Porträt

laut.de-Biographie

Andy Vaz

Seit Kraftwerk in den 70er Jahren mit ihrem kühlen Electro-Funk die Tür zur Zukunft elektronischer Musik aufgestoßen haben, genießt Düsseldorf einen exzellenten Ruf. Auch in den Jahren danach wirkt das Erbe von Kraftwerk nach und dient folgenden Generationen von Musikern als Inspirations- und Reibungspunkt.

Die abstrakten Elektronik-Experimente von Mouse On Mars haben ihr Zuhause genauso am Niederrhein, wie der poppige Krautrock-Elektro von Kreidler und die stärker am Nachtleben orientierten Minimal-Techno-Entwürfe von Loco Dice und Andy Vaz.

Alle gemeinsam positionieren sich mit ihrer Musik abseits des Mainstreams und agieren vielfach aus dem Untergrund heraus. Das gilt insbesondere für Andy Vaz, der sich bei seiner Arbeit als Produzent, DJ und Labelbetreiber in erster Linie als Musikliebhaber versteht und kommerzielle Zwänge hinten anstellt, wenn es der künstlerischen Arbeit zugute kommt.

Der hohe Anspruch an seine eigene Musik und die Tracks, die er auf seinen Labels veröffentlicht, mögen Gründe dafür liefern, dass er selbst vorzugsweise dort veröffentlicht, wo er in musikalischer Hinsicht keine Kompromisse machen muss: auf seinen eigenen Labels.

Mit Yore, Background, Soundvariation, A Touch Of Class, Vazbit und Deep Night Essentials verfügt Vaz über eine Vielzahl an Outlets, die er bedienen kann. Die Bandbreite seiner Tracks reicht von experimenteller Elektronik über Ambient bis hin zu Deep House, Minimal und Techno.

Gleichzeitig tummelt sich eine illustre Schar internationaler Produzenten mit Releases auf den Labels von Andy Vaz. Im Backkatalog finden sich die Kanadier Sheldon Thompson alias Sid LeRock, Jeff Milligan, Frivolous, Deadbeat und Mutek-Gründer Akufen. Ebenfalls auf einem Vaz-Label zu Hause sind der Südafrikaner Portable und Detroit-Produzent Terrence Dixon.

Umgekehrt erfährt Vaz für seine Arbeit im Ausland sehr viel Anerkennung. Seine ersten beiden CD-Releases "Live In Tokyo" 2003 und "Live In Detroit" aus dem Jahr 2005 dokumentieren das eindrücklich.

Stehen die ersten beiden Longplayer noch deutlich im Zeichen von Minimal, so wandelt sich der Sound von Andy Vaz und öffnet spätestens mit "Straight Vacationing" 2011 deutlich in Richtung House und sogar Disco. Eine gesunde Portion Neugier lässt sich eben nicht verleugnen, wenn man seine Wurzeln als DJ und Produzent in Düsseldorf hat.

Alben

  • Andy Vaz

    Zentrale Anlaufstelle für Infos rund um Andy Vaz.

    http://andy-vaz.de/

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