Porträt

laut.de-Biographie

Will Smiff Dogg

"Ich bin Will Smiff Dogg", grüßt es höflich von der entsprechenden Facebook-Seite. Und so bescheiden: "Möglicherweise der beste Rapper auf Erden. Fühl' dich frei, Fan zu werden."

Nun, dafür empfiehlt sich zunächst einmal ein Blick darauf, was der Mann - außer Namens-Ähnlichkeiten zu dem einen oder anderen Kollegen - zu bieten hat. Parallelen-Ziehen scheint jedenfalls seinen Lieblingssport darzustellen.

Geboren in New Orleans (wie Lil Wayne und Master P) verschlägt es ihn bald nach Seattle (die Heimat Sir Mix-A-Lots und Quincy Jones'). Von dort aus führt der Weg nach New York City (hier operieren Jay-Z und 50 Cent). Mit all diesen Größen lässt sich Will Smiff Dogg liebend gern in einem Atemzug nennen.

Auch in seiner Musik erhebt er das Zitat - ob musikalisch oder textlich - zum viel strapazierten Stilmittel, benutzt Eastcoast-, Westcoast- und Dirty South-Klänge. Sein erstes Album trägt den Titel "College Made Me Do It" - wer müsste da nicht sofort an Kanye West und Asher Roth denken?

Dabei hätte Will Smiff Dogg durchaus eigene Geschichten zu erzählen. Am 30. Dezember 1977 erblickt er in New Orleans das Licht der Welt - zusammen mit äußerst unerfreulichen Lebensumständen. Schon als Kind erlebt er gleichermaßen häusliche Gewalt wie die Kriminalität der Straße.

Seine Familie flieht vor dem allgegenwärtigen Elend nach Bremerton nahe Seattle. In ärmlichen Verhältnissen geht es jedoch überall in den USA ähnlich zu: Auch hier wächst der Junge, der sich zu Will Smiff Dogg auswachsen soll, umgeben von Drogen und Brutalität auf.

Mit 17 Jahren hat ihn das Gangleben voll im Griff. Er gründet seine eigene Straßenbande FPG, die sich - neben dem täglichen Überlebenskampf - dem Basketball, der Musik und dem Veranstalten von Partys verschreibt. Das große Vorbild: Tha Dogg Pound.

Will Smiff Dogg - zu diesem Zeitpunkt operiert er noch unter dem Alias Lix - verliert seinen ersten Freund mit 18 an das raue Straßenleben. Seine Crew geht daraufhin eine Allianz mit dem örtlichen Ableger der Crips ein.

Neben Drogen vertickt Will Smiff Dogg zunehmend auch CDs. Hip Hop nimmt mehr und mehr eine zentrale Rolle in seinem Weltbild ein. 2002 übersiedelt er nach New York City, um unbelastet eine Karriere als Musiker in Angriff zu nehmen.

Seine ersten Gehversuche ziehen die Aufmerksamkeit der großen Idole auf sich: Will Smiff Dogg tritt in Kontakt mit Kurupt und Daz Dillinger vom Dogg Pound. Die sehen in ihm einen würdigen Vertreter der Dogg Pound Next Generation. Später springt er jedoch auf den von Kanye West ins Rennen geschickten College-Movement-Zug auf.

"Ich habe dieses Album für Teenager, Gangster, Collegestudenten, Hustler, unabhängige Frauen, Player und Collegeabbrecher gemacht", erklärt er die Absicht hinter seinem Solo-Debüt "College Made Me Do It". "Es ist wirklich ein durch und durch amerikanisches Album."

Mit "We Are The World" wagt er sich noch einen Schritt weiter: "Das habe ich für die ganze Welt gemacht." Nur angemessen, schließlich hält er sich selbst für den besten Rapper des Planeten.

Den Beweis für diese Behauptung bleibt er zwar schuldig. Doch Klappern gehört schließlich zum Handwerk und bedeutet im Rap-Zirkus mindestens die halbe Miete.

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