Porträt

laut.de-Biographie

Zwicker

Die ganz großen Techno-DJs oder Produzenten sind in Zürich zwar nicht zu Hause. Abseits der Big-Player ist die Clubszene der Schweizer Metropole jedoch von einer gleichermaßen umtriebigen wie vielseitigen Lebhaftigkeit gekennzeichnet. Kalabrese, The Mountain People alias André Schmid, Minus 8 alias Robert Jan Meyer, Serafin alias Phillippe Egger, Seelenluft (Beat Solèr) und Cyril Boehler alias Zwicker sind nur einige der Musiker, DJs und Produzenten, die mit eigenen Releases auch international von sich Reden machen.

Boehlers erstes wichtiges Release ist die EP "Circuit Breaker", die 2000 auf dem weitgehend unbekannten und nach lediglich sechs Releases wieder eingestellten kanadischen Label Polaris Records erscheint. Damals veröffentlicht Boehler seine Produktionen unter dem Pseudonym Tweak. Die Mehrzahl der folgenden Releases, mit denen Tweak seine fusionistischen Stilmix aus Downtempo, Trip Hop und Jazz verfeinert, kommen dann beim Schweizer Label Straight Ahead raus. Sein Track "Weirdo" aus dem Jahr 2002 kommt gar zu Remixehren der damals noch recht unbekannten Beanfield.

2003 stellt Boehler sein Tweak-Projekt ein und erscheint 2005 mit seinem neuen Alias Zwicker erneut auf der Bildfläche. Dieses Mal beim Münchner Labe Compost Records, wo auch Funkstörung, Rainer Trüby und Beanfield regelmäßig veröffentlichen. Bei den Releases von Zwicker gehören House und Electro fortan zu den wichtigsten Einflüssen, die der Schweizer mit seiner Vorliebe für Filmmusik kombiniert. Diese träumerische Komponente findet sich auch in den weiteren Releases von Zwicker, ganz egal ob sie auf eher cluborientierten Labels wie Get Physical oder bei Compost erscheinen.

Auf Compost gibt Zwicker 2009 mit "Songs Of Lucid Dreamers" auch sein Longplayer-Debüt. Für die Aufnahmen holt sich Boehler Unterstützung von zahlreichen Gastsängern ins Studio. Der prominenteste Stimme, die auf dem Album zu hören ist, gehört Matt Didemus, der normalerweise bei den Junior Boys am Mikrofon steht. Außerdem zu hören sind der Australier Jamie Lloyd, die Luzerner Sängerin Heidi Happy und die Züricher Sängerin Olivera Stanimirov. Zwicker unterlegt die Stimmen seiner Gastsänger mit relaxten House-Grooves und einer vielschichtigen Soundkulisse.

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