Porträt

laut.de-Biographie

The Soundtrack Of Our Lives

Um die Jahrtausendwende liest man allerorten, The Soundtrack Of Our Lives seien mit den Hives befreundet. Ob Promo-Hype-Trick oder nicht: Beide schwedischen Rock-Bands profitieren von den Schlagzeilen.

Vorchecking: Christina Stürmer, Eko Fresh
Vorchecking Christina Stürmer, Eko Fresh
Außerdem ab Freitag erhältlich: Drangsal, Asap Ferg, Ebbot Lundberg, The 69 Eyes, Drake, Dälek, Blixa Bargeld, Karies, Rufus Wainwright etc.
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Spätestens mit ihrem dritten Album "Behind The Music" gehen TSOOL 2001 weit in Richtung Pop der britischen Klangart. Was dann die musikalische Vergangenheit eines Teils der Mitglieder doch etwas erstaunlich aussehen lässt: Bis 1993 spielen Sänger Ebbot Lundberg und die Gitarristen Björn Olsson und Ian Person in "Sweden's most exciting Rock'n'Roll Machine" Union Carbride Productions, wie es damals hieß.

Die Bandmitglieder gehen nach der Trennung eigene Wege, doch schon 1994 finden sich oben Genannte in Göteborg wieder zusammen. Die Band ist vollständig, als die Gründer Björn Olsson, den Matthias Bärjed 1997 an der Gitarre ersetzt, Kalle Gustafsson (Bass), Fredrik Sandsten (Schlagzeug) und Martin Hederos (Keyboards) ins Boot nehmen. Als The Soundtrack Of Our Lives erweitert man die Vorbilder aus den 60er Jahren (u.a. Stooges) um Ennio Morricones Western-Soundtracks.

Der Siebener gibt ein durchaus ulkiges Bild ab: Ebbot kommt gerne mit langem Bart und in Kaftan gekleidet auf die Bühne, sieht aus wie ein Mönch, der zum Punk konvertierte. Manchmal könnte man ihn allerdings auch eher für einen gut genährten Wikinger halten. Ian Person ist eigentlich ein Skate-Punk. Matthias Bärjed war mal Frontmann einer Band mit dem schnuckeligen Namen Nymphet Noodlers. Auf der Bühne wird er "der Elch" genannt. Hederos ist der musikalisch am besten Ausgebildetste der Band und kkümmert sich um Streicher-Arrangements und ähnliche Aufgaben.

The Soundtrack Of Our Lives - Golden Greats No. 1
The Soundtrack Of Our Lives Golden Greats No. 1
In dieser musikalischen Zeitmaschine fahren die Sinne Achterbahn.
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Basser Kalle Gustafsson ist nebenbei auch als Produzent unterwegs. Und Drummer Frederik soll auf der Bühne einem Keith Moon-Double nahe kommen. Eine illustere Ansammlung von Menschen, die auch interessante Songs zu bieten haben. Ihrem Ruf als außergewöhnliche Band werden die Schweden auch mit den Alben nach "Behind The Music" mehr als gerecht. "Origin Vol. 1", "A Present From The Past" und "Communion" treten eindrucksvoll den Beweis an, ehe die Combo im Jahr 2010 mit "Golden Greats No. 1" zum kollektiven Hit-Rundumschlag ausholt.

Eher überraschend vernimmt man 2012 die Kunde der Bandauflösung, die still und heimlich beschlossen wurde. Glücklicherweise aber im Aufnahmestudio, denn mit "Throw It To The Universe" kredenzen die sechs Rockbarden ihren Fans noch einmal eine wundervolle Abschiedsvorstellung. Sänger Lundberg sieht man bald wieder auf der Bühne mit neuer Band The Indigo Children.

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