Porträt

laut.de-Biographie

Milwaukee Wildmen

Nachdem sie sich zusammen das legendäre Dendermonde Festival reingezogen haben, hängen drei Kerle namens Ralf (Ralph 69), Egbert (Hitman) und John noch in einer Kneipe für ein paar Bier ab. Irgendwann fängt einer davon plötzlich an, zu bestimmen, wer in einer noch zu gründenden Rockabilly/Psychobilly-Band welches Instrument spielen soll.

Bei Hitman steht es kaum zur Diskussion, dass er hinter die Drums kommt, Ralph 69 krallt sich den Kontrabass und John die Gitarre und das Mikro. Obwohl keiner von den Jungs eines der Instrumente jemals aus weniger als fünf Metern Entfernung gesehen hat, sind sie sich einig, dass ihnen Großes bevorsteht. Als Ralph 69 wenige Wochen später tatsächlich mit einem Kontrabass ankommt, gibt es auch für die anderen beiden kein Zurück mehr und die Sache steigt.

Allerdings zunächst unter dem Namen Timberoaks. Als nach ein paar Monaten noch Gitarrist Robert (Spineless) in die Band einsteigt, fangen sie damit an, Songs von Carl Perkins, Johnny Burnett und anderen Rockabilly-Stars nachzuspielen. 1988 beginnen sie mit ihren ersten Live-Auftritten und legen ein Jahr später ein erstes Demotape vor. Nach einiger Zeit treten sie auch schon außerhalb der Grenzen von Holland auf und schreiben mehr und mehr eigenes Material. Als sich allerdings John 1994 vom Acker macht, ist es mit den Timberoaks vorbei.

Die übrigen beschließen, einfach, unter dem neuen Namen Milwaukee Wildmen weiter zu machen. Da sich die musikalischen Vorlieben innerhalb der Band auch in Richtung Metal und Hardcore weiterentwickeln, ist auch der Sound der Band etwas härter und schneller geworden; harter Psychobilly ist inzwischen das Aushängeschild des Trios. 1996 veröffentlichen sie über Tombstone Records endlich ihr Debüt "Hard Times". Für einige Psychobillys ist die Scheibe fast schon zu hart, aber dadurch ergeben sich deutlich mehr Auftrittsmöglichkeiten.

So findet die Scheibe auch außerhalb der Szene ihre Fans. Logisch, dass sie fast zwei Jahre später schon ihr nächstes Album "Death's Deputy" nachlegen. Einmal mehr sprengen sie die engen Grenzen des wahren Psychobillys und spielen sogar auf der Vans Warped Tour mit Bands wie Pennywise, Ice T und Against. Nach zahlreichen weiteren Touren mit The Bones und Konzerte mit The Meteors oder den Nekromantix verschanzen sie sich erneut im Studio, um dort ihren dritten Longplayer "Scars Remain" einzuspielen.

Natürlich zeigen sie sich auch auf diesem Werk immer ein wenig jenseits der Norm, schlagen damit aber in die selber Kerbe wie Bands wie die US Bombs, Mad Sin oder die Heartbreak Engines. 2002 erscheint nicht nur das nächste Studioalbum "Psychosomatic", sondern auch die Best Of-Scheibe "To The Bone". Damit trennen sich die Wege der Milwaukee Wildmen und Tombstone Records. So sehen sich nach einem neuen Label um. Zwischenzeitlich spielen sie noch beim Independent-Film "X And The Wildmen" mit und schreiben auch den Soundtrack. Die folgenden beiden Jahre spielen sie ein paar Gigs in Kalifornien, in Russland und außerdem eine einzelne Reunion-Show als Timberoaks.

Im Herbst 2005 geht es schließlich an die Aufnahmen zu einem neuen Album, für das sie sich wie immer im Studio 195 einschließen. Mit Drunkabilly haben sie ein neues Label gefunden, dass "Strike Back" allerdings erst Anfang November 2006 auf den Markt bringt.

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