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Queen Of Soul, mit diesem Titel bezeichnet man die am 25. März 1942 in Memphis geborene Sängerin und Pianistin Aretha Franklin. Auf Grund ihrer großen Erfolge in der Hochzeit des Soul in den 60er und Anfang der 70er Jahre und ihrer außergewöhnlichen stimmlichen Fähigkeiten verdient sie sich die Reputation. 1987 wird sie als erste Frau in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und 1990 gewinnt sie den Grammy Living Legends Award.
Wie viele außergewöhnliche Musiker kommt auch Aretha schon sehr früh durch ihr Elternhaus in Kontakt mit Musik. Ihr Vater Cecil L. Franklin ist in der Nachkriegszeit einer der bekanntesten Baptistenprediger in den U.S.A.. Die Familie wohnt seit 1948 in Detroit und dort gehen die großen Soul- und Gospelmusiker ein und aus. Sie nehmen an den landesweit bekannten Gottesdiensten von Vater Franklin teil. Dazu gehören Mahalia Jackson, Sam Cooke, Clara Ward und die Ward Sisters (mit Marion Williams) und James Cleveland, von dem Aretha Gesangs- und Klavierunterricht erhält. Ihr Vater nimmt über 60 Alben von seinen Predigten bei JVB und Chess auf. Mit 14 Jahren darf die Tochter bei Chess ihre erste eigene Platte machen. Vier Jahre später geht sie nach New York, wo sie für Columbia sieben LPs einspielt, die sich mit mittelmäßigem Erfolg verkaufen. Stilistisch bewegen sich die Aufnahmen zwischen Blues, Jazz, populären Standards und Soul. Immerhin platzieren sich "Today I Sing The Blues", "Won't Be Long" und "Operation Heartbreak" unter den Top Ten der R'n'B-Charts. Doch leider sind die Einspielungen so überproduziert, dass sich die gesanglichen Fähigkeiten von Franklin nicht richtig entfalten können.
1967 löst Aretha Franklin frustriert ihren Vertrag mit Columbia und arbeitet in den folgenden Jahren mit Atlantic Records zusammen. Sie soll zunächst in den Stax Studios die Aufnahmen beginnen, doch das Label aus Memphis ist nicht bereit, finanzielle Vorleistungen zu erbringen. Daraufhin geht sie in die Fame Studios in Muscle Shoals und nimmt dort mit angesehenen R'n'B-Musikern das Stück "I Never Loved A Man (The Way I Loved You)" auf. Dann kommt es aber zu einem Streit zwischen dem Studiobesitzer und dem Manager und Ehemann von Franklin, Ted White. Jerry Wexler, der Verantwortliche von Atlantic, verfrachtet kurzerhand alle nach New York, wo sie weitere Aufnahmen machen.
Aretha Franklin veröffentlich nun endlich ihre eigenen Stücke, bei denen sie selbst Klavier spielt und ihre gesanglichen Fähigkeiten anbringen kann. Ihr improvisatorisches Talent, gepaart mit den technischen Möglichkeiten Dynamik und Klangfarbe von einer auf die andere Note extrem zu ändern, mit der Begabung die Intonation zu variieren und einem hervorragenden Rhythmusgefühl erzeugt sie eine unglaublich Energie. Unterstützt wird sie nun von einer exzellenten Band, die Intensität der Musik lässt den Hörer fliegen. Der Erfolg stellt sich in der Folgezeit ein und Franklin verkauft mit die meisten Soulplatten Ende der 60er Jahre. Das erste eingespielte Stück landet gleich unter den US Top Ten. Weitere Hits sind "Do Right Women - Do Right Man", "Respect", "Baby I Love You", "(You Make Me Feel Like) A Natural Women", "Chain Of Fools" und "(Sweet Sweet Baby) Since You've Been Gone".
Auf Grund des Otis Redding-Covers "Respect" und ihres engagierten Auftretens erlangt sie den Ruf, für die schwarze Bürgerrechtsbewegung im Allgemeinen und die Rechte der schwarzen Frauen im Speziellen einzutreten.
Bis Anfang der 70er Jahre nimmt sie noch einige hervorragende Stücke auf, wie "Think", "Rock Steady", oder die Hits "Angle" "Until You Come Back To Me (That's What I'm Gonna Do)" und I'm In Love". Ab 1973 lässt ihr Erfolg nach, was sicherlich mit dem allgemeinen Niedergang des Soul, dem schlechtem Songmaterial, das ihr zur Verfügung steht und vielleicht auch mit der Trennung von ihrem Ehemann zu tun hat. 1980 erhält sie einen neuen Plattenvertrag bei Arista Records und arbeitet mit den zeitgemäßen Produzenten Luther Vandross und Narda Micheal Walden zusammen. Der kommerzielle Erfolg stellt sich wieder ein. Die Alben "Aretha", "Love All The Hurt Way" und "Who's Zoomin' Who" verkaufen sich recht gut und einige Auskopplungen sind Hits: "Jump To It", "Get It Right", "Freeway Of Love" und "Another Night". Ab Mitte der Dekade macht sie einige Aufnahmen mit Musikern der aktuellen Popszene. Es entstehen Duette mit Annie Lennox, George Micheal, Elton John, Whitney Houston und auch James Brown, wobei Prince als Produzent tätig ist. Mit der 1987 erscheinenden Scheibe "One Lord One Faith One Babtism" zeigt sie, dass sie immer noch Gospel und Soul außergewöhnlich gut interpretieren kann.
In den 90er Jahren bringt sie einige neue, wenig bedeutende Stücke auf "What See Is What You Sweat" heraus. Doch bei Live-Auftritten zeigt sie, wie viel Musikalität und Ausdruckskraft sie noch besitzt, so dass ein Jungspund wie Kid Rock bei einem Duett im April 2001 auf VH-1 einfach nichtssagend wirkt.
Im Jahr 2003 bringt Franklin mal wieder ein neue Platte ("So Damn Happy") heraus. Auf ihr lässt sie sich wiederum auf die Jugend ein und verbindet den alten Soul mit der aktuellen R'n'B-Welle. Sie zeigt dabei über sparsamen Grooves, welche gesanglichen Qualitäten sie weiterhin besitzt. Das lässt sogar Mary J. Blige in die Rolle der Backgroundsängerin zurücktreten.
A Rose Is Still A Rose (1998), One Lord, One Faith, One Baptism (1987), Who's Zoomin' Who? (1985), Jump To It (1982), Love All The Hurt Away (1981), Aretha (1980), Almighty Fire (1978), Sweet Passion (1977), Sparkle (1976), You (1975), With Everything I Feel in Me (1974), Hey Now Hey (The Other Side Of The Sky) (1973), Amazing Grace (1972), Young, Gifted & Black (1971), Live At The Fillmore West (1971), Spirit In The Dark (1970), Sweet Bitter Love (1970), Don't Play That Song (1970), This Girl's In Love With You (1970), Soul '69 (1969), I Say A Little Prayer (1969), Aretha Franklin: Live! (1969), Aretha In Paris (1968), Aretha Now (1968), Lady Soul (1968), Lee Cross (1967), Take It Like You Give It (1967), Aretha Arrives (1967), I Never Loved A Man The Way I Love You (1967), Once In A Lifetime (1965), Songs Of Faith (1964), Laughing On The Outside (1963), The Tender, The Moving, The Swinging Aretha ... (1962), The Electrifying Aretha Franklin (1962), The Gospel Soul Of Aretha Franklin (1956)
Aretha Franklin im Time-Magazine. Geehrt als eine der einflussreichsten Künstler.
http://www.time.com/time/time100/artists/profile/franklin.html
Lediglich mit einer Biografie und Diskografie ausgestattet.
http://www.aretha-franklin.com
Aretha ind er Hall Of Fame.
http://www.rockhall.com/hof/inductee.asp?id=106
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