Porträt

laut.de-Biographie

Nervecell

Death Metal ist im Nahen und Mittleren Osten durchaus angesagt. Zwar nicht bei Staat und Regierung, dafür um so mehr im musikalischen Underground. Kein Wunder, schließlich hat man in der Region mit Drachen und Rittern eher weniger am Hut und kann auf Power Metal somit pfeifen.

Wut und Aggression sind hingegen mehr als genug vorhanden, und so gründet auch der Gitarrist Barney Ribeiro in den Vereinigten Arabischen Emiraten, genauer gesagt in Dubai, Nervecell. Die ersten Schritte macht er mit Drummer Hatem und Fronter Brogan Costa.

Doch um auch live spielen zu können, holt er sich Basser Carol und den zweiten Gitarristen Mazen dazu. In dieser Besetzung sind Nervecell 2001 in Abu Dhabi bei einem Battle Of The Bands-Wettbewerb dabei. Sie sahnen den Preis für die beste Performance ab. Barney wird bester Gitarrist.

Danach machen sich Brogan und Carol vom Acker und auch Mazem zieht es in eine andere Richtung. Mit Rajeh 'James' Khazaal stößt wenig später ein Mann zum Line-Up, der sowohl den verwaisten Posten am Bass als auch am Mikro übernimmt. Nachdem Nervecell mit Rami Mustafa einen zweiten Gitarristen gefunden haben, legen sie 2003 wieder kräftig los.

Doch kaum ist der Enthusiasmus neu entfacht, verlässt Drummer Hatem das Land, und ein neuer Schlagzeuger ist nicht so leicht zu finden.

Es bleibt Nervecell nichts anderes übrig, als vorübergehend mit Session-Drummern zu arbeiten, die sie sich bei Threshold Of Pain oder Nephelium ausleihen. Ende 2003 nehmen sie ein Demo auf, machen sich aber direkt im Anschluss an die Produktion ihrer Debüt-EP.

"Human Chaos" erscheint Mitte 2004 und verbreitet den Namen Nervecell weit über die Grenzen von Dubai hinaus. Sogar in Mexiko findet sich einen Vertrieb für die Scheibe.

Der Erfolg führt dazu, dass sie als einheimische Band 2005 auf dem Dubai Desert Rock Festival mit Bands wie Sepultura, Machine Head, Saxon, Within Temptation und The Darkness auf der Bühne stehen. Kurz danach übernimmt Gavin Ward (Ex-Power Quest) die Sticks und fährt auch die anschließende Australien-Tour mit. Als sie zwei Jahre später erneut auf dem Dubai Desert Rock Festival spielen (wo sie mittlerweile zum Inventar gehören), sitzt allerdings Louis Rando hinter den Drums, der sonst bei den australischen Black Metallern The Furor und Mhorgl den Beat angibt.

Auf den Aufnahmen zu "Preaching Venom", die sie Anfang 2008 beginnen, ist allerdings Psycroptics David Haley zu hören. Die Scheibe erscheint im arabischen Raum und Nordafrika bereits im April. Während Nervecell daheim, in Ägypten und Australien bereits einen gewissen Stellenwert besitzen, kommt 2009 Europa dran. Dort sind sie auf Festivals wie Wacken, With Full Force, Rock am Ring/im Park und beim Metalcamp zu sehen.

Außerdem erscheint "Preaching Venom" Ende Oktober über Lifeforce Records auch in unseren Breitengraden. An der Problematik mit dem Drummer ändert sich auch fortan nicht viel, und so greifen sie nach wie vor auf David Haley als Session-Drummer zurück.

Auf dem zwei Jahre später erscheinenden "Psychogenocide" ist er allerdings nicht der einzige Gastmusiker. Auch Karl Sanders von Nile gibt sich auf der Ende April erscheinenden Scheibe die Ehre.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare