Porträt

laut.de-Biographie

OG Maco

Es erscheint fast schon verdächtig, im Jahr 2015 keine eigene Facebook- und Webseitenpräsenz in der Promotionauslage zu haben. Maco Mattox oder OG Maco scheint das auch nach dem Riesen-Raphit "U Guessed It" 2014 und der Nominierung für die XXL Magazine-Newcomerliste 2015 nicht für nötig zu halten. Eine Herkunft aus Atlanta spricht im Hip Hop-Universum eben schon reichlich Bände.

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Haftbefehl und Xatar klagen an. Die Beginner rappen nicht gegen die AfD. Cro kickt, Shindy schimpft, die Simpsons adeln Hip Hop.

Wie bei seinen Genrekollegen, die den Begriffen Trap und Southern Rap in den 2010ern Gehalt geben, stehen Reimskills für OG Maco nicht unbedingt oben auf der Prioritätenliste. Das bekannte Erfolgsrezept besteht aus viel Subbass und zischelnden Snares. In den Zwischenräumen dominiert der leere Raum, lediglich von den aggressiven und verlangsamten Versen des MCs gefüllt.

Die auffälligste Zuschreibung der Presse: Maco klinge wie ein Mystikal in Cloud Rap-Gefilden. "Die Menschen brauchen Helden", wird der unterdessen nicht müde zu betonen. Er teile ein kreatives Level mit Kanye West, Kendrick Lamar und Drake. An Braggadocio fehlt es ihm also keineswegs.

Den folglich sehr genretypischen Singrap-Sound präsentiert der Southern Rapper in Features mit Migos und 2 Chainz. Überraschender erscheinen da musikalische Helden wie Death Cab For Cutie, die Metalcoreler The Devil Wears Prada oder La Roux.

Letztlich unterschreibt OG Maco einen Plattenvertrag beim Migos-Label Quality Control, das ab Mitte 2015 über Motown/Capitol an einen Major angebunden wird. Über diesen Kanal bemüht der Anfangzwanziger sich außerdem, seine Rapposse Originality Gains Greatness zu bewerben.

Magos alternativer Künstlername Mattox zollt übrigens seinem ermordeten Jugendfreund Dale Mattox Tribut. Unter diesem Pseudonym fokussiert der Rapper sich auf die etwas traditionellere Form des Sprechgesangs, während der OG für eine Charakterseite steht, "die fast dafür gesorgt hätte, dass ich 20 Jahre ins Gefängnis gehe".

"Ich bin wirklich dankbar, dass ich rappen kann. Dass ich nicht mehr jeden Tag mit einer Waffe herumlaufe. Ich betrachte mich aber gar nicht primär als Rapper", schiebt OG Maco noch hinterher. "Ich bin ein Rockstar. Ein Künstler."

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