Porträt

laut.de-Biographie

The Soundtrack Of Our Lives

Um die Jahrtausendwende liest man allerorten, The Soundtrack Of Our Lives seien mit den Hives befreundet. Ob Promo-Hype-Trick oder nicht: Beide Bands stammen aus Schweden und spielen Rockmusik, allerdings völlig unterschiedliche.

Spätestens mit ihrem dritten Album "Behind The Music" gehen TSOOL 2001 weit in Richtung Pop der britischen Klangart. Was dann die musikalische Vergangenheit eines Teils der Mitglieder doch etwas erstaunlich aussehen lässt: Bis 1993 spielen Sänger Ebbot Lundberg und Gitarrist Ian Person in was damals manche "Sweden's most exciting Rock'n'Roll Machine" nennen, den Union Carbride Productions.

Die Bandmitglieder gingen nach der Trennung eigene Wege, doch schon 1994 fanden sich oben Genannte in Göteborg wieder zusammen. Die Band ist vollständig, als die zwei Gründer Björn Olsson, den Matthias Bärjed 1997 an der Gitarre ersetzte, Kalle Gustafsson (Bass), Fredrik Sandsten (Schlagzeug) und Martin Hederos (Keyboards) ins Boot nahmen. Als The Soundtrack Of Our Lives sind die Vorbilder beim nun nicht mehr die Stooges, sondern Ennio Morricones Western-Soundtracks.

Der Siebener gibt ein durchaus ulkiges Bild ab: Ebbot kommt gerne mit langem Bart und in Kaftan gekleidet auf die Bühne, sieht aus wie ein Mönch, der zum Punk konvertierte. Manchmal könnte man ihn allerdings auch eher für einen gut genährten Wikinger halten. Ian Person ist eigentlich Skate-Punk.

Matthias Bärjed war mal Frontmann einer Band mit dem schnuckeligen Namen Nymphet Noodlers. Auf der Bühne wird er "der Elch" genannt. Hederos ist der musikalisch am besten Ausgebildetste der Band. Er händelt die Streicher-Arrangements und ähnliche Aufgaben. Das angeblich schönste Mitglied der Band hat nebenbei noch das Projekt Hederos und Hellberg am Start, das schon als Support für Ryan Adams durch Europa tourte.

Basser Kalle Gustafsson ist nebenbei auch als Produzent unterwegs. Und Drummer Frederik soll auf der Bühne einem Keith Moon-Double nahe kommen. Eine illustere Ansammlung von Menschen, die auch interessante Songs zu bieten haben. Ihrem Ruf als außergewöhnliche Band werden die Schweden auch mit den Folgeproduktionen nach "Behind The Music" mehr als gerecht. "Origin Vol. 1", "A Present From The Past" und "Communion" treten eindrucksvoll den Beweis an, ehe die Combo im Jahr 2010 mit "Golden Greats No1" erstmals zum kollektiven Hit-Rundumschlag ausholt.

Eher überraschend vernimmt man 2012 die Kunde der Bandauflösung, die still und heimlich beschlossen wurde. Glücklicherweise aber im Aufnahmestudio, denn mit "Throw It To The Universe" kredenzen die sechs Rockbarden ihren Fans noch einmal eine wundervolle Abschiedsvorstellung. Im Eröffnungssong heißt es: "We say hello to say goodbye. We are the Soundtrack of our Lives." Goodbye, fellas!

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Alben

The Soundtrack Of Our Lives - Communion: Album-Cover
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  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2009 Communion

Kritik von Michael Schuh

Geiz ist scheiße. Wider dem tumben Konsumwahn. (0 Kommentare)

The Soundtrack of Our Lives - Behind The Music: Album-Cover
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2001 Behind The Music

Kritik von Vicky Butscher

Skandinavier sind einfach die besseren Briten. Zumindest was die Musik angeht. (0 Kommentare)

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