Porträt

laut.de-Biographie

Mic Donet

Manchmal muss man sein Herz einfach in die Hand nehmen und über seinen Schatten springen. Mic Donet hatte seine musikalische Laufbahn schon fast aufgegeben, als er Xavier Naidoo in einem letzten Verzweiflungsakt seine Songs in die Hand drückt. Dieser adelt das Material mit dem Urteil "grammywürdig", und plötzlich steht die Industrie Schlange.

Michael Schuppach alias Mic Donet wächst in München auf und entwickelt schon in jungen Jahren eine Leidenschaft für alles, das Klangbilder erzeugt. Als Teenie verfällt er dem Break Dance und schließt sich Mitte der Neunziger der Münchener Crew Step 2 Diz an. Nebenher singt der quirlige Bayer auch gerne. Sein Organ bleibt nicht unentdeckt. Ein Labelscout verhilft ihm im Jahr 2001 zu seinem ersten Solovertrag.

Es dauert allerdings drei Jahre, ehe Mic – so nennt er sich zu dieser Zeit noch – seinen Mix aus Pop, R'n'B und Soul der breiten Öffentlichkeit präsentieren darf. "Stille Wasser" heißt das Debütwerk und beschert dem Münchener mit der Single "Jemand" sogar einen ersten Einstieg in die nationalen Charts. Der herbeigesehnte Ruhm und Erfolg ist greifbar nah, als sich Mic plötzlich zusammen mit Showgrößen wie Carlos Santana und Erykah Badu auf einer Bühne wieder findet. Doch der erhoffte Durchbruch bleibt aus.

Als Mic im Jahr 2006 von einem sechsmonatigen USA-Trip zurückkehrt, ändert er seinen Künstlernamen in Mic Donet, trennt sich von seinem Label und beginnt mit dem Schreiben englischsprachiger Songs. Zwei Jahre später hat er es endlich geschafft. Mit "Plenty Of Love" erhofft sich der Sänger eine zweite Chance und geht mit dem Silberling in der Hand fleißig Klinken putzen.

Aber die Label-Türen bleiben verschlossen. Mic erinnert sich: "Meine Mutter rahmte dann eines Tages das Album ein und sagte zu mir: Wir hängen deine Platte jetzt an die Wand, und wenn die Zeit gekommen ist nehmen wir sie von dort wieder runter. Bis dahin mach' dich auf für neue Wege."

Einer dieser Wege führt im Jahr 2011 ins Fernsehstudio der Castingshow "The Voice Of Germany". Dort erreicht er unter der Leitung von Xavier Naidoo das Halbfinale. Das reicht dem mittlerweile in Berlin wohnenden Sänger aber nicht, also drückt er seinem Coach zwischen Tür und Angel sein zweites Album in die Hand.

Deutschlands Soul-Barde Nummer eins kann kaum glauben, was er da hört und schießt mit öffentlichen Lobeshymnen nur so um sich. Wenige Monate später erscheint "Plenty Of Love" beim Major Universal.

Mic weiß, wem er das zu verdanken hat: "Ich dachte nicht, dass es in diesem Business noch Menschen gibt, die Taten sprechen lassen statt Worte – bis ich Xavier begegnet bin."

Alben

Mic Donet - Plenty Of Love: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2012 Plenty Of Love

Kritik von Kai Butterweck

Naidoos "The Voice"-Schützling schaffts nur bis zum Edeka-DJ. (0 Kommentare)

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