Porträt

laut.de-Biographie

Peter Frampton

Aus dem Nichts gekommen, im Nichts verschwunden und zwischendrin die erfolgreichste Liveplatte aller Zeiten abgeliefert - so die Lebensgeschichte des Engländers Peter Frampton.

1950 in Beckenham geboren, beginnt seine Karriere als Gitarrist in der Schule. In der Mittagspause spielt er gelegentlich mit einem Kameraden namens David Bowie. Frampton macht verschiedene lokale Bands durch, bevor er als Mitglied der Teeniegruppe The Herd seinen ersten Einstieg in die englischen Charts feiert. Die Presse wählt ihn daraufhin zum "Gesicht von 1968".

Der Schritt zur ernsthaften Musik erfolgt ein Jahr später, als er mit dem Small Faces-Sänger Steve Mariott Humble Pie gründet. Ihre erst Single "Natural Born Boogie" (1969) schafft die Nummer fünf der englischen Hitparade. Ein Erfolg, den Alben jedoch nicht wiederholen können. Immerhin reicht es für den Flug über den Ozean und einen Auftritt im New Yorker Shea Stadium neben Grand Funk.

Während sich Humble Pies Abschiedsplatte "Performance - Rockin' The Fillmore" in den US-Charts positioniert, begibt sich Frampton 1971 auf Solopfade. Seine ersten drei Alben führen neben Gastauftritten bei George Harrison oder Harry Nilsson zum 75er "Frampton", das ihn zum ersten Mal unter eigenem Namen in den US-Charts platziert.

Nichts lässt jedoch den Erfolg erahnen, den sein 76er Album "Frampton Comes Alive!" erzielt: Drei Singleauskopplungen ("Baby, I Love Your Way", "Do You Feel Like We Do?" und "Show Me The Way"), die immer noch häufig im Radio zu hören sind, und innerhalb eines Jahres zehn Millionen verkaufte Exemplare. Seitdem sind weitere sechs Millionen dazugekommen.

Es hagelt Auszeichnungen ("Rolling Stone Artist Of The Year 1976"), Preise und auch Geld, da Framptons Konzerte auf Jahre hinweg ausverkauft sind. Sein Erfolg hievt auch noch den Studionachfolger "I'm In You" (1977) und die gleichnamige Single auf die Nummer eins der jeweiligen Charts.

Erste Ermüdungsanzeichen zeigen sich 1978 bei Framptons Auftritt in der Verfilmung des beatleschen "Sgt. Pepper's Lonely Heart Club Band". Streifen und Soundtrack floppen, ein ähnliches Schicksal ereilt sein 1979er Album "Where Should I Be". Anschließend verliert er bei einem Autounfall auf den Bahamas fast sein Leben.

Dass der Titel autobiographische Züge annimmt, zeigen sowohl die Unregelmäßigkeit seiner folgenden Veröffentlichungen als auch die schwindenden Verkaufszahlen. "Der Druck, den der Erfolg von 'Frampton Comes Alive!' ausübte, brachte mich zum Gedanken, 'was sollte ich nun denn schreiben?'", analysiert Frampton 2003 sich selbst auf seiner Homepage. "Kein Künstler sollte sich darüber Gedanken machen, was andere von ihm wollen. Es muss von dir selbst kommen. Ich machte mir darüber Gedanken, was ich tun sollte, anstatt es einfach geschehen zu lassen. Das war ein Fehler."

So ist er ganz glücklich, als ihn sein alter Kumpel David Bowie 1987 anruft, um ihn an den Aufnahmen zu "Never Let Me Down" zu beteiligen. Anschließend nimmt Frampton als Gitarrist an Bowies "Glass Spider World Tour" teil.

Zusammenarbeiten bestimmen neben zwei Alben ("Relativity" 1994 und "Frampton Comes Alive II" 1995) auch seine Aktivität der 90er Jahre, in denen er für Bill Wyman und in Ringo Starrs All Starr Band spielt. Die Erinnerung an sein legendäres Livealbum reicht aus, um auch unter eigenem Namen erfolgreiche US-Touren zu absolvieren. Nebenbei stellt er Effektgeräte her, die unter Kollegen einen guten Ruf genießen.

2001 taucht er plötzlich als Kandidat bei den Grammy-Nominierungen auf - als Verantwortlicher für den Soundtrack zu "Absolute Beginners". Zwar geht die Auszeichnung an Metallica, aber Frampton scheint genug Zuversicht zu schöpfen, um sich an neuem Material zu probieren. Das Ergebnis "Now" erscheint 2003 und ist nach neun Jahren sein erstes Studioalbum.

Die Presse schlägt Salti. Die renommierte Washington Post meint "Frampton comes alive again", die BBC betitelt das Werk als "durch und durch fehlerlos", wohingegen die Associated Press konstatiert: "Wenn es um packenden, Gitarren getriebenen Rock geht, ist Frampton unübertroffen".

Diese positive Resonanz beflügelt Frampton förmlich. Das 2006 erscheinende "Fingerprints" setzt er unter anderem mit Courtney Pine, den Rolling Stones Charlie Watts und Bill Wyman sowie Pearl Jams Mike Cready und Matt Cameron um. Letztere spielen mit Peter die Coverversion von Soundgardens "Black Hole Sun" ein.

Alben

Peter Frampton - Fingerprints: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2006 Fingerprints

Kritik von Giuliano Benassi

Das 30. Jubiläum seines legendären Livealbums feiert der Gitarrist mit Instrumentals. (0 Kommentare)

Peter Frampton - Now: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2003 Now

Kritik von Giuliano Benassi

Der alte Mann und die Gitarre. (0 Kommentare)

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