Porträt

laut.de-Biographie

Robert Babicz

Allein die Zahl der Pseudonyme ist beeindruckend. Seit Beginn seiner Produzententätigkeit hat Robert Babicz u.a. als Rob Acid, Dicabor, Sontec, Atlon Inc., Department Of Dance, Acid Warrior, Pumpgun Pro, Colone, Origin, Tannenhof, Twirl und Church Window veröffentlicht. Die Liste seiner Releases ist noch um einiges länger als die der Pseudonyme. Babicz hat alle wichtigen Technoevents bespielt - von der Love Parade über die Mayday bis hin zu zahlreichen Festivals weltweit.

Robert Babicz - A Cheerful Temper Aktuelles Album
Robert Babicz A Cheerful Temper
Die freundliche Seite des Rob Acid.

Den Weg zur elektronischen Musik findet der Bastler und Tüftler über Umwege. Als Computernerd taucht er zu Beginn gerne in das Innenleben seines Commodores ab. Irgendwann entdeckt er die klanglichen Möglichkeiten, die in ihm schlummern. Und das genau zur richtigen Zeit, um in den frühen 90ern mit ersten Produktionen am Start zu sein. Die erste Maxi erscheint auf Labworks, einem der damals populärsten Acid-Labels.

Das Equipement leiht sich Babicz anfangs zum Teil von Oliver Bondzio, eine Hälfte des Harthouse-Acts Hardfloor. Die ersten Tracks auf Labworks und Junkfood wie beispielsweise "Blick Ins Nichts" sind derart erfolgreich, dass Babicz schon bald von Sven Väth in dessen Club Omen nach Frankfurt eingeladen wird. Acid Warrior ist das dem Zeitgeist entsprechende, dazugehörige Pseudonym in den frühen Rave-Tagen.

Babicz, der am 5. Januar 1973 in Polen geboren wird, zieht sich jedoch nicht nur die Acid-Techno-Hose an. Er produziert zugleich ruhige Ambient-Tracks und probiert sich in abstraktem Sounddesign aus - stets getrieben von der Suche nach dem perfekten Klang. Mit Mate Galic verbindet ihn seit Mitte der 90er Jahre eine enge Freundschaft. Gemeinsam gründen sie das Label Taktik, auf dem ihre Releases erscheinen.

Mit dem Ende der Rave-Zeit wendet sich Babicz immer mehr dem Minimal zu. Produktionen erscheinen nun u.a. bei Ellen Alliens Bpitch Control und dem Münchner Imprint Disko B heraus. Punkt Musik, DJ Rushs Knee Deep, Treibstoff, Connaisseur, Systematic, Mille Plateaux und Force Inc haben ebenfalls Babicz-Releases in ihrem Backkatalog. Privat kann sich der vielbeschäftigte DJ, Produzent und Software-Programmierer 2000 über die Geburt seiner Tochter freuen.

Über die Jahre arbeitet er zudem stetig an der Weiterentwicklung seines Live-Acts. Eine größtmögliche Freiheit im Live-Mix ist das erklärte Ziel. Dabei schreckt Babicz auch nicht davor zurück, ungewöhnliche Wege zu gehen und kombiniert seine Sets mit Live-Musikern. Regelmäßig finden sich seine Tracks in den Cases aller wichtigen DJs weltweit. Längst ist der Mann das, was man eine Techno-Instituion nennt. Vor allem für das Rave- und Acid-Fieber Anfang der 90er hat viel geleistet.

Alben

  • Robert Babicz

    Umfangreich: mit Blog, Promo-Mix und tausend Infos.

    http://www.robertbabicz.de/
  • MySpace

    Rob Acid auf MySpace

    http://www.myspace.com/robertbabicz

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