Porträt

laut.de-Biographie

Craig David

Sein Debütalbum "Born To Do It" wird überall frenetisch gefeiert und als Werk eines Multitalents bezeichnet. Doch wer ist dieser Sänger, der halb Europa in ein R'n'B-Fieber versetzt?

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Craig Ashley David, geboren am 5. Mai 1981, stammt aus der englischen Hafenstadt Southampton und ist bis zum Herbst 1999 gerade mal einigen wenigen R'n'B-Liebhabern bekannt. Im Alter von 14 Jahren beginnt der Teenager, seine Fähigkeiten als MC beim lokalen Piratensender und in einigen Clubs unter Beweis zu stellen.

Angeregt von seiner Mutter nimmt David 1997 an einem Songwriter-Wettbewerb teil und gewinnt. Sein Text des Songs "I'm Ready" wird als B-Seite des Charterfolgs "Wonderful Tonight" von der Gruppe Damage veröffentlicht. Kurze Zeit später liefert Craig David mit einer R'n'B-Version des Human League-Klassikers "Human" sein erstes eigenes Stück ab, das jedoch nie veröffentlicht wird.

In einem Club seiner Heimatstadt Southampton lernt David Mark Hill kennen. Als dessen Produktions- und DJ-Duo Artful Dodger 1999 die Unterstützung eines Sängers für den Song "What Ya Gonna Do" benötigt, übernimmt Craig David diesen Part. Das Ergebnis: ein Track, der unter dem Namen "Rewind" zur Hymne der UK-Garage- und 2-Step-Szene wird.

Craig David - Trust Me
Craig David Trust Me
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"Rewind" löst einen 2-Step-Boom aus, der mehrere Jahre anhält und dessen erfolgreichster Vertreter lange Zeit Craig David selber ist. Mit seiner ersten eigenen Single "Fill Me" schwingt er sich im März 2000 zum jüngsten Künstler auf, der jemals in den englischen Charts einen Nummer-1-Hit platziert. Das im selben Jahr bei Atlantic veröffentliche Debütalbum "Born To Do It" wird weltweit über sieben Millionen Mal verkauft und erlangt Gold- und mehrfachen Platin-Status in mehr als 20 Ländern.

In Deutschland über 400.000 mal verkauft, hält sich "Born To Do It" sechs Wochen lang in den Top Ten der Albumcharts. Öffentliche Anerkennung bekommt er nicht nur durch zahlreiche Awards, sondern auch internationale Musik-Stars wie Elton John oder Bono von U2 zollen dem Sänger ihren Respekt.

2002 beglückt Craig David seine Fans mit einem weiteren Longplayer. "Slicker Than Your Average" zeigt einen deutlich gereiften und stimmlich verbesserten Sänger, der, obwohl es an Angeboten wahrlich nicht mangelte, nahezu ohne prominente Gaststars auskommt. Nur eine Kollaboration mit einem seiner größten Vorbilder lässt er sich nicht nehmen. Das mit Sting aufgenommene Duett "Rise & Fall" handelt von den Misserfolgen im Superstar-Dasein - wobei jedoch klar ist, dass Craig David da nicht aus eigener Erfahrung spricht.

Folgten seine ersten beiden Alben noch Schlag auf Schlag, nimmt sich Craig David für "The Story Goes ..." vergleichsweise viel Zeit. Unüberhörbar verlagert er dabei das Gewicht in Richtung Songwriting. Seine Tracks sind nach wie vor amtlich produziert, eingängige Melodien und (ungewöhnlich genug für das Pop-Geschäft) Inhalte ziehen allerdings einen weit größeren Teil der Aufmerksamkeit auf sich. "The Story Goes ..." bedient sich nicht zu knapp im boomenden Schlafzimmer-R'n'B. Klar, dass das Auswirkungen auf die Texte hat: Über weite Strecken macht Craig David die Liebe, bevorzugt in ihren aufwühlendsten Phasen, ganz zu Beginn und am Ende, zum Thema.

"Trust Me", der Titel seines vierten Longplayers, ist Programm: "Ich habe gesagt: Lasst mich tun, was ich will und vertraut mir. Ich wollte hinaus gehen und sehen, was im Nachtleben geschieht, wie damals als ich noch DJ war, anderen DJs zuhörte und die Reaktion der Crowd beobachtete", so Craig David. "Trust Me" entsteht in weiten Teilen in Havanna. Entsprechend schleicht sich kubanischer Groove in den Sound ein. Daneben hinterlassen Hip Hop und Soul ihre Spuren. "This Is The Girl" entsteht gemeinsam mit dem britischen Rapper Kano. Die Singleauskopplung "Hot Stuff" setzt allerdings auf Klassiker: David Bowie persönlich gab seinen Hit "Let's Dance" zur Verwurstung frei.

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Craig David - Trust Me: Album-Cover
  • Leserwertung: 5 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2007 Trust Me

Kritik von Dani Fromm

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