Porträt

laut.de-Biographie

Donnacha Costello

2004 ist das Jahr, in dem der irische Technoproduzent Donnacha Costello den Durchbruch auf internationalem Parket feiert. Im Verlauf dieses Jahres veröffentlicht er alle zehn Maxis seiner "Color-Series". Angelehnt an Wolfgang Voigts Studio 1-Serie aus dem Jahr 1996, stellt Costella jeder Maxi eine bestimmte Farbe an die Seite: Blue, Grape, Green, Mustard, Olive, Opal, Orange, Pistachio, Rubine Red und Cocoa.

Die klare und sofort wiedererkennbare Farbgebung auf dem Cover findet ihr Gegenstück in eben solchen Sounds. Anklänge an frühe Warp-Acts wie LFO und Nightmares On Wax sind genauso zu hören, wie Einflüsse von Minimalismus-Pionier Plastikman. Zusammengehalten wird die Soundästhetik der "Color-Series" durch den warmen Klang analogen Equipements. "I said, I'll have a few synthezisers, I'll make a bassline melody, I'll throw some beats on it, and just make it really from machines", so Costello in einem Interview.

Zum Zeitpunkt des internationalen Erfolgs hat Donnacha Costello bereits eine beachtliche Musikerkarriere hinter sich. 1989 beginnt er erste eigene Stücke zu basteln. Eine Leidenschaft, der er auch während seines Philosophiestudiums in seiner Heimatstadt Dublin treu bleibt. Dort kommt er mit den Ideen von Steve Reich, John Cage und Karlheinz Stockhausen in Berührung, was sein Interesse an minimalistischer elektronischer Musik weiter verstärkt.

Nach zwei Releases 1997 gründet Costello 1999 sein eigenes Label Minimise. Die ersten Veröffentlichungen machen das Frankfurter Label Force Inc. auf den Newcomer aufmerksam. Dort erscheint 2000 sein Debütalbum "Growing Up In Public" sowie im Jahr darauf der Nachfolger "Together Is The New Alone". Beide sind deutlich Ambient mit einzelnen Ausflügen in Richtung Techno. Nach diesem erfolgreichen Beginn zieht sich Costello aus Frustration über die Entwicklung elektronischer Musik zunächst zurück.

Zwei Jahre hört man nichts von ihm, bis er mit der Color-Series sein Opus Magnum veröffentlicht. Mit den danach folgenden Releases dockt der Ire wieder stärker an die aktuellen Strömungen elektronischer Clubmusik an. 2007 legt er die "Color-Series" teilweise neu auf, nun im CD-Format.

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