Porträt

laut.de-Biographie

Sam Kininger

Sam Kininger ist ein Alt-Saxophonist aus Boston, der sich dem Funk hingibt. Im Herbst 2005 kommt in Deutschland das Debütalbum seiner Band heraus, in der er gleich mit gestochen scharfen Funkgrooves und akkuraten Soli zu überzeugen wei?. Kininger ist kein Neuling in der Funkszene, sondern mach sich schon zu Beginn der 2000er mit den Bands Lettuce und Soulive einen Namen machen.

Doch bevor sich der Saxophonist anschickt das Erbe von Maceo Parker anzutreten, macht er seine Hausaufgaben. Er studiert and der berühmten Berklee School Of Music. Dort lernt er Eric Krazno, Adam Deitch, Erick Coomes, Jeff Bhasker und Ryan Zoidis kennen, mit denen er 1992 die Funkband Lettuce gründet. Stilistisch bewegt sie sich zwischen der Musik von Herbie Hancock und The Meters. Parallel dazu spielt er bei Kendrick Oliver and The New Life Orchestra Count Basie Swing-Style der alten Schule.

Mitte der Dekade wendet er sich noch mehr dem Funk und Hip Hop zu. Er spielt in der Band Fatbag, die bei Parliament/Funkadelic Vorgruppe ist und bei dem Label Interscope, die solche Größen wie Eminem und 50 Cent unter Vertag hat, eine Scheibe veröffentlicht. Nächste Station ist ab 1996 die Hip Hop-Combo The Formular, die im Vorprogramm von LL Cool J und Busta Rhymes auftritt. Ab 1999 folgt die Band The Squad, die mehr den Rock im Funk bevorzugt. Zu Beginn des neuen Jahrtausends steigt er noch bei Soulive ein. Dies stellt bis dahin sein erfolgreichstes musikalisches Wirken dar.

In der Souljazz-Combo, die auch eine Spur Hip Hop enthält, spielt auch sein Kollege Eric Krazno von Letucce. Der Erfolg stellt sich nicht nur im eigenen Land, sondern auch in Übersee ein. So findet zum Beispiel eine Tour in Japan statt. Dazu kommt die Anerkennung von Musikerkollegen. Jon Scofield und Fred Wesley wirken auf der ein oder anderen Scheibe mit. Wobei letzterer auch ein Gastspiel bei Lettuce hat.

Während all der Jahre arbeitet Kininger seinen musikalischen Stil am Saxophon heraus. Er ist zum einen durch die alten Meister wie John Coltrane oder Cannonball Adderley, zum anderen von Kenny Garrett oder Branford Marsalis beeinflusst. Doch vor allem erinnert sein Stil an Maceo Parker. Nur bleibt die Schärfe und Prägnanz, wie sie bei dem früheren Bandleader von James Brown vorhanden ist, nicht immer bestehen. Kininger spielt teils weicher und fließender.

2003 entschließt sich der Saxophonist seine eigene Band zu gründen. Wieder sind alte Kollegen mit am Start. Erik Krazno, Neal Evans, Adam Deitch und Adam Smirnoff wirken mit. Auch Fred Wesley gibt ein Gastspiel. Im September des selben Jahres erscheint das Debütalbum in den USA. Im Herbst 2005 wird es in Deutschland veröffentlicht. Es enthält kraftvolle, groovige Funkstücke und einige sanftere Nummern, die Platz zum verschnaufen lassen.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare