Porträt

laut.de-Biographie

Wild Beasts

Der Nordwesten Englands ist eher bekannt für Bands der raueren Klänge. Die Wild Beasts aus Kendal klingen allerdings so gar nicht, wie es ihr Bandname vermuten ließe. Stattdessen frönen sie dem gediegenen Indiepop und überzeugen durch extravagante Vocals-Arbeit.

Eigentlich geht es Sänger Hayden Thorpe und Gitarrist Ben Little bei der Bandgründung im Jahr 2002 eher um den Spaß an der Freude: "Wir hatten es nie auf eine Karriere angelegt. Für uns ist es zu einer Freundschaft geworden. Man macht in Kendal nicht Musik, um es später als Job zu leben. Zuerst kommt immer die Uni", berichtet Ben.

Mit Tom Flemming am Bass und Chris Talbot an den Drums st0ßen dazu, und die Band benennt sich, nachdem man in den ersten zwei Jahren unter dem Namen Fauve unterwegs war, in Wild Beasts um. Die Indie-Pop-Rock-Welt sagt allen Beteiligten am meisten zu, die fußt gleichwohl in folgender Überzeugung: "Du musst dich damit arrangieren, wer du bist und wo du her kommst, und dann solltest du so früh wie möglich damit beginnen, das Beste daraus zu machen. Ich will auch gar nicht zu psychologisch sein, weil ich mich damit auch gar nicht auskenne. Aber es ist schon sehr persönliche Musik, die zeigt, wer wir sind und wo wir herkommen", so Bassist Tom.

Die Besonderheit ihrer Musik erschließt sich besonders durch die Gesangsarbeit der Band, die sich Hayden Thorpe und Tom Flemming teilen. Während Hayden im Falsett singt, sorgt Tom mit einem Bariton für den Gegenpol. Im Jahr 2004 gibt das Quartett Gas und präsentiert die erste EP, der im Folgejahr sogleich die zweite und dritte folgt. Erste Interessenten klopfen an die Tür der Briten, und auch die öffentliche Wahrnehmung nimmt an Fahrt auf.

Im Jahr 2006 machen die Dream-Popper Nägel mit Köpfen und unterschreiben ihren ersten Plattenvertrag bei Bad Sneakers Records. Noch bevor es die Insulaner zu einer weiteren Veröffentlichung schaffen, wechseln sie im Jahr 2008 das Label und sind fortan mit Domino Records unterwegs. Zeit für ein Debütalbum, denkt sich die Band, und so präsentiert man noch im selben Jahr den gefeierten Silberling "Limbo, Panto".

Die Combo macht sich mittlerweile in den Indie-Charts breit und spielt zudem einige BBC-Sessions, bevor man im darauffolgenden Jahr mit dem Zweitwerk "Two Dancers" aufwartet. Tom beschreibt das Album wie folgt: "Es geht um das Verlangen nach Dingen, sie zu haben und was du dann damit machst. Ich finde, dass man das im Klang der Stücke schon gut hören kann. Alles ist so vertieft und sauber auf dem Album."

Knapp zwei Jahre später machen sich die Vier auf nach London, um an ihrem Drittwerk zu feilen. Nach sechs Wochen langem intensivem Songwriting begibt man sich für einen Monat nach Wales um "Smother" den letzten Feinschliff zu verpassen. Im Mai 2011 es ist dann soweit und das Album findet seinen Weg in den Handel.

Alben

Wild Beasts - Two Dancers: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2009 Two Dancers

Kritik von Matthias von Viereck

Eine Platte wie ein Paillettenkleid: schillernd, verführerisch, elegant, vulgär. (0 Kommentare)

Videos

Video Video wird geladen ...

Termine

Do 29.05.2014 Düdingen (Bad Bonn)
So 17.08.2014 Hamburg (Festivalgelände Wilhelmsburg)

Noch keine Kommentare