Porträt

laut.de-Biographie

Deep Trip

Deep Trip - der Name ist Programm. Sie tauchen tief ein in die Grenzbereiche harter Rock-Musik, und speziell trippig ist das Ganze ebenso. Die jungen Schweizer verbinden auf eigenständige Weise die Wucht und Aggressivität moderner, harter Musik mit klassischen Streichinstrumenten wie Geige und Kontrabass.

Auf diese Weise erschaffen sie ihr ganz eigenes musikalisches Universum. Mal sanft, dann wieder unruhig brodelnd und schließlich kompromisslos schroff. Die Synthese aus klassischen Versatzstücken, Folk-Elementen und Brachialität beschert den Eidgenossen gerade auch live den Ruf einer hervorragend atmosphärischen Band. Gebannt beobachtet das Publikum, wie sich warme Melodien unversehens in ruppige und kreischende Monster verwandeln, um sogleich wieder in harmonischen Klängen zu schwelgen.

Stimmlich erinnert die Mischung mitunter ein wenig an alte Grunge-Helden wie Pearl Jams Eddie Vedder oder Soundgardens Chris Cornell. Die Eigenständigkeit des Trios leidet darunter jedoch so gut wie gar nicht.

Das liegt vor allem an den kompositorisch wie handwerklich überzeugenden Arrangements von Violinist Khin Hong Yip und Kontrabassist Sofus Gleditsch. Beide haben eine klassische Ausbildung absolviert, die sich in einer virtuosen und gefühlvollen Technik bemerkbar macht und den ausgefeilten Kompositionen von Claudio Moser Rechnung trägt.

Ihre Texte sind geprägt durch klare Voten gegen Armut, Krieg und Hass. Leidenschaftlich und mit feurigem Herzen setzen Deep Trip ein Zeichen dafür, dass sich ein Aufbegehren immer lohnt.

Alben

Deep Trip - Deep Trip: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2009 Deep Trip

Kritik von Ulf Kubanke

Unplugged und dennoch metallisch? Geht das? Ja! (0 Kommentare)

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