Porträt

laut.de-Biographie

Ed Motta

In seiner Heimat Brasilien nennt man ihn den Koloss von Rio: Ed Motta, Grammy-nominierter Sänger, Songwriter und Entertainer in einer Person.

Ed Motta - Perpetual Gateways
Ed Motta Perpetual Gateways
Wenn Kopf, Herz, Können und Seele zusammen kommen.
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Eduardo Motta kommt im August 1971 in Rio De Janeiro zur Welt. Sein Onkel ist der Carioca-Soul-Gründer Tim Maia, der den kleinen Ed bereits in frühen Jahren mit reichlich Samba- und Bossa Nova-Rhythmen füttert. Eds Eltern sind nicht weniger musikvernarrt. Im Hause Motta laufen die Platten von Stevie Wonder und Earth, Wind & Fire rauf und runter.

Anfang der Achtziger freundet sich Ed mit raueren Klängen an. Britischer Blues-Rock à la Thin Lizzy, Humble Pie, Led Zeppelin, Free und Rory Gallagher steht ganz oben auf Eds Favoriten-Liste. Als ein Nachbar ihm von einer Band erzählt, die einen Sänger sucht, fackelt Ed nicht lange. Die Combo heißt Kabbalah und macht Hardrock der urigen Sorte.

Spätestens jetzt geht Ed das Licht auf: Er will Musiker werden. Einige Jahre später wechselt er den "Arbeitsplatz" und gründet die Band Conexão Japeri. Seinen Musikstil hat er mittlerweile ausgeweitet. Rock, Blues, Soul, Jazz: Ed geht es um die Vereinigung verschiedenster Genres.

Mit Conexão Japeri kommt der Erfolg. Die Band tourt quer durch Brasilien, Songs wie "Manuel", "Baixo Rio" oder "Vamos Dançar" laufen im Radio auf Rotation. Doch Ed wähnt sich innerhalb eines klar definierten Kollektivs nicht gut aufgehoben: "Ich fühlte mich irgendwie eingeengt. Es war wichtig, eine tolle Erfahrung, aber letztlich doch nicht das Richtige für mich", erinnert sich der Brasilianer.

Er will sein eigener Herr sein. Zusammen mit dem Conexão Japeri-Bassisten und Freund Bombom tüftelt der Multiinstrumentalist an seinen Visionen und Ideen. Es dauert nicht lange, ehe auch der Rest der Welt Gefallen am Treiben des südamerikanischen Tausendsassas findet.

Ed tritt in Nordamerika und Europa auf. Auch die in regelmäßigen Abständen veröffentlichten Alben finden Käufer. Eds Mix aus urbanen brasilianischen Soul-Sounds und zeitgemäßen Jazz-, Rock- und Blues-Klängen kommt gut an.

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Mit seiner Frau, der Comic-Autorin Edna Lopes, zieht Ed Motta Mitte der Neunziger für einige Jahre nach New York, um sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Zurück in Brasilien, geht der Sänger neue Wege. Er komponiert für andere, schreibt Soundtracks und arbeitet mit Orchestern zusammen.

Die Solo-Karriere steht aber stets im Mittelpunkt. Sein Album "Aystelum" wird im Jahr 2006 für den Latin-Grammy nominiert. Die Szene klatscht Beifall. Allen voran: Branchen-Ikonen wie Roy Ayers, 4 Hero, Seu Jorge, Incognito, Bo Diddley und Ryuichi Sakamoto – alles Künstler, mit denen Ed zusammengearbeitet hat.

Ed Motta ist offen für alles – ein Musiker, der keine Grenzen kennt. Im Juni 2013 überrascht er seine Fans mit chilligen Hawaii-Sounds ("AOR"). Alles scheint möglich:

"Bevor man sich dieses Album anhört, sollte man sich ein Hawaii-Hemd à la Magnum anziehen, dazu Slipper ohne Socken wie in 'Miami Vice', sich in ein Cabrio setzen und an Kokosnusspalmen vorbei in den Sonnenuntergang cruisen. Egal ob in Rio De Janeiro, Los Angeles, Miami oder Hawaii. Aloha!"

Alben

Ed Motta - AOR: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2013 AOR

Kritik von Sven Kabelitz

Da wird doch der Flamingo im Hawaiihemd verrückt. (0 Kommentare)

Termine

Fr 04.11.2016 Aalen (Festival)
Sa 05.11.2016 Hannover (Jazzclub)
So 06.11.2016 Freiburg (Jazzhaus)
Fr 11.11.2016 Göttingen (Festival)
Sa 12.11.2016 Hamburg (Kampnagel)

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