Porträt

laut.de-Biographie

Phil Kieran

Elektronische Musik aus Irland steht traditionell immer etwas im Schatten dessen, was auf der großen Nachbarinsel passiert. Dennoch schaffen es immer wieder Produzenten von dort, sich international Gehör zu verschaffen. Namen wie John Daly, Donnacha Costello und Brendan Gregoriy alias Chymera prägen mit ihren Releases die Wahrnehmung von Irland, wenn es um elektronische Clubmusik geht. Einer, den man dieser Gruppe ebenfalls zurechnen darf, ist der in der irischen Stadt Belfast beheimatete Produzent und Discjockey Phil Kieran.

Mitte der 90er Jahre als Clubgänger häufig nächtelang unterwegs, entwickelt sich aus der Ausgehleidenschaft schnell eine Vorliebe für elektronische Musik. Zu seinen prägenden Eindrücken aus dieser Zeit zählt der Green Velvet-Track "Preacher Man". "Ich erinnere mich noch sehr genau an David Holmes, der das Stück immer am Anfang seiner Sets gespielt hat. Das gibt es wirklich ganz selten, dass man ein Stück zum ersten Mal im Club hört und es dich total überwältigt", erinnert sich Phil Kieran in einem Interview an den unauslöschlichen Eindruck des Green Velvet Tracks.

Jahre später sitzen die beiden zusammen im Studio und arbeiten gemeinsam an Tracks. Die ersten Ergebnisse der Kollaboration erscheinen 2011 auf dem kurz zuvor von Kieran gegründeten eigenen Label Phil Kieran Recordings. Der Start in die Produzentenkarriere findet rund zehn Jahre zuvor im Jahr 2000 statt mit der Maxi "Vital 1". Danach geht es Schlag auf Schlag. Unermüdlich veröffentlicht der Ire neue Maxis, landet schon bald auf Slams Soma Quality Recordings Label und arbeitet nur kurz darauf mit Funk D'Void im Studio zusammen.

In den folgenden Jahren festigt er seinen Ruf mit Veröffentlichungen auf Sven Väths Cocoon Label, DJ Hells International Deejay Gigolos und Speedy Js Electric Deluxe. Bei Cocoon erscheint 2009 auch sein Debütalbum mit dem Titel "Shh". Gleichzeitig ist Kieran unter einer Reihe von Pseudonymen aktiv: Zusammen mit Martin Corrigan veröffentlicht er als Alloy Mental, unter dem Alias Le Carousel veröffentlicht er 2013 das gleichnamige Album.

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