Porträt

laut.de-Biographie

Usurper

In Chicago gibt es nicht nur jede Menge Blues, Wind und mit "Eine Schrecklich Nette Familie" die definitiv genialste Sitcom dieses Planeten, sondern auch ein paar recht interessante Metal-Bands wie die 1992 von Sänger General Diabolical Slaughter und Gitarrist Rick Scythe gegründeten Usurper. Ursprünglich nur als eine Art Sideproject und vor allem eine Verbeugung vor ihren Idolen Celtic Frost geplant. Als aber dann ein Jahr später Drummer Apocalyptic Warlord dazu stößt, nimmt die Band Formen an. In dieser Besetzung spielen sie ihr erstes Demo ein und setzen auch einige Einheiten davon ab.

1995 tritt Jon Necromancer als Basser bei. Bald darauf ziehen Usurper einen Deal mit dem norwegischen Head Not Found Label an Land, die das Debüt "Diabolosis ... " veröffentlichen. Mit ihrer Mischung aus Black-, Thrash- und Death-Metal sind sie dort genau richtig. Ein Jahr später finden sie bei Necropolis auch einen Vertragspartner für die USA, der dort '97 die EP "Threshold Of The Usurper" heraus bringt. Im selben Jahr gehen sie mit Dark Funeral auf ihre erste US-Tour.

Dann macht sich Apocalyptic Warlord wieder vom Acker und Dave 'Hellstorm' Chiarella übernimmt seinen Part. Die Jungs zocken auf dem Milwaukee Metal-Festival und schippern kurz nach den Aufnahmen zu "Skeletal Season" nach Europa, um mit Enthroned und Hecate Enthroned durch die Lande zu tingeln. Die Scheibe erscheint 1999, und nach einigen Einzelgigs und dem Auftritt auf dem alljährlichen New England Metal/Hardcore-Festival touren sie mit Cradle Of Filth durch Nordamerika und Kanada.

Im folgenden Jahr veröffentlichen Usurper nicht nur das "Visions From The Gods"-Demo mit zusätzlichem Material neu, sondern auch ihr drittes Album "Necronemesis". Auf der Scheibe gibt sich neben Proscriptor von Absu auch King Diamond die Ehre. Um an der Livefront etwas mehr Druck zu erzeugen, holt sich das Quartett den ehemaligen Eternal Hatred-Gitarristen Carcass Chris in die Reihen. Mit ihm geht es im Winter nochmals als Support für Cradle Of Filth quer durch Europa.

2001 vergeht hauptsächlich mit Querelen zwischen der Band und ihrem Label, was dazu führt, dass man getrennte Wege geht und Usurper schließlich beim englischen Kultlabel Earache unterschreiben. Diese legen "Visions From The Gods" und "Necronemesis" mit neuem Layout und ein paar Bonustracks noch mal neu auf und schicken Usurper mit den Lederstrapsfetischisten von Manowar auf Ostküstentour.

Danach machen sie sich an die nächste Scheibe, werden aber von einem Brand in dem Gebäudekomplex, in dem sich ihr Proberaum befindet, etwas aus dem Zeitplan geworfen. Dennoch holen sie Produzent Neil Kernon (Nevermore/Queensryche/Cannibal Corpse) ins Studio, und spielen "Twilight Dominion" ein.

Da Drummer Hellstorm schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hat als die anderen, kündigt er an, dass nach diesem Album für ihn Schluss sei. "Twilight Dominion" macht klar, dass die Amis schwer von europäischen Bands der Marke Venom, Bolt Thrower oder Cathedral beeinflusst sind.

Nachdem sie mit Enslaved und Enforsaken durch den mittleren Westen der USA getourt sind, müssen sie sowohl den Posten am Mikro, als auch hinter den Drums neu besetzen. Ein neuer Brüllwürfel findet sich in Dan 'Tyrantor' Lawson, hinter die Kessel setzt sich mit dem apokalyptischen Warlord ein alter Bekannter. Anstatt sich also nur die Hucke mit Bier zuzusaufen und sinnlos in der Gegend herumzufallen, schaufelt sich die Ursuppe in die Rax Tax Studios und nimmt erneut mit Neil Kernon ihr fünftes Langeisen "Cryptobeast" auf. Musikalische Veränderungen bleiben außen vor, es gibt wieder Old-School-Thrash as fuck!

Tyrantor schmeißt im August 2006 allerdings schon wieder hin, weil er sich erst einmal um Probleme im Privatbereich kümmern muss. Mit Basser/Shouter Jon Necromancer und dem zweiten Klampfer Carcass Chris machen sie noch ein wenig weiter, doch ein gutes Jahr später streichern Usurper ebenfalls die Segel und Gitarrist Rick Scythe kündigt derweil schon sein neues Projekt namens Nightshade an.

Alben

Usurper - Cryptobeast: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2005 Cryptobeast

Kritik von Michael Edele

Celtic Frost Tribute-Manie und überraschend gute Songs. (0 Kommentare)

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