Porträt

laut.de-Biographie

The Wedding Present

Mitglieder von legendären Bands, die dir abends in der Bar deiner Stadt zuprosten, gibt es wohl eher selten. Es sei denn, man lebt in Manchester, London oder Detroit. Aber nehmen wir mal an, du hast in Köln das Licht der Welt erblickt. Simon Cleave von The Wedding Present ist ein Wahlkölner, und wenn er mal nicht für die Weddings schrammelt, hört man ihm auch gerne als DJ in der rheinischen Affeninsel Stereo Wonderland zu.

Die Bandgeschichte beginnt mit Peter Solowka an der Gitarre, Keith Gregory am Bass und Shaun Charman am Schlagzeug. Singer/Songwriter David Gedge gründet 1985 The Wedding Present im englischen Leeds. Bereits ein Jahr später entdeckt sie der einmalige Radiokönig John Peel und sie steigen sofort in seine Top-Rotation ein. Peel behauptet, dass einige Songs von David Gedge zu den besten Liebesliedern der -Rock'n'Roll-Ära gehören: "You may dispute this, but I'm right and you're wrong!". 1988 erscheint die erste "Peel Session"-Platte auf Strange Fruits.

The Wedding Present gelten Ende der 80er Jahre als eine der erfolgreichsten Indie-Pop-Bands Großbritanniens. David schreibt Pophymnen, die niemals aufhören zu wirken, Songs, deren Zeilen ehrlicher nicht sein können. Mal sanft und leise, mal betörend und laut.

Das erste Wedding Present-Album mit dem Namen "George Best" huldigt dem Fußballspieler, "Ukrainski Vistupi V Johna Peela" (1989) ist vom ukrainischen Vater des Gitarristen Peter Solowka inspiriert. Hier harmonieren Peel Session-Aufnahmen mit ukrainischer Folklore. Neben Peel taucht in der Biographie von The Wedding Present auch der Name Steve Albini (The Pixies, The Breeders und The Auteurs) auf, der u.a. das Album "Seamonsters" 1991 produziert.

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The Wedding Present "Wir mögen den FC Köln nicht!"
Nach acht Jahren Pause meldeten sich The Wedding Present 2005 mit neuem Album zurück. Die zugehörige Tour nahmen wir zum Anlass, eimal ausgiebig mit John Peels Lieblingsband zu plaudern.

1997 legen The Wedding Present eine längere Pause ein. Nachdem seine langjährige Freundin Sally von ihm trennt, zieht David Gedge nach Seattle und schreibt dort Songs über seinen Verlust. Zu hören sind die einfühlsamen Zeilen über Liebe und Schmerz auf "Take Fountain", dem ersten Wedding Present-Album nach fast acht Jahren.

Kurz vor Weihnachten 2006 gibt Simon Cleave seinen Ausstieg bekannt. Kurz und schmerzlos weist David Gedge in einer Rundmail auf den Rücktritt des langjährigen Freundes und Musikpartners hin. Simon, seit 2007 in Köln glücklich verheiratet, arbeitet seit dem wieder mehr an seinen Kunstobjekten und spielt ab und zu in diversen Bands, wie zum Beispiel in der Kölner Trashformation The Kat Wellmann School For Girls.

Dennoch bleiben seine zahlreichen Hit- Kompositionen im Wedding Present-Bestand bestehen. 2008 erscheint "El Rey". Auf diesem Longplayer sind weiterhin die Schrammel-Hymnen von Cleave/Gedge zu hören, und das macht die achte offizielle Produktion unter der Regie von Steve Albini attraktiv und hörenswert.

Ohne Co-Autor geht es bei Gedge sowieso nicht. Musik schreiben zu können ist wohl Voraussetzung, um in der Band mitspielen zu dürfen. 2012 gibt es das neue Album "Valentina". Und schon wieder hat sich die Besetzung geändert. Neben dem neuen Gitarristen und Klavierspieler Graeme Ramsey sorgt die Schweizerin Pepe le Moko am Bass für den nötigen Rhythmus. Ihre Stimme unterstützt den Schrammel-Barden Gedge zwar vorwiegend im Background, aber die neuen Wedding Present harmonieren wie immer bis auf den letzten Ton.

Interviews

Alben

The Wedding Present - El Rey: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2008 El Rey

Kritik von Jasmin Lütz

So klingt Pop im wütenden Gitarrenrausch. (0 Kommentare)

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