Porträt

laut.de-Biographie

Peter Grummich

Die Musik liegt bei Familie Grumich wohl in den Genen. Der Vater ist DJ und legt Soul bzw. Funk auf die Plattenteller. Kein Wunder, dass das den kleinen Peter mächtig beeindruckt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich der Filius mit seiner Arbeit an den Turntables ebenfalls einen guten Ruf erworben hat. Zudem gehört er dank Releases auf Sender, Shitkatapult und einer ganzen Reihe weiterer Labels zum festen Kern der Berliner Techno-Szene.

Unmittelbar in der Nähe von Dorchheim wohnhaft, wo das Label ZYX Mitte der 80er beheimatet ist, entwickelt Peter schon früh eine Leidenschaft für Italo Disco. Auch Depeche Mode und Michael Jackson stehen bei ihm hoch im Kurs. Die üblichen Stationen eines jeden Musikverrückten folgen: bei Schulparties auflegen, mehr Platten kaufen, erste vorsichtige Clubgigs, mehr Platten kaufen, Parties organisieren, mehr Platten kaufen ...

Ende der 80er kommt mit Bands wie Skinny Puppy, Klinik und Nitzer Ebb EBM zum musikalischen Kanon hinzu, gefolgt von den ersten House-Tracks aus Chicago und Acid-Stücken. Nachdem auch noch Sonic Youth, De La Soul, Happy Mondays, Underground Resistance, Bob Marley und Aphex Twin den Musiknerd Grummich faszinieren, ist ein Beruf in der Musikbranche die logische Konsequenz. Daneben entstehen erste eigene Produktionen.

Minimalismus ist das Gebot der Stunde sowohl an den Turntables als auch im Studio. DJ-Gigs, eigene Tracks, die Arbeit als A&R für das Label Braintist halten Grummich bis zu seinem Umzug nach Berlin 2001 auf Trab. Dort veröffentlicht er auf Benno Blomes Sender-Label und wird schnell zum Aushängeschild des geschätzten Minimal-Imprints. Platten auf Kompakt, Auftrieb und Spectral mehren den Ruhm.

Nach zahlreichen Releases und Remixen erscheint 2005 Grummichs Debütalbum "Switch Off The Soap Opera" auf dem T.Raumschmiere-Label Shitkatapult. Seine Vorliebe für reduzierte Sounds verbindet sich mit einem funkigen Drive, der beinahe alle Tracks des Albums auch für die Tanzfläche empfiehlt.

Alben

Peter Grummich - Dirty Floor: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2005 Dirty Floor

Kritik von Daniel Straub

Gute Musik und gute Party: hier kommen sie zusammen. (0 Kommentare)

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