Porträt

laut.de-Biographie

Winger

1985 trifft in New York ein Typ namens Charles Kip Winger ein. Er hat klassische Gitarre und Songwriting studiert und will sich fortan als Musiker durchschlagen. Zunächst muss er sich zwar mit einem Job als Kellner zufrieden geben, doch das soll sich schnell ändern.

Bereits ein Jahr später ist er über ein paar Kontakte in die Band von Alice Cooper gerutscht, nimmt mit dem Altmeister die Alben "Constrictor" und "Raise Your Fist And Yell" auf und geht auch mit ihm auf Tour.

Dabei lernt er Keyboarder Paul Taylor kennen, mit dem er nach seinem Ausstieg bei Alice Cooper seine eigene Band Sahara gründet. Zusammen mit Gitarrist Reb Beach und Drummer Rod Morgenstein legen sie 1987 los. Kip spielt Bass und übernimmt das Mikro.

Musikalisch bewegen sie sich im Hardrock, erfüllen aber optisch sämtliche Merkmale, um von vielen abfällig als Poser Metal bezeichnet zu werden.

Bevor sie einen Deal beim Major Label Atlantic abgreifen, ändern sie den Namen in Winger ab und veröffentlichen 1988 ihr gleichnamiges Debüt. Das Album schlägt mit seinem Sound irgendwo zwischen Dokken und Bon Jovi in den USA mächtig ein. Winger sind mit Ozzy Osbourne, Scorpions, Skid Row oder King's X unterwegs.

Nachdem das Debüt bereits Platin eingesackt hat, geht es mit der zweiten Scheibe "In The Heart Of The Young" noch höher hinaus. Innerhalb kürzester Zeit erreicht auch dieses Platinstatus. Trotzdem steigt Paul noch vor der nächsten Tour aus. Seinen Platz nimmt mit John Roth ein zweiter Gitarrist ein, der seinen Einstand auf der Bühne mit KISS, Extreme und ZZ Top feiert.

Während Winger sich nach wie vor über ihren Erfolg freuen und das Haarspray in die Matte pumpen, ändert sich die Musiklandschaft radikal. Der Grunge drängt alle anderen Musikrichtungen in den Hintergrund. Keiner will mehr was mit Melodic Rock zu tun haben, das mittelprächtige Album "Pull" floppt gewaltig.

Als Beavis & Butthead auf MTV Winger als bevorzugtes Opfer auserkoren haben, streckt das Quartett die Waffen und löst sich auf. Gitarrist Reb kommt eine Zeit lang bei Alice Cooper unter, wechselt dann zu Dokken und steigt ab 2001 schließlich bei Whitesnake ein. Drummer Rod kehrt zunächst zu Dixie Dregs zurück, hilft Kip bei seinen Solo-Scheibe und Touren aus und ist bei Platypus und Jelly Jam aktiv.

Auch Keyboarder John ist bei Kips Solo-Aktivitäten eingebunden. Kip zieht nach Santa Fe, richtet sich dort ein Studio ein und nimmt "This Conversation Seems Like A Dream" (1997), "Made By Hand" (1998) und "Songs From The Ocean Floor" (2000) auf.

Als 2001 eine Best-Of mit dem Titel "The Very Best Of Winger" erscheint, gehen Winger im folgenden Jahr unter exakt diesem Titel und in Originalbesetzung auf Tour. Es dauert aber weitere vier Jahre, ehe sich die Band tatsächlich zu einem neuen Album hinreißen lässt.

"IV" erscheint 2006 über das italienische Label Frontiers, auf dem Kip auch schon solo veröffentlicht hat. Es folgt eine ausgiebige Tour durch Europa und die Staaten, die sie in Bild und Ton festhalten. Die entsprechenden "Live"-Dokumente erscheinen 2007 auf CD und DVD.

Eine weitere Doppel-CD namens "Demo Anthology" liegt ebenfalls in den Regalen. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Demo-Aufnahmen aus den Phasen der ersten drei Alben, die sich weitgehend nur für beinharte Fans eignet.

Kip bleibt an mehreren Fronten aktiv und veröffentlicht 2008 die nächste Solo-Scheibe "From The Moon To The Sun". Außerdem komponiert er auch ein Klassik-Album mit dem Titel "Ghost", das mittlerweile vom San Francisco Ballet aufgeführt wird.

Die Arbeiten mit Winger kommen dennoch nicht zu kurz: Mitte Oktober 2009 gibt es mit "Karma" auch hier das nächste Album.

Alben

Videos

Silent Night
Who's The One
Hungry
Can't Get Enough
  • Winger

    Offizielle Homepage.

    http://www.wingertheband.com
  • Winger@MySpace

    Spread my winger, it's MySpace.

    http://www.myspace.com/wingertheband

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