Porträt

laut.de-Biographie

Dave Clarke

Techno von der Insel hat große Namen hervor gebracht. Während Fatboy Slim oder Paul Oakenfold eher für die Ibiza-Party-Rave Fraktion stehen, haben sich Leute wie Luke Slater oder Cristian Vogel dem Erbe verschrieben, das aus Amerikas Autostadt Detroit seinen Weg nach Großbritannien fand. Beinahe vergessen fristet Dave Clarke sein Dasein in jener Erbengemeinschaft; zu Unrecht, ist er doch einer der ersten und innovativsten Technoproduzenten aus dem Vereinigten Königreich. Seine 12" Serie "Red 1", "Red 2" und "Red 3" auf Bush bringt eine nie dagewesene Härte der Grooves in die Clubs und darf heute ohne Widerspruch den Klassikern des Genres zugeschlagen werden.

Doch Clarke lässt sich nicht auf einen Stil festlegen. Seine ersten Releases auf dem eigenen Magnetic North Label, das er zusammen mit seiner Frau Laura-Jane führt, stehen noch deutlich in der Linie des Electro-Funk, wie in Juan Atkins und die Produzenten der ersten Generation aus Detroit vor exerzierten. Mitte der 90er gewinnen Clarkes Scheiben immer mehr an Fahrt, wovon seine Red-Serie noch heute Zeugnis ablegt. Kurz danach nimmt er für das Berliner Label !K7 ein Volume für deren gefeierte X-Mix Reihe heraus. Unter dem Titel "Electro-Boogie" demonstriert er, dass er nicht nur als Produzent, sondern auch als DJ zu den absoluten Größen gehört.

Nach einer Reihe von Labelstreitigkeiten, die seine Produktivität arg in Mitleidenschaft ziehen, ist Clarkes Stern seit Ende der 90er wieder im Steigen begriffen. Remixaufträge von Leftfield, Underworld oder Depeche Mode machen ihn auch einem jüngeren Publikum bekannt. Zudem erhält er im Brüsseler Prestige-Club Fuse eine Residency. Beim britischen Label Skint findet er nun auch endlich die künstlerische Freiheit, die ihm zuvor so lange verwehrt wurde.

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