Porträt

laut.de-Biographie

Bloc Party

Nach Franz Ferdinand und den Killers sind Bloc Party anno 2004/2005 das nächste große Ding, das mitreißende Rock-Songs zum Tanzen schreibt. Die Hits "Banquet" und "Helicopter" erobern im Handumdrehen die englischen Charts, die Indie-Tanzhallen der Welt und das obligatorische NME-Cover sowieso.

Kele: Vorgeschmack auf neues Album
Kele Vorgeschmack auf neues Album
Mit "Doubt" schickt Kele Okereke einen ersten Vorboten auf sein neues Album ins Rennen, das im Oktober erscheint.
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Im Jahr 1998 gegründet von Russell Lissack (Gitarre) und Kele Okereke (Gitarre, Gesang) - der allein schon mit seiner schwarzen Hautfarbe im überwiegend weißen Genre Indie-Rock für Aufsehen sorgt - , wandelt die Band auf den Pfaden von Helden wie den Pixies, Sonic Youth, Joy Division und ganz klar The Cure. Nur dass sie nicht wie ihre Vorbilder stumm und niedergeschlagen dem Weg folgt, sondern tanzend hinunter rennt.

Kurze Zeit nach der Gründung stoßen Matt Tong (Schlagzeug) und Gordon Moakes (Bass) zur Band. Damit steht der Veröffentlichung ihrer ersten Single "She's Hearing Voices" Ende 2003 nichts mehr im Wege. New Wave und Punk fließen darauf genauso in den Sound ein, wie Dance und eine nicht zu verachtende Portion des guten alten Pop.

Okerke übergibt die Single den Schotten Franz Ferdinand, die sich sofort begeistert zeigen und Bloc Party einen Gig auf der zehnten Geburtstagsfeier ihres legendären Indie-Labels Domino Records (Elliott Smith, Pavement, etc.) verschaffen. Die Sound-Mixtur der Bloc Party passt perfekt ins Bild der neuen Bewegung um Dance-Punk Bands wie The Rapture oder Radio 4, dementsprechend dauert es nicht lange, bis das Label Wichita Records anklopft.

2004 erscheint eine selbstbetitelte EP, auf der auch der Über-Hit "Banquet" zu finden ist. Der NME tönt gleich gewohnt prahlerisch: "The next most important band in rock. Fact!". Mit der folgenden EP "Helicopter" werden Bloc Party ihrem Hit-Faktor weiter gerecht. Auch der einflussreiche BBC Radio 1-DJ Steve Lamacq spielt ihre Songs rauf und runter.

Bloc Party - Tapes
Bloc Party Tapes
Hier fehlt Dramatik und Leidenschaft.
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Gemeinsam mit Paul Epworth (der sich auch für die Produktion von Alben der Babyshambles oder der Futureheads verantwortlich zeichnet) produziert die Band in Dänemark ihr Debüt "Silent Alarm". Mit dessen Erscheinen im Februar 2005 beweisen Bloc Party, dass sie weitaus mehr können, als astreine Tanzbodenkracher zu schreiben. Die Platte erweist sich als konsequent genial durchkonstruiertes Werk, das Bloc Party auch außerhalb der britischen Insel den Durchbruch beschert.

Um den konsequent auszunutzen, wirft die Plattenfirma ein paar Monate nach der ersten Platte ein Remixalbum auf den Markt, unter anderem mit Neuinterpretationen von Ladytron, Mogwai und Death From Above 1979. Eine halbe Millionen verkaufte Platten (Stand: Herbst 2006) geben der Band Recht, und sowohl der NME als auch die Intro wählen "Silent Alarm" zum Album des Jahres 2005; die laut.de-Redaktion bedenkt die Platte mit dem fünften Platz in der Jahresendabrechnung.

Schon 2006 geht die Party wieder ins Studio, in Irland wird mit Produzent Garret Lee (U2, Snow Patrol) "A Weekend In The City" eingespielt. Das Album behandelt die Aspekte des urbanen Lebens, und Sänger Okereke ließ sich nach eigener Aussage von "the living noise of a metropolis" inspirieren.

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Bloc Party "Ich verstehe, warum Bands sich hassen"
Kele Okereke über sein Solo-Album, das Nacktshooting und die Zukunft von Bloc Party.
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Mit ihren beiden Alben gehen Bloc Party in der Folge auf eine ausgedehnte Tour. Allein Bassist Gordon Moakes macht ab Mitte 2008 eine Babypause von mehreren Wochen und lässt von dem mit der Band befreundeten Daniel Lindegren vertreten.

Im Juni 2010 veröffentlicht Kele Okereke sein Solo-Debüt "The Boxer" auf Wichita Recordings. Sein sanfter Gesang zu Stimmensamples, Dubstep-Anleihen und Drum'n'Bass-Spielereien erinnert dabei nur entfernt an Bloc Partys Indierock. "Ich weiß nicht, ob es mit der Band weitergeht", sagt Kele. " Fünf Jahre lang waren wir ohne Pause abwechselnd im Studio und auf Tour. Die Stimmung war angespannt, und wir brauchten eine Pause."

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  • Blocparty

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