Porträt

laut.de-Biographie

PyroMerz

"Fyah burn!" Mit dieser in Reggae-Gefilden gerne und oft strapazierten Aufforderung gerät man bei PyroMerz definitiv an die richtige Adresse. Der nämlich beherrscht nicht nur die Flammen, die aus Musik und Texten lodern. Bei ihm bekommt man es mit einem leibhaftigen Feuerwerker zu tun, der nebenbei jedoch auch noch ganz andere Talente pflegt.

In Marco Merz schlummern mannigfaltige Fähigkeiten, die je nach Bedarf einzeln oder im Paket wachgerufen werden. Erste musikalische Gehversuche unternimmt der Hamburger Jung 1993 mit zwei Kollegen und alternden Punk-Rockern. Die Band hat sich eine Mixtur aus Ragga und eben Punk auf die Fahnen geschrieben - ein explosives Gemisch.

Flächenbrände entfachen sie dennoch nicht: Auf Pyromerzens Homepage steht später zu lesen: Weder Auftritte noch fertige Songs seien aus der Zusammenarbeit hervorgegangen, lediglich "gejamtes Schraddelzeugs". Der Altersunterschied und differierende Auffassungen bezüglich Art und Mengen der zu konsumierenden Drogen bedeuten nach acht Monaten das Ende des gemeinsamen Projekts.

Herr Merz bestreitet die folgende Zeit mit unterschiedlichsten Aktivitäten. Unter verschiedenen Pseudonymen legt er Platten auf, organisiert Konzerte und Touren und arbeitet im Booking-Bereich. Etwa ab 1997 wendet er sich seiner loderndsten Leidenschaft zu: der Pyrotechnik. Von Feuerwerk, Jonglage und Messerwerferei kündet der neue Alias: PyroMerz.

Ein Jahr später formiert sich rund um PyroMerz allerdings ein neues musikalisches Kollektiv: Mit den Mitstreitern TC, Sir-O, Sourice und Mark Boombastic gründet er Belly Culture. Deren Feuer bleibt in der Szene nicht lange ein Geheimtipp: Wenig später steht PyroMerz bereits mit Mellow Mark auf der Bühne, mit dem er gemeinsame Songs aufnimmt. Ausgedehnte Touren, auch zusammen mit der Saïan Supa Crew und Gentleman, führen ihn 2002 quer durch Europa und weiter bis nach Russland und auf Kuba.

Ein Jahr darauf stolpert PyroMerz über Scratch Dee. Aus der Begegnung soll eine über Jahre währende Zusammenarbeit erwachsen. Als erstes greifbares Lebenszeichen veröffentlichen die beiden 2004 die acht Tracks starke EP "Schlafende Kämpfer".

Die Beats stammen unter anderem von Kraans de Lutin und eben von Scratch Dee. Mellow Mark revanchiert sich mit seinem Beitrag zu "Dein Wort" für voran gegangene Gastauftritte Pyros. Ebenfalls vertreten: die Easy Schore Band, die (später unter dem Namen Ruff Cats) häufig Pyro, Mellow Mark oder Martin Jondo bei Live-Auftritten den Rücken frei hält.

Für beide Kollegen kümmert sich PyroMerz neben Feuerwerk, -spucken und schlucken, Messerwerfen, DJing und eigenen Auftritten um Tourmanagement und Booking. Um seine eigenen Werke unters Volk zu bringen, gründet er unter tatkräftiger Mithilfe Scratch Dees das Label Rucksack Records, das später seinen Namen in Pyromusic ändert.

Hier erscheint dann auch, auf eigene Rechnung und auf eigene Verantwortung, das erste Album in voller Länge: Ab Sommer 2007 steht "Pyro" in den Läden. Mit von der Partie sind wieder die üblichen Verdächtigen: PyroMerz bestreitet je einen Song mit Mellow Mark und Martin Jondo, die Ruff Cats dürfen selbstredend auch nicht fehlen.

Wie sich das in Reggae-Kreisen gehört, erfolgen die Auskopplungen von "Traum" und "Nonstop" formvollendet: auf schickem 7"-Vinyl. Zusammen mit Mellow Mark, Natty Flo und House of Riddim steht PyroMerz beim Chiemsee Reggae Summer auf der Bühne. Anschließend vertauscht Pyro das ganz große mit einem übersichtlichen Publikum, packt den Rucksack und begibt sich auf eine spontane Straßentour.

2008 brennt das Feuer munter weiter: Für Mai versprechen PyroMerz, Mellow Mark und Scratch Dee eine gemeinsame Single. Deren Titel ist Programm: "Yeah Yeah Yeah"!

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