Porträt

laut.de-Biographie

Illo

"Ich bin nicht Billie the Kid, ich bin Illo the Shit / und immer auf der Suche nach nem billigen Ritt / Bist du ne Frau und siehst gut aus, ja dann nehm' ich dich mit - / und wenn dein Cowboy was sagt kriegt er meinen Colt ins Genick" (aus "Chain Gang Slang" auf Mr. Schnabels "Is'n Schnabelding").

Zur falschen Zeit am falschen Ort, das charakterisiert nicht nur Bruce Willis in seiner "Die Hard"-Quadrologie. Auch Illo 77 (stellvertretend für seinen Geburtstag am 23. August 1977) war in seiner Karriere nicht unbedingt ein Händchen für das richtige Timing vergönnt. Obwohl sie vielversprechend beginnt: Geboren in Marseille wächst Oliver Ress in Hamburgs Spießerviertel Eppendorf auf, was er später gemeinsam mit Samy DeLuxe im gleichnamigen Track auf dessen Debütalbum kritisch verarbeiten wird.

1997 wirft Samy nicht nur gemeinsam mit DJ Dynamite die ersten 12"es auf den Markt, er infiziert auch seinen Klassenkameraden Illo mit dem Rap-Virus. Zunächst versucht er sich in seiner zweiten Muttersprache Französisch und bringt gemeinsam mit Beginner Denyo als Rolls Reuce einen Track auf dem Soundtrack zum Fatih Akin-Film "Kurz Und Schmerzlos" unter. Im gleichen Jahr, 1998, legt er auch seinen ersten Liveauftritt unter ungewöhnlichen Umständen vor. Bei der Plastikpopshow The Dome tritt er als Double von Denyo auf, während die Beginner playback "Liebeslied" performen.

Die erste eigene Single "Keine Zeit" erscheint im Jahr 2000. Samy DeLuxe, Mr. Schnabel und zahlreiche andere Mitglieder der Mongo Clikke auf den Style Liga-Sessions (er nimmt unter dem Pseudonym Rainer Knast teil) laden Illo zu Features ein, die Beginner nehmen ihn mit auf die "60 Hertz"-Tour, die Juice-Leser wählen ihn 2001 zum Newcomer des Jahres - kurzzeitig sollte man meinen, der Flashgott sei Illo gewogen. Doch der Rapper verpasst den richtigen Zeitpunkt, um, wie man in Hamburg so schön sagt, Butter bei die Fische zu geben: Was fehlt, ist das Solodebüt. 2002 löst sich die Mongo-Clikke auf, zu deren Hymne "K2" er neben den Beginnern, Samy, Falkadelic, Ferris und das Bo
auch einen Part beisteuern durfte. Ein Jahr später geht das Label Eimsbush kurz vorm Mastering seines Debütalbums "Illosion" pleite.

Im Vergleich zu einigen seiner Kollegen bricht die Pleite des Eissfeldt-Labels Illo nicht das Genick. Die Glücksfee erscheint ein weiteres Mal in Person von Samy DeLuxe. Der holt ihn zunächst zu EMI, wo Illo jedoch 2004 statt seiner LP nur die EP "Wehr Dich" mit einigen der besten Tracks von "Illosion" releast, und danach zu Deluxe-Records. Hier bringt der Rapper, "Zurück Wie Verdautes Essen", im Oktober 2005 zunächst Teil 5 der Hamburgs Finest Mixtape-Reihe raus, einen Monat später gemeinsam mit Samy und den Headliners das Mixtape "Deluxe Records - Let's Go".

2006 wirkt Illo auf den Labelmixtapes mit, 2007 tritt er zum dritten Mal hintereinander beim Splash-Festival auf, wo er das von Fans langersehnte Debütalbum "Wer Wenn Nicht Ich?" vorstellt, das drei Wochen später erscheint. Gäste sind Emory, Samy und sein ASD-Buddy Afrob, Separate, die Spezializtz, Bacapone, Manuellsen und Kaylo.

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