Porträt

laut.de-Biographie

Unida

Im Jahr 1999, vier Jahre nach dem Ende der Stoner Rock-Institution Kyuss und kurz nach dem raschen Zwischenspiel mit Slo Burn, taucht John Garcia schon wieder mit einem neuen Projekt auf: Unida. Seine Mitstreiter sind Miguel "Mike" Cancino an den Drums, Gitarrist Arthur Seay und Basser Dave Dinsmore. Trotz des gewählten Bandnamens (Unida heißt soviel wie "Einheit") bangen alte Kyuss-Fans, Garcias neue Band könne sich wieder schneller in Wüstenstaub auflösen als ein Koyoten-Kadaver.

In Interviews verbreitet Garcia 1999 jedoch reichlich Optimismus: "Ich habe noch nie eine derartige Kameradschaft erlebt wie mit Unida. Außer mit Kyuss, da war es ähnlich. Der einzige Grund, warum wir uns je auflösen sollten, wäre, wenn einer von uns ins Gras beißt." Dies geschieht zwar nicht, dennoch verschwinden Unida nach nur einer Split-LP und einem Album aufgrund unglücklicher Umstände bald wieder in der Versenkung.

Das erste musikalische Lebenszeichen der Band bilden Anfang des Jahres 1999 vier fettig frittierte Wüstenrock-Songs auf einer EP, die auch die schwedische Band Dozer featuret: "The Best Of Wayne-Gro". Die Stoner Rock-Gemeinde ist begeistert. Den Hunger auf weitere Unida-Kracher stillt noch im selben Jahr das Album "Coping With The Urban Coyote", das auf Frank Koziks Man's Ruin-Label erscheint. Am Mischpult steht erneut der alte Bekannte Chris Goss (Master Of Reality). Für die anschließende Tour rekrutiert man zusätzlich Ex-Kyuss-Mann und Barfuß-Basser Scott Reeder, um im Herbst zahlreiche Clubs in Europa zu rocken.

Als sich nach der Rückkehr in die USA Rick Rubins "American Recordings"-Label für die Band interessiert, sieht zunächst weiterhin alles rosig aus. Tatsächlich spielt die Band auch ein zweites Album ein, das allerdings nie erscheint. Der Grund ist die Übernahme von "American Recordings" durch den Island/Def Jam-Konzern, der in der Folge seine Macht auspielt und ein paar Bands an der kurzen Leine hält, u.a. Unida. Gerüchten zufolge soll der Glaube, man könne die für die Aufnahmen bereits ausgegebenen 350.000 US-Dollar wieder reinholen, in den Island-Führungsetagen eher gering gewesen sein.

Einige Zeit später sieht man einzelne Unida-Mitglieder in neuen Formationen auflaufen: Gitarrist Seay spielt mit Dr. Fungus und Garcia singt bei Hermano. Dennoch spielen Cancino, Seay und Garcia als Unida noch einige Shows, allerdings mit wechselnden Bassisten. Nachdem Dinsmore durch die Album-Streitereien mit Island entnervt aufgibt und Reeder sich (vergeblich) bei Metallica bewirbt, schrubbt zunächst Eddie Plascencia den Fünfsaiter, später hilft Slipknots Paul Gray aus (die Nummer Zwei der Clown-Metaller). Neue Unida-Pläne lassen indes weiter auf sich warten. 2004 bastelt Sänger Garcia bereits am zweiten Album von Hermano.

Alben

Unida - The Best Of Wayne-Gro: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 5 Punkte

1999 The Best Of Wayne-Gro

Kritik von Martin Mengele

Rock-Kneipp-Kur mit brummenden Wahwah-Massagen und verzerrten Fangopackungen aus dem Orange-Amp (0 Kommentare)

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