Porträt

laut.de-Biographie

Menowin Fröhlich

"Der liebe Gott hatte einen guten Tag, als er dir Stimme und Talent gegeben hat." Lobeshymnen dieser Art führt Dieter Bohlen, Obermotz in der Jury bei "Deutschland sucht den Superstar", eher selten ins Feld. Menowin allerdings ringt ihm einen Superlativ nach dem anderen ab.

Seine Geschichte beginnt am 4. September 1987 in Darmstadt. Die Begabung Menowins erfährt in seinem zerrütteten Elternhaus jedoch keine Unterstützung.

Zusammen mit Freunden entdeckt er sein Gesangstalent, gründet Ende der 90er seine erste Band V9 und schreibt Songs, die in Eigenregie aufgenommen werden. So weit, so unspektakulär.

Aufmerksamkeit zieht Menowin erst 2005 auf sich: Bei Deutschlands populärster Casting-Show begeistert er die Jury, schafft es unter die besten 20 Kandidaten, die Jury attestiert ihm beste Erfolgsaussichten.

Dann die harte Landung: Seine Vergangenheit holt Menowin ein. Wegen Scheckbetrugs, Körperverletzung und etlicher kleinerer Vergehen wird er zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt - ohne Bewährung.

Gefundenes Fressen für den Boulevard: Eben noch auf der Showbühne der laufenden DSDS-Staffel wandert Menowin hinter Gitter. Den Sieg streicht Tobias Regner ein. Menowin kuckt in die Röhre.

Zudem begeht er die Dummheit, von einem Freigang nicht zurück zu kehren. Eine ganze Weile versteckt er sich vor der Ordnungsmacht, ehe er, inzwischen Vater geworden, sich den Behörden stellt.

"Die Zeit im Gefängnis hat mich zu einem besseren Menschen gemacht", betont Menowin später. Er schließt in der Vollzugsanstalt eine Malerlehre ab. Kraft schöpft er aus seiner Musik.

Im August 2009 hat Fröhlich seine Reststrafe abgesessen. Zu seinen Eltern pflegt er zunächst keinen Kontakt. Er lebt bei seiner Tante in Ingolstadt. Erst DSDS zerrt seine Mutter aus der Versenkung, die Familie wird Publicity-trächtig wiedervereint.

Moment mal, DSDS? Ganz genau: Mittlerweile läuft die siebte Staffel des Casting-Zirkus. Menowin ist natürlich wieder mit von der Partie, wild entschlossen, seine zweite Chance zu nutzen.

Mit teils immens ergreifenden Interpretationen von Stevie Wonder-, Daniel Merriweather-, Peter Maffay- und Michael Jackson-Songs schafft es Menowin durch Castings und Recall in die Motto-Shows.

Bereits früh zeichnet sich sein Favoritenstatus ab. Am Ende der Staffel steht Menowin tatsächlich an der Seite von Mehrzad Marashi im Finale, erntet dickes Lob seitens der Jury.

Den Sieg muss Menowin allerdings seinem Konkurrenten überlassen, der mit 56 Prozent der Anrufe überraschend deutlich vorne liegt. Dieter Bohlen hat jedoch auch für diese Situation einen Ratschlag parat: "Man muss immer einmal mehr aufstehen, als man hingefallen ist."

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