Porträt

laut.de-Biographie

Wizo

WIZO machen seit 1985 das selbe: Das was ihnen passt. Und sonst nichts.

Das heißt vor allem, dass sich die drei Sindelfinger von nichts und niemandem den Spaß versauen lassen wollen. Punkrock heißt für sie "alles zu machen worauf wir Bock haben, ohne Regeln und ohne Grenzen".

Angefangen hat es mit Auftritten, Demos, Auftritten, Demos, u.s.w. Nach einiger Zeit entschied man sich, dass man sich nicht von irgendeiner Plattenfirma abhängig machen wollte und gründete kurzer Hand eine eigene namens "Hulk Räckorz". Ihre erste EP wurde 1989 in einem Stuttgarter Kellerstudio aufgenommen. Doch der Song, der ihnen erstmals große Aufmerksamkeit bescheren sollte, war das Punkrockcover von Ace Of Bases "All That She Wants", das 1993 eingespielt wurde, der Song lief auf vielen Radiostationen in ganz Europa. Das selbst produzierte Video schaffte es sogar in die Playlists von MTV.

Aber mehr als die Medienpräsenz wirkten wohl die Konzerte. Sie waren immer von einer riesigen Portion Energie gesegnet und schafften es, das Publikum mitzureißen. Hier erreichte die Band die Leute, welche sie auch gerne als Fans haben wollte. Diejenigen, die sich noch für Punkrock der frühen Stunde interessierten und mit dem neueren Harcoregestampfe nichts anfangen konnten.

Punk war für WIZO nie ein Trend, sondern eine Lebenseinstellung: Sie sind "Links, gegen Nazis, Rassisten, Sexisten und andere Arschlöcher". Und doch schafften sie mit ihrer 1994 erschienen Platte "UUAARRGH!" ihren Durchbruch in Deutschland, man verkaufte ca. 100 000 Exemplare. Große öffentliche Beachtung bekamen sie, als sie es bei den 1994er Chaostagen schafften, sich an den Polizeisperren vorbei unter die Menge zu mischen und dort ein Konzert zu spielen.

Wegen ihres Songs "Kein Gerede" vom Debutalbum "Für'n Arsch" wurden sie im selben Jahr noch wegen "illegaler Anti-Staats Statements" in besagtem Lied verklagt und schafften es so, sich zu einer kleinen Skandalband zu mausern.

Mindestens genau so ereignisreich verlief das folgende Jahr: Man spielte zwei Konzerte mit den Ami-Punk-Heroen der 90er, NOFX. Und siehe da, man gefiel so gut, dass Fat Mike vorschlug, mit seinem Label die Verbreitung von WIZO-Platten in der ganzen Welt zu übernehmen. Und da die beiden Bands sich prächtig verstanden, wurde zum ersten mal ein Record-Deal mit einem großen Label nicht abgelehnt. So kam es auch, dass sie auf der Warped-Tour dabei waren.

1996 haben sie ihren alten Drummer gefeuert und sich einen neuen, Ingo, zugelegt. Touren durch Japan, Amerika, Ungarn und den Rest von Europa folgten. Der nächste Skandal ließ nicht auf sich warten: 1998 verpflichtete sich die Band fürs Bizarre-Festival und willigte ein, dass der WDR ihre Show aufzeichnen durfte. Leider hielten sich die Kameramänner nicht an die Vereinbarungen mit der Band. Und während eines kleinen Wutausbruchs zerstörten Sänger und Gitarrist Axel und Bassist Jörni schnell mal einige der aufzeichnenden Ungestüme. Klar, das Publikum konnte ja auch nichts mehr sehen von der Band, wenn da an dauernd Kameras vor ihren Augen rumfuhren ...

Und wann kommt jetzt endlich mal was Neues? "...wenn es fertig ist", die lapidare Erklärung der Band. "Wir setzten erst einmal alle Hoffnung auf das Ende der Punkwelle" ... und immer noch tun sie ausschließlich das, was ihnen gefällt! Nach einer ausgiebigen Tour Anfang 2005 lösen sich die Sindelfinger endgültig auf.

Endgültig? Nicht ganz. Ende 2009 kündigt das Trio für 2010 das komplette Reunion-Paket an: Festivalauftritte, Album und so ...

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