, hier kommt der langsame Song, da wird es wieder etwas schneller...
Ja, Mixtapes können sehr romantisch sein. Das bringt mich zu einem Songzitat: "People in Love lie around and get fat. I didn't want us to end up like that." Wie lange war eure längste Beziehung?
J: Die längste? Ohhhhhh (schaut zu Eddie). Zwei Jahre? Zweieinhalb? E: Sowas in der Richtung, ja. J: Ich weiß nicht, warum ich dabei dich angucke? E: (schaut zu uns) Ich habe mit Jasper zusammen gewohnt... J: Oh nein, meinst du, es ist jetzt vorbei?
Er schickt dir dann die Mixtapes per Post zu (alle lachen). Eddie, hast du Angst vor Verpflichtungen?
E: Nicht wirklich. Ich habe mir nur gedacht, dass es keine ehrlichen Songs über gescheiterte Beziehungen gibt, in denen es heißt: "Ich besauf mich jetzt ein wenig und dann bin ich wieder okay." Ich mag es, Beziehungen oder auch Freundschaften zu brechen. Ich mag es im Kummer zu schwelgen. Ich möchte mit einer Zigarette und Rotwein am Strand sein und dann einen Freund schlagen. Ich bin in solchen Situationen verrückt und verärgert. Ich genieße das.
Sprichst du von dem Gefühl, was du auch in Hamburg auf St. Pauli hattest?
E: Genau. J: Er hat ziemlich oft solche Tage. Es würde mehr Sinn machen, die Tage zu zählen, wenn er nicht in dieser Stimmung ist. (alle lachen) E: Na ja, als ich mich mal von jemanden trennte, wollte ich einen adäquaten Song dazu hören und habe keinen gefunden. Also schrieb ich ihn selbst.
Was deine weiblichen Fans mit Sicherheit nicht hören wollen ist, dass du gerade mit jemanden ausgehst.
E: Ja, aber ich treffe nun mal jemanden. J: Ich brauche auch eine Anstandsdame! E: Vielleicht würde Barnaby Fudge den Job übernehmen?! J: Ein Typ mit einer guten Band, die solltet ihr mal hören.
Kann man sich von denen Songs im Internet anhören?
J: Nee, die machen sich nichts aus Aufnahmen. Sie spielen nur live. E: Sie tragen große Fragezeichen auf ihren Gesichtern, so weißt du nicht, wer wer ist.
Und sie sind zu dritt? Wie heißt die Band?
E: Kann ich nicht sagen. Was heißt "???" auf deutsch?
Drei Fragezeichen!
E: Das ist es! Das ist Barnaby Fudges Band! J: Yeah, Barnaby Fudge, Charles Dickhead und Oliver Fist.
Klingt super.
E: Sie spielen immer exakt eine halbe Stunde und machen sehr viel Lärm. Ihr Hit heißt "Heavy As Fuck!" J: Das ist der einzige Song, den sie haben. Sie haben drei Mikrophone auf der Bühne. Zwei sind sehr sehr leise und das andere extrem laut eingestellt. Also, es beginnt sehr leise und du denkst, oh, da ist was mit der PA nicht in Ordnung und dann plötzlich ein ohrenbetäubender Schrei: "HEAVY AS FUCK!" (schreit)
Musik und Kunst verändern die Welt. Der neueste Schrei aus England klingt nicht nur namentlich nach kunstvollem Außenseiter-Punk-Dasein.
Dieser Tage eröffnen sie für Oasis. Doch Art Brut haben ihre ganz eigene Vorstellung von Rock'n'Roll. Sie verehren Guns n' Roses und Jonathan Richman, träumen von Top Of The Pops und ein bisschen Alkohol, und Schläge gehört natürlich auch dazu. Laut.de trifft den charismatischen Sänger und Songschreiber Eddie Argos (E) und die aus Deutschland stammende Bassistin Freddie Feedback (F), die sich anfangs noch etwas sträubt, aber dann ihr erstes Interview glänzend und überaus charmant bewältigt. Beide plaudern unter anderem über die Entstehung der Band, einen entlaufenen Wolf, die erste Tour durch Deutschland, Emily Kane, die New Cross Szene und natürlich über ihre erste Liebe.
E: Deutsche Fragen sind immer so schwierig ... Meine erste Liebe überhaupt war Adam Ant. Ich war damals drei oder vier Jahre. Ich war in unserem Haus mit meiner Ma und meinem Vater und da hörte ich "Goodie Two Shoes". Danach habe ich meine Mutter die ganze Zeit genervt, dass sie mir diese Platte kaufen muss. Ich war ein großer Fan von Adam Ant. Und von Madness und von den Pogues. Meine Mutter liebt auch die Pogues. Ich erinnere mich, wie ich zu "Sally McLennane" auf dem Tisch getanzt habe.
Irgendwie ist Shane McGowne wetterfester als Adam Ant.
E: Ja, wie konnte das nur passieren? Adam Ant ist total durchgeknallt. Dennoch ist er ein gutaussehender Mann.
Ja, gutaussehend, aber leider hat er was im Kopf verloren. (Zu Freddie): Was war deine erste Liebe?
F: Im Musikbereich?
Das ist egal, das kann alles mögliche sein. Tiere, Pferde?
F: (lacht) Wahrscheinlich als kleines Mädchen Pferde (lacht). Nein, was die Musik angeht, Guns n' Roses. Im Teenageralter stand ich mehr auf harten Rock. Danach kamen dann Nirvana und Grunge.
Holly Golightly hat Pferde geantwortet. Das war ihre erste große Liebe.
E: Pferde? Ich liebe Holly Golightly. F. (lacht) Wirklich, das hat sie gesagt?
Was war die erste Platte, die du gekauft hast?
E: Adam Ant. Oder meinst du eine Platte, die ich selber gekauft habe? Das war Pulp oder Carter USM. Erinnert ihr euch an die?
Klar, einer der Hits war "The Only Living Boy In New Cross". Und du Freddie?
F: Die erste Platte, die ich mir gekauft habe? Das ist ein bisschen peinlich, aber da war ich vier Jahre oder so. Das waren die Mainzelmännchen und die Schlümpfe.
Ah, der Smurf Song, den gibt es ja auch in England ... Dann lasst uns jetzt mal mehr in die Tiefe gehen. Da wir gerade über New Cross sprechen. Was geht zur Zeit in Deptfort, Süd-Ost London?
E: Jetzt gerade? Die Szene ist schon wieder ganz woanders. Wir wohnen nicht in New Cross, und als wir angefangen haben, war es sehr schwierig, Auftritte zu bekommen. Aber irgendwann kamen dann Leute von Clubs in New Cross auf uns zu und haben uns eingeladen, bei ihnen zu spielen.
Meinst du den "Pop Of The Tops"-Abend von Minxy McNaughty im Paradise Club?
E + F: Ja, genau. E: Irgendjemand hat gerade auch einen Film über diese Szene gedreht. E: Wir kommen in diesem Film auch vor und Bloc Party, Future Governments, The Violets …
Also, ist da schon sehr viel passiert?
E: Ja, ganz viel. Das ist sehr verrückt. Alle Bands haben sich gegenseitig angeguckt. Die Leute reden immer von der London-Szene, aber Black Wire zum Beispiel kommen aus Leeds wie andere Bands auch.
Seht ihr euch auch als Teil dieser neuen Musikbewegung?
E: Ich weiß nicht genau. Ich mag Pete Doherty nicht. Ich sage immer das, was ich denke, und bekomme dann oft Ärger. Ich habe zum Beispiel mal Bloc Party beleidigt.
Was ist da passiert?
E: Ich war sehr sehr besoffen auf dem Glastonbury Festival. Ich war mit einem Freund da, Jeremy, er schreibt für Play Louder. Ich kenne ihn sehr gut. Wir haben ein Interview gemacht, ich habe ganz viele Dinge über Bloc Party gesagt und vergessen, dass ich ja in einem Interview sitze. Ich mag die nicht, das kann ich sagen. Ich finde sie nicht so toll. Kele Okereke, der Sänger von Bloc Party, hat das dann gelesen und fand das nicht so gut. Er hat mich zur Rede gestellt, und das mag ich überhaupt nicht, wenn Leute mir so kommen. Ich sagte zu ihm: "Hör zu, es tut mir leid, was ich diesem Journalisten gesagt habe, aber ich stehe dazu. Du bist ein bisschen zickig und jetzt lass mich in Ruhe." Und dann hat er mich geschlagen.
Echt geschlagen?
E: Ja, in einer deutschen lokalen Zeitung habe ich darüber gelesen. In ganz großen Buchstaben stand da: "Eddie hasst Bloc Party! Kele, du kannst dich verpissen". Das habe ich so nie gesagt, irgendein deutscher Journalist hat das so geschrieben. F: Das war in Hamburg. Wir haben es in diesem lokalen Blättchen, der Morgenpost, gelesen.
Aber diesmal wirst du richtig zitiert. Dann gibt es keine Probleme. Vor ein paar Jahren da gab es diese Compilation "Angular Recordings" mit allen Bands aus dieser Szene ...
E: Ja, Bloc Party sind darauf, wir, Future Government, die mag ich sehr gerne, deshalb sage ich den Namen noch mal, The Violets, die wir auch schon erwähnten, The Boy Friends und The Rocks. Und guckt, was mit Bloc Party passiert ist? Jesus!
Ihr habt mit Kaiser Chiefs in Haldern gespielt. Ihr wart sehr früh auf der Bühne, wie war das?
E: Wir haben erst einen Tag vorher erfahren, dass wir spielen können. Wir waren der Ersatz für Ocean Colour Scene. Sie haben uns gefragt, ob wir am nächsten Tag frei sind, und plötzlich saßen wir im Flieger nach Deutschland. Vom Flughafen sind wir direkt zum Festival. Ich war so verwirrt, dass ich gedacht habe, wir sind Ocean Colour Scene. Komm jetzt spielen wir "Riverboat Song"!
Was sind deine Einflüsse, gibt es da einen Zusammenhang zum englischen Art-Punk der 70er Jahre?
E: Da wir alle nicht die selbe Musik mögen, gibt es alle Richtungen in unseren Songs zu hören. F: Yeah, die einzige Band, die wir alle mögen ist Guns n' Roses und Mclusky. Es geht von Jonathan Richman bis Lamb Of God. E: Bevor Ian in die Band kam, war er ein richtiger Metall-Head. Fan von Lamb Of God, Led Zeppelin und Sachen, die ich unerträglich finde. Ich persönlich bin ein Fan von Jonathan Richman und Belle & Sebastian. Mike ist ein Fan von Eels, Weezer und Magnetic Fields. Wir beide haben einen ähnlichen Geschmack. Freddie mag Grunge, und Jasper der neue Gitarrist ... der denkt, alles ist geil. Chris, der alte Gitarrist war ein Ska-Fan.
Kannst du erzählen warum Chris Chinchilla nicht mehr in der Band ist?
E: Er hat andere Dinge zu tun. Er hat viele andere Projekte. Ich denke, er hatte genug Erfolg mit uns. F: Nein, ich denke, die Tour war zu viel für ihn. Er mag es, in einer Band zu sein, aber nicht auf Tournee. E: Er macht eine Kunstinstallation und schreibt an einem Buch. Er hat viele Ideen in seinem Kopf. Er macht seine eigenen Projekte, zum Beispiel Nikkidido (www.chinchilla-music.co.uk.). Er ist sehr beschäftigt.
Vielleicht lädt er euch ja mal zu einem seiner Projekte ein?
E: Ja, das wäre sehr schön F: Ich habe gestern noch eine Email von ihm bekommen, er bastelt gerade an einer Musikinstallation.
What ever happened to Rock'n'Roll?
E: Wir sind eine Boozy-Band (eine besoffene Musikkapelle). Ich war ein wenig verkatert in Hamburg. Ich versuche, nicht mehr so viel zu trinken. Ich bevorzuge, nüchtern zu sein.
Habt ihr mal die "One night on-one night off"-Taktik versucht?
E: Das klingt gut. Im Moment trinke ich ja auch nicht (greift zur Tasse). Ich improvisiere oft auf der Bühne, und das geht nüchtern sehr viel besser. Aber ich bin ein bisschen schüchtern, wenn ich nüchtern bin.
Was hast du da jetzt in deiner Tasse?
E: Ah, Brandy und Cola. Hey, es ist der letzte Tag auf Tournee.
Wie war die Tournee in Deutschland?
E: Erstaunlich gut. Es war unsere erste Tour durch Deutschland. Die Platten sind in allen Läden, und die Leute kennen alle unsere Songs und singen sie mit. Unglaublich.
Der Erfolg in Deutschland ist erst ein paar Monate alt, weißt du warum?
E: Ich denke, es hat was mit Mike und Frederike (Freddie) zu tun. F: Die meisten Leute wissen nicht, dass wir deutsch sind. E: Stimmt, in Spanien dachten sie, dass ihr Sessionmusiker seid.
Ich habe auf eurer Homepage gelesen, dass es ein Foto mit Mike in Lederhosen gibt ...
E: Ja, eine deutsche Zeitschrift hat den Kopf von Mike auf ein Foto von einem kleinen bayrischen Jungen als Fotomontage veröffentlicht. Er kommt aus Kempten im Allgäu.
Woher kommst du?
F: Aus dem Sauerland.
Wann habt ihr euch getroffen?
F: Ungefähr vor 2 ½ Jahren. Mike und ich haben einige Jahre in London gewohnt. Und haben die Jungs dann wirklich durch ganz viele verschiedene Zufälle kennen gelernt. Wir sind uns alle wirklich erst in London begegnet.
Bist du nach London gegangen, um Musik zu machen?
F: Eigentlich der Sprache wegen. Ich habe ein Praktikum gemacht und dann studiert. Nebenbei immer Musik, war aber zu schüchtern, um in einer Band zu spielen. Dann hat es aber doch irgendwann geklappt (lacht).
Und wie. Und ihr Jungs, worüber unterhaltet ihr euch?
E: Wir haben in der Zeitung gelesen, dass ein Wolf aus dem Zoo entlaufen ist.
Stimmt, das habe ich auch gehört. Scheint aber nicht so gefährlich zu sein ...
E: Ja, das sagen sie. Los, kommt, wir können ja mal nach ihm suchen ... (alle lachen)
Stimmt es, dass ihr mehr Platten in Deutschland verkauft habt? Könnt ihr euch das erklären?
E: Ich habe keine Ahnung. Wenn man unsere Texte liest, sind wir so englisch. Es hat lange gedauert, bis die Deutschen unsere erste Single "Formed A Band" gemocht und somit Art Brut kennen gelernt haben. Es ist der Wahnsinn, dass es so erfolgreich hier ist. Sie gehen total ab bei "Moving To LA". Das kann ich gar nicht verstehen, weil ich das Stück nicht so mag. Und auch zu "Emily Kane". Verschiedene Menschen tanzen zu verschiedenen Liedern in verschiedenen Ländern.
Deutschland steht auf dem dritten Platz, was den weltweiten Plattenverkauf angeht. Also ist das doch nicht schlecht?
E: Ja, obwohl diese Fragen schwerer zu beantworten sind, zum Beispiel was war deine erste Liebe ... (grinst)
Und du hast noch nicht mal Emily Kane geantwortet?
E: Ja, das wäre zu offensichtlich.
Ihr seid auch auf dem deutschen Rolling Stone-Cover. Wie fühlt sich das an?
E: Als ich zwölf war, bin ich aus Spaß in einem dieser Fotoautomaten gewesen, in denen man sein eigenes Gesicht auf das Cover zum Beispiel vom Rolling Stone montieren lassen kann. Und jetzt existiert es wirklich. Meine Mama ist sehr stolz. Sie ist auch immer in unserem Forum auf der Homepage. F: Sie ist die coolste Mama in der Welt. E: Sie ist o.k., aber auch ein bisschen peinlich. Wegen dieser Bloc Party-Geschichte war sie in jedem Forum und hat geschrieben, "Lass meinen Sohn in Ruhe!" Sie hat auch Babyfotos von mir auf unsere Homepage gepackt. Und sie sagt immer, dass Emily ein schönes Mädchen war, und zeigt dabei ein Foto von uns beiden.
Was ist mit Emily passiert?
E: Sie wird uns in Southhampton noch mal sehen. Sie lebt in Bournemouth, woher ich auch komme. Aber alle ihre Freunde wohnen in Southhampton.
Also habt ihr immer noch Kontakt?
E: Wir hatten zuerst keinen Kontakt, bis die Single ("Emily Kane") raus kam. Das war mein Plan, sie durch den Song wiederzufinden. Und das hat geklappt. Sie hat mich ganz plötzlich angerufen und gesagt "Hallo, hier ist Emily". Und ich habe geantwortet "Ja, ich weiß. Ich kenne deine Stimme noch." Das Gespräch war ein bisschen komisch. Unsere Trennung war nicht so gut. Sie hat mich gefragt, ob ich nur ihren Namen genommen hätte, weil der sich so gut auf andere Wörter reimt. Aber das war nicht der Grund. Das Gespräch dauerte 1 ½ Stunden. Sie hat jetzt einen Freund und ich eine Freundin.
Ist sie schon verheiratet und hat Kinder?
E: Nein, noch nicht. Aber die ganze Band hat die ganze Zeit gesagt, dass ich verrückt bin und sie nicht immer noch lieben kann. Ich habe nur gesagt, fickt euch, ich liebe sie und ich werde sie heiraten und es wird ein Happy End geben. Das ist überhaupt der Grund, dass es die Band gibt, um diese Frau noch mal zu treffen. In Wirklichkeit erinnere ich mich an diese Zeit, das war eine sehr schöne Zeit in meinem Leben. Sie ist einfach unglaublich. Sie ist so schön, und wir waren immer zusammen saufen. Aber ich habe eine neue Freundin, und die darf das nicht hören, sonst wird sie sauer. Also, sag ich es nicht (lacht). Das ist ein bisschen so wie bei Jonathan Richman. Er hat alle seine Liebeslieder für eine Frau geschrieben. Sie war zwar verheiratet und hatte Kinder, aber er hat nie aufgegeben. Und am Ende hat er sie tatsächlich bekommen.
Und sie sind immer noch glücklich zusammen?
E: Nein, sie hat ihn verlassen. Und seitdem ist er nicht mehr derselbe.
Gibt es eine Moral zu dieser Geschichte?
E: Ja, pass auf!
Bist du auch ein Fan von Jilted John?
E: Ja, er ist sehr lustig, aber Jonathan Richman mag ich mehr. Der Unterschied zwischen Jilted John und mir. Jilted John war das alte Ego von Graham Fellowes, aber ich bin nur ich.
So, alle deine Lieder sind ...
E: Wahr.
Also ist "My Little Brother" wirklich dein kleiner Bruder?
E: Ja, das Foto auf dem Cover ist er.
Und hat er wirklich mit 22 den Rock'n'Roll entdeckt?
E: Ja, er war erst an anderen Bands interessiert und dann plötzlich Fan von The Libertines. Und ich habe mir darüber Sorgen gemacht. Ich habe ihn seit zwei Jahren nicht gesehen, und dann hat er bei mir übernachtet und ist richtig dünn geworden. Ganz mager im Gesicht. Er hat seine Freundin verloren, nichts mehr gegessen und alle seine CDs waren weg. Er dachte, dass ist richtig cool so. Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht.
Am Ende des Songs gibt es dieses Zitat "Stay away from the crack!" In anderen Liedern sagst du, dass du gelangweilt bist von "Sex, Drugs & Rock'n'Roll". Du hast eine sehr eigenwillige Meinung?
E: Ja, ich bin sehr eigenwillig, und deshalb bekomme ich oft Ärger.
Dann ist das alles gar nicht ironisch gemeint?
E: Nein.
Also regt dich "Modern Art" wirklich auf?
E: Ja, als ich "Modern Art" geschrieben habe, war ich richtig wütend. Wir waren in der Tate Gallery in London mit Ians Freundin. Ihre Schuhabsätze waren so laut und viele Leute waren davon total genervt. Und ich dachte nur, meine Güte, so schlimm kann das doch nicht sein. Danach war ich sehr verärgert. Ganz anders war es dann, als ich in Paris im Centre Pompidou war. Die Leute waren da völlig ausgeflippt. Da waren viele Kinder mit Papier und Stift, die versuchten, Matisse nachzumalen. In diesem Moment habe ich gewusst: so soll Kunst sein. Die Franzosen wissen, wie es geht.
In eurem Lied "Formed A Band" kommt die Zeile vor "We're gonna be the band that writes the song that makes Israel and Palestine get along." Meinst du das geht wirklich?
E: Ja. Man muss nur schauen, was der Dirigent Daniel Barenboim auf die Beine gestellt hat (Infos dazu unter www.daniel-barenboim.com). Er hat ein Orchester mit Palästinensern und Israelis, und sie haben gerade im Gazastreifen gespielt. Wenn man das mit Klassikmusik machen kann, was kann man dann erst mit Popmusik erreichen? Der Bereich ist viel größer.
Denkst du, Musik könnte die Welt verändern?
E: Natürlich, das ist schon passiert. Guck dir Punk an oder die Rolling Stones und Beatles. Haben sie nicht die Welt verändert? Sie haben die Weltkultur verändert.
In diesem Monat erscheint die "War Child"-Compilation. Und diesen Sommer hatten wir das "Live 8"-Spektakel gegen die weltweite Hungersnot. Denkst du, solche Events steigern das Bewusstsein?
E: Ja, alles hilft. Bands können Dinge verändern.
Viele von deinen Liedern sind wie Manifeste. Was denkst du von der Idee, Musik als politisches Werkzeug zu benutzen, z.b. wie The Clash, Chumbawamba oder Manic Street Preachers ...?
E: Ich war ein großer Chumbawamba-Fan. Ich war verliebt in diese Band. Die erste Platte "Pictures Of Starving Children Sell Records" und die Single "Unilever". Ich hatte viel Respekt vor Alice von Chumbawamba, zum Beispiel hat ihr jemand in einem Interview gesagt, sie sollte keine High Heels tragen, wenn sie Feministin ist. Und sie meinte nur: "Fuck Off!"
Ja, sie hat immer ihre Meinung gesagt. Am Ende dachten viele, dass Chumbawamba das nur noch für Promotion machen.
E: Aber das stimmt nicht. Zum Beispiel haben sie bei den Brit Awards 1998 Wasser über John Prescott geschüttet (stellvertretender Premierminister, Labour Party). Großartig!
Das war ein Statement für den Hafenarbeiter-Streik in Liverpool.
E: Genau. Viele Leute haben gesagt, das ist so klischeehaft, was Chumbawamba machen. Aber das Ding war, dass am nächsten Tag in der Schule alle über die Hafenarbeiter in Liverpool geredet haben. Und vorher haben wir niemals über so was gesprochen. Also ist ihr Plan gelungen.
Eure Musik ist eine Mischung aus Spaß und Seriosität?
E: Ja, ich spiele gerne damit. Zum Beispiel kommt "Emily Kane" von Herzen, aber während des Liedes machen die anderen Blödsinn auf der Bühne. Das Leben ist Spaß, oder?! Ich bin Jonathan Richman. Ich möchte so seriös sein wie Belle & Sebastian, und im Hintergrund macht der Schlagzeuger, Mike, sein Rocktheater. O.k., wir alle mögen AC/DC. Man kann beides haben. Man muss nicht immer seriös sein.
Ihr seid wie eine Mischung zwischen Darkness und Coldplay.
E: Ja, wir sind genau in der Mitte dieser beiden Bands. Wir sind Darkplay!
Was werdet ihr am 21. September beim "Official UN Ceasefire Day" machen?
E: Ich weiß nicht im Moment, aber wir glauben an den Weltfrieden.
Letzte Frage. Wie besessen bist du von Top Of The Pops?
E: Ich liebe es! Seit ich zehn oder elf war, bin ich davon begeistert. Es war fantastisch, jeden Donnerstag um 19:30, nach Tomorrow's World. Und dann war es Freitags vor Eastenders. Das ist Prime Time auf BBC. Und das Line Up: Babyshambles mit Alicia Keys, 50 Cent und Crazy Frog. Die total verrückte Mischung. Jetzt läuft es immer am Sonntag.
Vielleicht kannst du sie dazu bewegen, dass es wieder am Donnerstag läuft?
E: Ich tue mein Bestes. Darüber bin ich echt wütend. Top of the Pops soll nicht am Sonntag laufen. In einer Zeit, wenn die Leute eigentlich schlafend auf dem Sofa liegen. So eine aufregende Sendung darf nicht sonntags laufen.
Wie denkst du darüber, dass Magic Numbers nicht dort gespielt haben?
E: Ich würde das machen, egal was jemand dazu sagt. Ich bin besessen von dieser Idee. Sie könnten mir auch sagen, ich sei ein hässlicher Arsch und könne nicht singen ... ich würde es tun. Maximo Park haben bei Top Of The Pops gespielt. Sie erzählten uns, dass sie an uns gedacht haben, als sie dort waren.
Mit Emily Kane hat es mit dem Wiedersehen doch auch geklappt - vielleicht werdet ihr acht Wochen bei Top Of The Pops sein?
E: Oh, stellt euch das mal vor. Wir wären dort mit "Emily Kane" oder besser noch "Formed A Band" ... Ha, das wäre zu schön ...
Das Interview führten Paul J. Greco und Jasmin Lütz
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ART BRUT Funky Diva |
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20.06.07, 21:40 ralle1860 |
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der der-muss-immer-sein thread! fuetzili |
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30.08.06, 16:36 Kempa1893 |
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Art Brut live Oskarchen |
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12.05.06, 17:58 mariiie |
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