Porträt

laut.de-Biographie

Spektrum

Spektrum, eine exzellente britische Live-Band mit internationalem Hintergrund. So hat Lola Olafisoye (Gesang) nigerianische Wurzeln und Gabriel Olegavich (Keyboards, Gesang) ist russischer Herkunft. Isaac Tucker (Schlagzeug)und Teia Williams (Bass) stammen dagegen aus Neuseeland.

Lola Olafisoye kommt im Norden von London zur Welt und verlässt schon im jungen Alter das Elternhaus. Später geht sie in Clubs und wird Tänzerin in Acid Jazz-Läden wie dem Bluenote. Schließlich nimmt sie Gesangsunterricht und entwickelt nach und nach einen eigenen, kraftvollen Stil, während ihre Texte von politischen sowie spirituellen Themen handeln.

Gabriel Olegavich wächst im Südosten Londons auf. Bereits mit zehn Jahren beginnt er an eigenen Musikstücken zu arbeiten und spielt in verschiedenen Bands. Später studiert er Elektroakustik an der Universität. Mit der Zeit wächst sein Interesse an zeitgenössischer Musik und am Manipulieren von Sounds. Im Studio produziert er Hip Hop, Garage und Grime, seinen Vetter Caspa Codina ebenso wie den Female-MC Lady Souvereign. Darüber hinaus arbeitet Olegavich mit Dani Siciliano und Mis-Teeq zusammen und fertigt Remixe für !!!, Liquide oder Monroe an.

Der gebürtige Maori Teia Williams verbringt seine Kindheit und Jugend in einer ländlichen Gegend auf der Nordinsel Neuseelands. Er lernt Bass zu spielen und übt sich in Country-Musik. Später zieht er nach Auckland, knüpft dort Kontakt mit der Rock- und Grungeszene und tritt der Band Delta bei. In London bildet er mit Isaac Tucker eine Rhythmussektion, die mit Box Saga und Ed Lalique zusammen spielen.

Tucker wird in einer neuseeländischen Hippie-Kommune aufgezogen. Früh beginnt er mit Schlaginstrumenten zu jammen, gemeinsam mit seinem Vater und Freunden. Nach dem Schulabschluss spielt Tucker professionell in verschiedenen Formationen, Orchestern, Punkbands, studiert afrikanische und brasilianische Perkussion und wirkt bei mehr als 17 Alben mit. Obendrein gilt er als einer der Protagonisten der neuseeländischen Tanzmusikszene.

Verschiedene Lebensläufe und Kulturkreise also, die in der britischen Hauptstadt dennoch einen gemeinsamen Nenner finden: Spektrum. Die Bandgründer Olegavich und Olafisoye entscheiden sich im Jahr 1999, gemeinsam Musik zu schreiben und aufzunehmen. Schließlich treten die beiden auch live in diversen Londoner Etablissements auf, mit Unterstützung von angeheuerten Musikern, sozusagen als Übergangslösung für die (noch) nicht existente Spektrum-Rhythmussektion.

2001 lernen sie Teia Williams kennen. Zusammen mit dem Kumpel/Landsmann Isaac Tucker vervollständigt er das Spektrum-Line Up. Sie spielen viel und verfeinern ihren musikalischen Stil, eine rockende Mischung aus elektronischem Funk und R'n'B, befeuert von einer gehörigen Punk-Attitüde.

2001 erscheint auf dem eigenen Label Spektrum in geringer Stückzahl die Debütsingle "Breaker", die Gilles Peterson in seiner Worldwide Radioshow spielt. Mit der zweiten Single "Freakbox" von 2002 ziehen Spektrum ein noch größeres Maß an Aufmerksamkeit auf sich. Die Scheibe findet auch bei DJs wie Andrew Weatherall, Herbert oder Tiga großen Anklang.

Sie kommt sogar bei einem Richie Hawtin-Gig im New Yorker Central Park zum Einsatz. Und in Frankfurt geht angeblich die Hälfte der 400 von "Freakbox" gepressten Einheiten über den Ladentisch. So bekommt wohl auch Heiko Schäfer, Verantwortlicher bei Playhouse Records, die Single in die Hände. Davon angetan, leitet er 2003 für Playhouse eine Wiederveröffentlichung von "Freakbox" in die Wege. In Form eines zweifachen Pakets aus Remixen von Alter Ego, Losoul, Ricardo Villalobos und Richie Hawtin mausert sich "Freakbox" zu einem weltweiten Clubhit.

Einen weiteren großen Erfolg feiern Spektrum mit "Kinda New", wohl vor allem dank der Remixversion der Gebrüder Tiefschwarz. Bei Playhouse erscheint 2004 auch das Spektrum-Debütalbum "Enter The Spektrum", bei dem ihr über den Tellerrand schauender Sound voll zur Geltung kommt. Wie auch auf ihren energetischen Liveshows, die der geneigte Funk-Connaiseur sich keinesfalls entgehen lassen sollte.

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