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Angeblich sind The Soundtrack Of Our Lives mit den Hives befreundet. Ob das nun wirklich stimmt oder nur ein Promo-Hype-Trick ist, sei dahin gestellt. Immerhin stammen beide Bands aus Schweden und spielen Rockmusik, wenn auch völlig unterschiedliche.
Spätestens mit ihrem dritten Album "Behind The Music" gehen TSOOL weit in Richtung Pop britischer Klangart. Was dann die musikalische Vergangenheit eines Teils der Mitglieder doch etwas erstaunlich aussehen lässt: Bis 1993 spielen Sänger Ebbot Lundberg und Gitarrist Ian Person in was damals manche "Sweden's most exciting Rock'n'Roll Machine" nennen, den Union Carbride Productions.
Die Bandmitglieder gingen nach der Trennung eigene Wege, doch schon 1994 fanden sich oben Genannte in Göteborg wieder zusammen. Die Band ist vollständig, als die zwei Gründer Björn Olsson, den Matthias Bärjed 1997 an der Gitarre ersetzte, Kalle Gustafsson (Bass), Fredrik Sandsten (Schlagzeug) und Martin Hederos (Keyboards) ins Boot nahmen. Als The Soundtrack Of Our Lives sind die Vorbilder beim nun nicht mehr die Stooges, sondern Ennio Morricones Western-Soundtracks.
Der Siebener gibt ein durchaus ulkiges Bild ab: Ebbot kommt gerne mit langem Bart und in Kaftan gekleidet auf die Bühne, sieht aus wie ein Mönch, der zum Punk konvertierte. Manchmal könnte man ihn allerdings auch eher für einen gut genährten Wikinger halten. Ian Person ist eigentlich Skate-Punk.
Matthias Bärjed war mal Frontmann einer Band mit dem schnuckeligen Namen Nymphet Noodlers. Auf der Bühne wird er "der Elch" genannt. Hederos ist der musikalisch am besten Ausgebildetste der Band. Er händelt die Streicher-Arrangements und ähnliche Aufgaben. Das angeblich schönste Mitglied der Band hat nebenbei noch das Projekt Hederos und Hellberg am Start, das schon als Support für Ryan Adams durch Europa tourte.
Basser Kalle Gustafsson ist nebenbei auch als Produzent unterwegs. Und Drummer Frederik soll auf der Bühne einem Keith Moon-Double nahe kommen. Eine illustere Ansammlung von Menschen, die auch interessante Songs zu bieten haben.
Ihrem Ruf als außergewöhnliche Band werden die Schweden auch mit den Folgeproduktionen nach Behind The Music" mehr als gerecht. "Origin Vol. 1", "A Present From The Past" und "Communion" treten eindrucksvoll den Beweis an, ehe die Combo im Jahr 2010 mit "Golden Greats No1" erstmals zum kollektiven Hit-Rundumschlag ausholt.
Mit der Best Of im Gepäck geht es auf große Tour, bevor sich die Band zum Ende des Jahres 2011 wieder ins Studio begibt, um neues Material zu entwerfen. "Throw It To The Universe" erscheint im April 2012.
Throw It To The Universe (2012)
Golden Greats No 1 (2010)
Extended Revelation (1999), Welcome to the Infant Freebase (1998)
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