Porträt

laut.de-Biographie

Rebekka Bakken

"Rebekka ist eine ungewöhnliche Künstlerin", schwärmt Wolfgang Muthspiel. Der Tages-Anzeiger formuliert es zielbewusster und aussagekräftiger: "Sie hat eine schöne, außergewöhnlich reine, modulationsfähige Stimme, die man schnell zu kennen glaubt und die dann doch immer wieder andere, neue Facetten zeigt: wenn sie plötzlich warm wird, wenn die jungmädchenhafte Naivität sich als doppelter Boden erweist, wenn sie schnell einmal ein bisschen wie eine Rockröhre loslegt."

Rebekka Bakken - Little Drop Of Poison
Rebekka Bakken Little Drop Of Poison
Stakst durch die Tom Waits-Originale wie eine angeschickerte Bar-Dame.
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Rebekka Bakken erblickt das Licht der Welt im norwegischen Lier (Nahe Oslo) des Jahres 1970. Als Kind versucht sie sich zunächst an Violine und Klavier, bevor sie sich im Teenageralter dem Gesang verpflichtet. Rebekka singt - wie nicht anders zu erwarten - in lokalen Bands und entwickelt ihren Ausdruck bei verschiedenen R'n'B-, Funk- und Rockprojekten. Mehr und mehr entdeckt sie auch die leisen Melodien und sammelt erste Erfahrungen in der Singer/Songwriter-Szene. Zu ihren Vorbildern erklärt sie Johnny Cash, Miles Davis, Bob Dylan und Prince.

1995 wagt Rebekka den Schritt über den großen Teich. "Was für ein Schock war es, als niemand anrief, um mich zum Star zu machen", meint sie heute ironisch. Also gründet sie ihre eigene Band, um in zahllosen Gigs die Mentalität der neuen Welt kennen und verstehen zu lernen.

Während dieser Zeit trifft sie auch auf Wolfgang Muthspiel, den österreichischen Jazz-Emigranten. Zusammen veröffentlichen sie 2001 das Album "Daily Mirror", das wohlwollendes Echo in der Szene hervorruft. 2002 erscheint der Nachfolger "Beloved" und überzeugt abermals die kritischen Ohren der Jazz-Rezensenten.

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Rebekka Bakken "Ich sehe mich nicht als Jazzerin"
Über Morgenstunden, die Bedeutung von Skandinavien und Duette.

Dann trennen sich musikalisch ihre Wege, obwohl beide ihre Zelte in Amerika abbrechen und in Wien wieder aufstellen. Die nächste Station für Bakken ist das bei ACT unter Vertrag stehende Julia Hülsmann Trio. Anfang 2003 erscheint das vielbeachtete Kollabo-Album "Scattering Poems".

Kurze Zeit darauf geht Rebekka in "Bugge's Room", das Studio ihres Landsmannes Bugge Wesseltoft, um an ihrem eigenen Debütalbum zu arbeiten. Gemeinsam mit hochkarätigen Musikern der europäischen Jazz-Szene spielt sie "The Art Of How To Fall" ein und erntet dafür gleich ganze Lorbeerfelder. Neben "das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat" und "bis unter die Haarspitzen eine erotische Frau" (FAZ), interessiert sich das Jazzthing-Magazin mehr für ihre Musik und titelt: "Klare, wunderschön gesungene Melodien und eindeutig zweideutige Texte zu herrlich losgelöstem Future-Jazz-Folk."

2005 erscheint das Nachfolgewerk "Is That You?", mit dem sie dem Jazz Adieu sagt und ihre Singer/Songwriter-Qualitäten neu auslotet. "Ich glaube zwar nicht, dass es ein Pop-Album ist, aber ich habe mit Sicherheit den Jazz verlassen", kommentiert sie "Is That You?". Neben Norah Jones, Silje Nergaard, Viktoria Tolstoy, Susi Hyldgaard, Diana Krall u.v.a. etabliert sie sich damit in der Sparte New Adult Contemporary.

Diese Position festigt die Wahl-Wienerin mit ihren Alben "I Keep My Cool" (2006), "Morning Hours" (2009) und "September" (2011). Für "Morning Hours" holt sich die bis dahin immer noch als Geheimtipp gehandelte Bakken übrigens Craig Street ins Boot. Der amerikanische Produzent, der sich u.a. mit den Alben von Norah Jones, K.D. Lang, Holly Cole, Lizz Wright, Cassandra Wilson, John Legend seine Produzentenfinger vergolden lässt, soll diesen Status ändern! Ebenfalls mit von der Partie: Der laut New York Times mit einem "vielgestaltigen, ominösen, kruden, dornigen und durchtriebenen" Rock'n'Roll-Verständnis ausgestattete Marc Ribot. Mittlerweile zog sie nach Schweden um.

Gediegenes Singer/Songwritertum verbindet Rebekka Bakken mit vielerlei Anleihen aus dem Pool der US-amerikanischen Musik, wie z. B. Folk und Country. Nicht nur ihre Musik zeigt sich vielschichtig: Ihre drei Oktaven umfassende Stimme fasziniert mit ungewöhnlicher Wandlungs- und Anpassungsfähigkeiten, was jedem Song eine besondere Note verleiht.

Interviews

Alben

Rebekka Bakken - September: Album-Cover
  • Leserwertung: 2 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2011 September

Kritik von Artur Schulz

Mit Alphaville und Springsteen im Gepäck kann die kalte Jahreszeit kommen. (0 Kommentare)

Fotogalerien

"Morning Hours" 2009 will es Rebekka Bakken wissen.

2009 will es Rebekka Bakken wissen., "Morning Hours" | © Universal Music (Fotograf: ) 2009 will es Rebekka Bakken wissen., "Morning Hours" | © Universal Music (Fotograf: ) 2009 will es Rebekka Bakken wissen., "Morning Hours" | © Universal Music (Fotograf: ) 2009 will es Rebekka Bakken wissen., "Morning Hours" | © Universal Music (Fotograf: )

Rebekka Bakken zeigt sich offenherzig. Rebekka Bakken präsentiert ihr neues Album "Is That You?".

Rebekka Bakken präsentiert ihr neues Album "Is That You?"., Rebekka Bakken zeigt sich offenherzig. | © Universal Music (Fotograf: ) Rebekka Bakken präsentiert ihr neues Album "Is That You?"., Rebekka Bakken zeigt sich offenherzig. | © Universal Music (Fotograf: ) Rebekka Bakken präsentiert ihr neues Album "Is That You?"., Rebekka Bakken zeigt sich offenherzig. | © Universal Music (Fotograf: ) Rebekka Bakken präsentiert ihr neues Album "Is That You?"., Rebekka Bakken zeigt sich offenherzig. | © Universal Music (Fotograf: ) Rebekka Bakken präsentiert ihr neues Album "Is That You?"., Rebekka Bakken zeigt sich offenherzig. | © Universal Music (Fotograf: ) Rebekka Bakken präsentiert ihr neues Album "Is That You?"., Rebekka Bakken zeigt sich offenherzig. | © Universal Music (Fotograf: )

Live 2004 "Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat ..."

"Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat ...", Live 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Kai Kopp) "Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat ...", Live 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Kai Kopp) "Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat ...", Live 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Kai Kopp) "Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat ...", Live 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Kai Kopp) "Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat ...", Live 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Kai Kopp) "Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat ...", Live 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Kai Kopp) "Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat ...", Live 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Kai Kopp) "Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat ...", Live 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Kai Kopp) "Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat ...", Live 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Kai Kopp) "Das Sinnlichste, was weiblicher Jazz zu bieten hat ...", Live 2004 | © LAUT AG (Fotograf: Kai Kopp)
  • Rebekka Bakken

    Hier wohnt sie.

    http://www.rebekkabakken.com
  • Interview

    Rebekka Bakken im Interview zu "Is That You?".

    http://www.nordische-musik.de/artikel/bakken.php?PHPSESSID=9ea145a20fc2b8d5beb47e1c3f6808b2
  • Konzertagentur

    Basic-Infos.

    http://bremme-hohensee.de/kuenstler/rebekka-bakken.html

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