Porträt

laut.de-Biographie

Dogs Die In Hot Cars

"Diejenigen, die Songs schreiben, sollten die letzten sein, die sie erklären", so Craig Macintosh kategorisch. Macintosh ist Sänger der schottischen Band Dogs Die In Hot Cars, und nach solch einer Aussage darf man durchaus annehmen, dass er auch Fragen nach dem wundersamen Bandnamen wenig schätzt. Lassen wir ihn also im Dunkeln verharren, wichtiger ist ohnehin, was aus den Boxen schallt.

Dies ist im Falle der Schotten kein Red Hot Chili Peppers-Funkrock, auf den alle fünf Bandmitglieder seit ihrer Jugend stehen, sondern vielmehr himmelsstürmender Pop in bester UK-Tradition. Namentlich stehen Combos wie Madness, Talking Heads und Dexy's Midnight Runners zu Buche, deren Einflüsse man auf den zehn Songs des Debütalbums "Please Describe Yourself" schön nachhören kann.

Der Weg in den Pop-Olymp, in den Dogs Die In Hot Cars 2004 von der englischen Presse gehievt werden, beginnt wie so oft in einem kleinen Nest. Fife liegt im Osten von Schottland, nördlich von Edinburgh, wo sich Lee Worrall (b), Gary Smith (g, voc) und Lawrence Davey (dr) bereits im Kindergarten kennen lernen. Als das Trio zu High School-Zeiten Mitte der 90er Jahre auf Sänger, Songwriter und Nirvana-Fan Craig Macintosh trifft, erkennt man schnell gemeinsame musikalische Vorlieben und beschließt, eine Band zu gründen.

Zusammen mit Keyboarderin Ruth Quigley entstehen zunächst Coverversionen, die man in örtlichen Pubs vorstellt und denen man klammheimlich auch erste Eigenkompositionen beimischt. Hätte das Quintett aber nicht den entscheidenden Umzug nach Glasgow gewagt, sie würden wohl heute noch ihre Songperlen vor desinteressierten Pint-Säufern zum Besten geben. Doch so kam es anders und das nötige Glück erschien der Band in Gestalt eines Talentspähers des Indie-labels Radiate, der einen Auftritt in Drummer Lawrences Schlafzimmer miterlebt.

Daraufhin erscheint 2003 die Debütsingle "I Love You Because I Have To", mit der DDIHC quer über die Insel touren, wo sie wiederum von einem V2-Label-Angestellten abgeworben werden. So ist das im Fußball, so ist das in der Musik. Mit dem Majorlabel im Rücken geht nun einiges: Flugs stehen auf Wunsch der Band die Produzenten Clive Langer and Alan Winstanley auf der Matte, die ihrerseits über einen Lebenslauf verfügen, der solch illustre Namen wie Morrissey (u.a. "Kill Uncle"), Bowie ("Absolute Beginners"), Bush (u.a. "Sixteen Stone") oder eben Madness (u.a. "One Step Beyond") listet. Und natürlich glühen plötzlich auch die Drähte zum britischen Printmegaphon NME heiß.

Nach der Limited Edition-EP "Man Bites Man" verschanzen sich die glorreichen Fünf im Studio, um am Debütalbum "Please Describe Yourself" zu feilen. Das erste Ergebnis, die Single "Godhopping", reißt die britische Musikpresse erneut zu Jubelstürmen hin, was kurz darauf auch dem Album widerfährt. Einzig am Bandnamen hat der NME etwas auszusetzen: "The worst band name in the history of music", so das harte Urteil. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll die Band übrigens beim Inhalieren geringer (?) Helium-Mengen auf ihn gekommen sein ...

Im April 2007 meldet sich die Band auf ihrer Homepage zurück. Ein neues Album stehe kurz vor der Vollendung, so dass eine Veröffentlichung nur noch eine Frage der Zeit sei. Die Zeit dazwischen vertrieb man sich unter anderem mit einer langen Tournee durch Amerika sowie Australien. Auf einer extra eingerichteten Blogseite bietet die Band einen Podcast an, um den Fans regelmäßig Neuigkeiten zukommen zu lassen.

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