Porträt

laut.de-Biographie

Abschlach!

Was haben Bands wie die Toten Hosen, die Bläck Fööss und die Atzen gemeinsam? Sie alle sind leidenschaftliche Fans ihres höchstklassig spielenden Heimatvereins. Den sechs Hamburgern von Abschlach geht es da nicht anders. Für die Mannen von der Waterkant gibt es nichts Wichtigeres als Punkrock und die Liebe zum HSV.

Die Geburtsstunde von Abschlach reicht zurück ins Jahr 1994. Die beiden Hamburger Henning Trolsen und Michael Wendt gehen nicht nur gerne zum HSV, sondern teilen auch denselben Musikgeschmack. Am liebsten feiern die beiden zu rotzigen Hardcore- und Punkrock-Klängen. Und so trifft man sich eines Tages in Hamburg-Bramfeld in einem Proberaum und tüftelt mit dem Dritten im Bunde, Joachim Eybe, an ersten Song-Ideen.

Die Aufteilung sieht wie folgt aus: Henning kümmert sich um die Texte und bearbeitet die Gitarre, während sich Michael an die Schießbude setzt, und Joachim sich das Mikro schnappt. Das Ergebnis: Zwei Songs auf einer Kassette. Mehr passiert erst mal nicht, denn das Trio bekommt Privates, Berufliches und Bandgründung nicht unter einen Hut.

Knapp zehn Jahre später trifft man sich, abgesehen von Sänger Joachim, bei einer Jubiläums-Veranstaltung des HSV-Supporters-Clubs wieder. Michael ist mittlerweile Mitglied bei der Hardcore-Truppe Vindicator. Mit den befreundeten Tom Einecke (Bassist bei Vindicator) und Boris Krohn (Gitarre)entern die Beiden die Bühne des Abends und hinterlassen mit ihrem wilden Punkrock-Mix einen bleibenden Eindruck bei allen Anwesenden.

Henning übernimmt fortan den Gesang. In dieser Konstellation macht das Quartett nun Nägel mit Köpfen und findet mit WMP noch im selben Jahr ein Label, dass sich ihrer annimmt. Das Debüt "'Ne Einfache Band" geht in Szenekreisen weg wie warme Semmeln. Die Mischung aus knarzigem Straßenpunk und HSV-Vergötterung kommt bei Gleichgesinnten gut an.

Um den musikalischen Horizont zu erweitern verpflichtet man kurzerhand den Trompeter Muchel. Mit reichlich neuem Klang-Input begibt man sich ein zweites Mal ins Studio und lässt im Frühjahr 2005 das Album "Runter Ans Ufer" auf die Gefolgschaft los.

Ein Jahr später dreht sich abermals das Personal-Karussell der Hanseaten und das Quintett wird mit Däumling am Schlagzeug zum Sextett aufgestockt. Das klappt aber nur, weil sich der bisherige Trommler Michael nun als Sänger versucht und den klassischen Frontmann mimt.

Auch das dritte Album "Freunde" (2008) beschäftigt sich primär mit Fußball und Hamburg-Huldigungen, ehe man sich auf dem Viertwerk "Du Wirst Uns Siegen Seh'n" zumindest im Ansatz auch erstmals mit Themen abseits des grünen Rasens beschäftigt.

Davon kriegt Gründungsmitglied Henning Trolsen allerdings nichts mehr mit, denn er wird zwei Jahre vorher von Tobias Heilman ersetzt, der nebenbei auch noch die Sechssaitige bei Vindicator bespielt.

Neben den zahlreichen Fans aus der HSV-Nordkurve erfreuen sich auch viele Hamburger Prominente an den Ergüssen von Abschlach. So zum Beispiel: Lotto King Karl, Illo und Star-Koch Steffen Henssler.

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