Porträt

laut.de-Biographie

The View

"The View are on fire!", so der bandeigene Slogan, den man nicht nur von eingefleischten Fans, sondern auch von sämtlichen britischen Presseorganen entgegen geschmettert bekommt. Kyle Falconer (Leadgesang, Rhythmusgitarre), Peter Reilly (Leadgitarre), Keiren Webster (Bass, Gesang) und Steven Morrison (Schlagzeug) zählen zu den angesagten Newcomern, der Post-Franz Ferdinand-Landschaft. Die Mitglieder von The View sind bei der Geburt der Band noch recht jung: durchschnittlich gerade einmal neunzehn Jahre.

2005 gegründet, kann das Vierergespann schnell auf einen beachtlichen Karriereverlauf blicken. 2006 spielen die Schotten fast hundert Gigs im UK, u.a. als Support der Babyshambles und von Primal Scream. Das bringt ihnen natürlich gehörig Aufmerksamkeit seitens der Presse, die die Jungs bald als "The Next Oasis" handelt.

Kyle, Peter, Keiren und Steven kommen aus Dryburgh, einem Bezirk in der schottischen Stadt Dundee. Dort drücken sie gemeinsam die Schulbank und wagen erste musikalische Gehversuche. Sie treten bei Talent-Wettbewerben auf und versuchen mit einer Mischung aus eigenen und gecoverten Songs – ihr Repertoire umfasst angefangen bei New Wave bis hin zu Punkrock so ziemlich alles – auf sich aufmerksam zu machen.

2004 entschließen sie sich, die Bandkarriere ambitionierter anzugehen. Beeinflusst vom Sound der Libertines, Crowded House, der Beatles und Squeeze wird im Hinterraum ihrer Lieblingskneipe "The Bayview Pub" eifrig geübt und geprobt.

2005 nennen sie sich The View – Namensgeber ist natürlich die Stammpinte. Wegen rüpelhaftem Benehmen fliegen sie da eines Tages raus. "Ich kann mich nicht genau an den Grund dafür erinnern, aber ich glaube, es hatte wohl etwas damit zu tun, dass Kyle mit einem Scooter die Bar entlanggefahren ist", grübelt Peter. Und die Jungs sind gezwungen in ein anderes Lokal namens "The Doghouse", gleichzeitig auch der bekannteste örtliche Konzertclub, umzuziehen. Dort findet am 13. März das erste The View-Konzert statt.

Der unfreiwillige Standortwechsel entpuppt sich wenig später als schicksalhafte Fügung, denn im Doghouse trifft das Indie/Punk/Alternative-Gespann auf John More, seines Zeichens Manager des Konzertclubs und Promoter. Nachdem die Band schon einige kleinere Gigs in umliegenden Locations gespielt und eine wachsende Fangemeinde um sich gescharrt hat, wird auch More auf die Jungs aufmerksam und stellt sie ihrem zukünftigen Manager Grant Dickson und dem Produzenten Robin Wynn Evans (Manic Street Preachers, Sam Brown, Dodgy) vor.

Gemeinsam nehmen sie das Schotten-Quartett unter ihre Fittiche, Dickson und Evans trennen sich später jedoch von More und dessen Promoagentur Lemuria, und gründen die Plattenfirma Two Thumbs. Kyle und Co. unterschreiben beim lokalen Indie-Label und nehmen Anfang 2006 eine selbstbetitelte EP auf. Der ehemalige Rough Trade-Bandscout James Endeacott, der einst auch die Strokes und Libertines entdeckte, bekommt die ersten Demosongs in die Finger und signt The View im Frühjahr auf seinem Label 1965 Records (The Occasion, Ripchord, The Draytones).

Auch Babyshambles-Frontmann Pete Doherty wird auf The View aufmerksam und fragt die Jungs, ob sie nicht als Vorband für ihn spielen wollen. Im Frühjahr 2006 gehen sie dann als offizielle Vorband der Shambles auf Tour. Drummer Steven wird am 27. Februar mit Doherty in Birmingham verhaftet, weil beide verkehrt herum in eine Einbahnstraße brettern – gewollt oder nicht, der Vorfall verschafft ihnen wachsende Popularität und Medienpräsenz. Auch BBC Radio und Xfm Scotland werden aufmerksam und featuren die Songs.

Im Sommer nehmen The View gemeinsam mit Produzent Owen Morris (Oasis, The Verve), auf Basis einer recht ungewöhnlichen, vor allem feucht-fröhlichen, aber scheinbar doch fruchtbaren Beziehung, ihr Debütalbum "Hats Off To The Buskers" auf, das sofort die Chart-Pole-Position im UK einnimmt. Die 2009er Platte "Which Bitch?" beeindruckt nicht nur Lily Allen, die die Jungs via Facebook und CD-Kauf supportet. Spätestens mit dem Zweitling wird klar, dass man auch zukünftig mit den Schotten rechnen muss und sie keinesfalls Eintagsfliegen im britischen Indiepool sind.

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