laut.de-Kritik

Hervorragende Sängerin trifft hervorragenden Sänger.

Review von

Ich könnte mir gut vorstellen, dass das ursprüngliche Kiske/Somerville-Projekt mehr oder weniger nur als einmalige Aktion geplant war. Der Erfolg des Debüt-Albums dürfte 2010 wohl alle Beteiligten überrascht haben.

Fest standen zunächst eigentlich nur zwei Dinge. Zum einen, dass da eine hervorragende Sängerin und ein nicht minder hervorragender Sänger am Werk sind. Zum anderen, dass in Matt Sinner scheinbar eine wahre Songwriting-Maschine steckt.

Die Kompositionen aus der Feder des Sinner/Karlsson-Teams bleiben qualitativ oft über jeden Verdacht erhaben. Auch "City Of Heroes" lässt in dieser Hinsicht wenig anbrennen und steigt mit dem Titeltrack gleich hochkarätig ein.

Dass die beiden so fantastisch miteinander harmonieren würden, ließ sich beim ersten Streich nur bedingt absehen. Mittlerweile weiß man das genießt das Zusammenspiel von Madame Somerville und Monsieur Kiske einfach. Die beiden scheinen richtig Spaß zu haben und liefern großartige Arbeit ab.

Hin und wieder driftet der musikalische Ansatz zu sehr in Mitschunkelgefilde und Schnulzigkeit ab. "Walk On Water" hat den Grat da bereits überschritten, "Salvation" bewegt sich hart an der Grenze. Hauptsächlich was die Texte angeht, fragt man sich schon, wie eine gebürtige Amerikanerin das singen kann, ohne sich vor Lachen zu kringeln beziehungsweise sich in Grund und Boden zu schämen.

Wenn man diesen Umstand ausblendet, darf man sich über gute Songs und erstklassige Gesangsleistungen freuen. Zwar klingt alles dem Genre gemäß recht glatt gebügelt (bei einem Mix von Jacob Hansen eigentlich eher ungewöhnlich), vor allem der Rausschmeißer "Right Now" schielt vielleicht auch ein bisschen in Richtung den Mainstream-Markt.

Am besten gefällt mir persönlich das an ältere Apocalyptica erinnernde "Ocean Of Tears". Echt tolle Ballade, bei der vor allem Amanda eine beeindruckende Bandbreite auffährt. Die geschmackvolle Gitarrenarbeit sollte hier ebenfalls nicht unerwähnt bleiben, vor allem nicht das tolle Flamenco-Spiel in "After The Night Is Over".

Trackliste

  1. 1. City Of Heroes
  2. 2. Walk On Water
  3. 3. Rising Up
  4. 4. Salvation
  5. 5. Lights Out
  6. 6. Breaking Neptune
  7. 7. Ocean Of Tears
  8. 8. Open Your Eyes
  9. 9. Last Goodbye
  10. 10. After The Night Is Over
  11. 11. Run With A Dream
  12. 12. Right Now

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