Porträt

laut.de-Biographie

Michael Kiske

Weil Helloween-Sänger/Gitarrist Kai Hansen 1986 der Meinung ist, dass er die Doppelbelastung nicht anständig ausfüllen kann, holt er sich bei den eher unbekannten Ill Prophecy deren 18-jährigen Frontmann Michael Kiske in die Band. Der Karriere-Startschuss für das blonde Goldkelchen.

Denn mit den beiden "Keeper Of The Seven Keys"-Scheiben singt der Mann zwei Referenzwerke in Sachen Power-Metal ein. Allerdings beeinflusst er den Stil der Hamburger immer mehr in Richtungen, die mit dem Sound der Anfangstage nicht viel zu tun haben. Nachdem mit "Pink Bubbles Go Ape" und "Chamelion" zwei Alben erschienen, die bei den Fans nicht allzu gut wegkommen, verlässt Michael Ende 1993 die Band.

Bevor er sich aber mit seinem ersten Soloalbum "Instant Clarity" zurückmeldet, ist er eine ganze Zeit lang heißer Kandidat für den vakanten Posten bei Iron Maiden. Den bekommt bekanntermaßen aber Blaze Bayley, während Michael 1996 sein Debüt veröffentlicht. Auf dem greifen ihm diverse alte Bekannte unter die Arme: unter anderem sein alter Helloween-Kumpel und Neu-Gamma Ray-Chef Kai Hansen und auch der ehemalige Iron Maiden-Klampfer Adrian Smith. Anstelle von Liveauftritten folgt alsbald Schriftstellerei. 1998 bringt er sein erstes Buch "Kunst Und Materialismus" auf den Markt.

Seine zweite Scheibe "Readiness To Sacrifice" ist lange Zeit nur als Import aus Japan zu beziehen und fällt wie das Debüt relativ ruhig aus. Erneut steht ihm als Produzent und Gitarrist Charlie Bauerfeind (u.a. Blind Guardian) zur Seite. Weder für Buch noch CD wird viel Werbung gemacht, weshalb die Veröffentlichungen ziemlich untergehen.

Unterdessen sind Kiskes Sinne wieder auf Rock getrimmt. Auf Edguys Tobias Sammets Avantasia-Scheiben "The Metal Opera I+II" singt er, als Sänger für eine neue Band aus Halloween-Abgängern ist er im Gespräch. Roland Grapow und Uli Kusch entscheiden sich zwar letztendlich für Jorn Lande und Masterplan, ein paar Backing Vocals darf Michael aber trotzdem beitragen.

Wenig später gründet er mit dem ehemaligen Helge Schneider-Gitarristen Sandro Giampietro und Jürgen Spiegel (Drums) und Aldo Harms (Bass) die Band SupaRed. Auch zur Metaloper "Aina" trägt er bei. Während "Aina" abgefeiert wird, floppt "Supared" 2003 kommerziell total, denn musikalisch ist das auch keine Glanzleistung, was der Mann hier abliefert. Kein Wunder also, dass sich die Band 2004 schon wieder auflöst.

Dass er es aber immer noch kann, zeigt er 2005 auf "Place Vendome", der Scheibe des gleichnamigen Projekts, welches Pink Cream 69-Basser Dennis Ward und Vanden Plas-Keyboarder Günter Werno ins Leben gerufen haben. Ein Jahr später legt er sein drittes Soloalbum mit dem schlichten Titel "Kiske" vor.

Allerdings verscherzt er es sich mit seinen alten Fans aus der Metalszene immer mehr, da er in seinen Essays auf www.geisteskind.de sämtliche Metalfans als ignorante Idioten darstellt und sich äußerst zweifelhaft über Szeneinhalte und Metal an sich äußert. Auch mit seinem Buch "Kunst und Materialismus- Ein Aufruf an die Lebenden", welches er bereits 1995 veröffentlicht hat, macht er sich nicht nur Freunde, was nicht zuletzt an seine sehr anthroposophischen Geisteshaltung liegt.

Dass er 2008 dennoch wieder an der neuen Avantasia-Scheibe "The Scarecrow" mitarbeitet, scheint da nicht sonderlich konsequent zu sein. Anfang Mai erscheint mit "Past In Different Ways" der nächste Solostreich, auf dem er sich seiner Vergangenheit in akustischer Form annimmt. Gitarrist Sandro Giampietro steht ihm auch dabei zur Seite. Doch die neu arrangierten Sachen bleiben irgendwie halbgar und wollen mit Michaels Stimme nicht recht harmonieren.

2009 kehrt er schließlich in ein Bandgefüge zurück und gründet mit den beiden Pink Cream 69-Musikern Dennis Ward (Bass) und Kosta Zafiriou (Drums), sowie dem ehemaligen Gotthard-Gitarristen Mandy Meyer die Band Unisonic. Nachdem zunächst nicht viel passiert, stößt im März 2011 noch Kai Hansen zum Line-Up und nach der EP "Ignition" erscheint Ende März das Debüt "Unisonic".

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