Porträt

laut.de-Biographie

Alex Clare

Dubstep und Soul: zwei Genres, die im Allgemeinen nicht sonderlich viel gemein haben. Der Brite Alex Clare sieht das anders. Mit Hilfe eines Software-Riesens und zweier hibbeliger Produzenten vereint er Organisches mit Anorganischem und findet sich mit diesem Experiment alsbald in den Charts wieder.

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Alex Clare wächst in London auf. Schon in jungen Jahren erfreut er sich an Bebop-Klängen, die im Wohnzimmer seiner Eltern fast täglich zu hören sind. Er freundet sich zunächst mit der Trompete an, ehe er sich später dem Schlagzeug widmet.

Alex ist ein Wirbelwind. Im Gegensatz zu seinen beiden Geschwistern, die sich an den Klängen von Oasis und Alanis Morissette erfreuen, bevorzugt Alex eher deftige Beats. Jungle, UK Garage, aber auch Blues, Jazz und Soul bringen das Blut des Briten so richtig in Wallung.

In der High School macht er sich auf die Suche nach Gleichgesinnten und schließt sich mehreren Bands an, die aber allesamt nicht so richtig in die Gänge kommen. Aufgrund dessen entschließt er sich, seinen eigenen Weg zu gehen. Er beginnt, Songs zu schreiben und bringt sich autodidaktisch Klavier- und Gitarrespielen bei.

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Alex ist überzeugt von seinem Schaffen, doch um auf Nummer sicher zu gehen, beginnt er nebenbei noch eine Lehre zum Koch: "Ich habe den Job gehasst, aber ich hatte auch etwas Angst, irgendwann vor dem Nichts zu stehen", erklärt er.

Während dieser Zeit entstehen unendlich viele Demos, die inhaltlich immer persönlicher und pointierter ausfallen. Über Umwege landen einige seiner Stücke bei Island Records auf dem Tisch. Das Label zeigt sich begeistert vom Material des Songwriters und zitiert ihn kurze Zeit später zum Unterschriften-Austausch in ihr Büro.

Plötzlich geht alles rasend schnell: Alex trifft sich in New Orleans mit den beiden Produzenten Diplo und Switch, und das Trio beginnt mit der Arbeit: "Ich stehe total auf diese ultratiefen Bass-Sounds. Aber ich hätte nie gedacht, dass sich meine Songs mit derartigen Klängen vertragen würden", resümiert Alex.

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Diplo und Switch mixen das eher zurückhaltende Blues-, Jazz- und Soul-Material des Sängers mit Dubstep, vertrackten Polyrhythmen und Synthesizer-Sounds. In Verbindung mit seiner Stimme, die sich irgendwo zwischen Jamie Lidell und David Gray ansiedelt, entsteht eine feurige Melange aus futuristischen Sounds und organischem Soul: "Die beiden Jungs haben echt Vollgas gegeben – und es funktioniert perfekt zusammen", freut sich Alex wie ein kleines Kind.

Auf Jamaika und in Los Angeles bekommen die Werke ihren letzten Schliff verpasst, ehe das Debütalbum unter dem Titel "The Lateness Of The Hour" im Sommer 2011 in seiner Heimat erscheint und eine Welle der Hysterie unter Tanzwütigen und Soul-Anhängern gleichermaßen entfacht. Mit Hilfe des Software-Konzerns Microsoft, der den Song "Too Close" für eine Werbekampagne nutzt, wird alsbald auch das umliegende europäische Festland auf den Newcomer aufmerksam.

Im April 2012 erscheint "The Lateness Of The Hour" auch hierzulande. Alex Clare stellt sich eine komplette Band zusammen, denn neben der Freude über den Erfolg seiner ersten Veröffentlichungen brennt der Sänger vor allem auf eins: "Ich liebe es, aufzutreten. Auf Tour zu sein, jeden Abend zu spielen – das wäre ein absoluter Traum für mich."

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Es dauert nicht lange, bis eben jener Traum in Erfüllung geht. Alex Clare bereist die Welt, tourt mit seinem Debütalbum von Land zu Land und lebt das Leben eines Pop-Globetrotters.

Auch privat ändert sich Einiges: Alex Clare heiratet. Ende 2013 wird der Brite erstmals Vater - ein Umstand, der großen Einfluss auf die Produktion seines zweiten Albums nimmt, das im August 2014 unter dem Titel "Three Hearts" folgt.

Statt Dubstep stehen nun handgemachte Singer/Songwriter-Klänge im Vordergrund. Die Zeit der Orientierungslosigkeit ist vorbei. Alex Clare ist im Leben angekommen: "Ich hoffe, dass mich die Leute da draußen jetzt nicht als Weichei abstempeln, nur weil ein Großteil des Albums sich um die Liebe und die Lust am Leben dreht."

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Too Close
Never Let You Go
War Rages On
Too Close (live in Köln)

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Köln 2013 Alex Clare zu Gast in der Live Music Hall.

Alex Clare zu Gast in der Live Music Hall., Köln 2013 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Alex Clare zu Gast in der Live Music Hall., Köln 2013 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Alex Clare zu Gast in der Live Music Hall., Köln 2013 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig) Alex Clare zu Gast in der Live Music Hall., Köln 2013 | © laut.de (Fotograf: Peter Wafzig)

Termine

So 05.02.2017 Hamburg (Knust)
Mo 06.02.2017 Berlin (Lido)
Do 09.02.2017 Wien (Porgy & Bess)
So 12.02.2017 München (Hansa 39)
Mo 13.02.2017 Stuttgart (Im Wizemann)

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