Porträt

laut.de-Biographie

Megaherz

Die Geschichte von Megaherz führt uns zurück ins Jahr 1993, als es um die Münchner Musikszene offensichtlich nicht allzu gut bestellt ist. So schart Sänger Alexx Wesselsky, besessen von der Idee, endlich einmal selbst Sound zu machen, der rockt, ein paar Jungs um sich, um das "eher dürftige musikalische Geschehen" ein für alle Mal zu ändern, so zumindest besagt es die Legende von Megaherz.

Bis die Band aus der Provinzstadt München wieder eine der führenden Adressen für harte deutschsprachige Rockmusik macht, sollen jedoch erst einmal einige Jahre ins Land ziehen. Zum Namen kommen sie "unter dem Eindruck von Megadeth und dem Albdruck der Wildecker Herzbuben" recht schnell.

Mit der ersten Demo CD "Herzwerk" zollen die Münchner 1995 noch ganz eindeutig ihren musikalischen Vorbildern wie Clawfinger, Alice In Chains, Nine Inch Nails und Rage Against The Machine Tribut. Doch schon damit lässt sich einiges reißen, sogar Airplay im Radio beweist erste Schritte in die richtige Richtung.

1996 kommt der Kontakt zu ZYX Music zustande, ein Jahr später stellen diese "Wer Bist Du" in die Regale. Musikalisch bietet die CD nichts wirklich Neues. Vorwürfe von wegen Rammstein-Klon, lassen nicht lange auf sich warten. Auch textlich schlägt Alexx in ein ähnliche Kerbe wie Till Lindemann und sammelt damit nicht nur Pluspunkte.

Um sich dem deutschen Publikum deutlicher einzuprägen, gehen Megaherz im Vorprogramm von Subway To Sally auf Tour und kommen auch bei einigen Festivals unter. Dass vom Original-Line-Up nur noch Alexx übrig ist, stört nicht weiter. Mit Drummer Frank, Basser Wenz und den beiden Gitarristen Christian 'X-ti' Bystron und Noel Pix hat Sänger Alexx vier Mitstreiter gefunden, die seine Idee von guter Musik teilen.

1998 ist es Zeit für einen "Kopfschuss". Dieser verkauft sich noch besser als "Wer Bist Du" und lässt den Puls der Band kräftig nach oben gehen. Songs wie der Titeltrack oder "Miststück" gehen in vielen Clubs nun auf Dauerrotation. Auch die Single "Freiflug", die in den DAC auf Platz sieben landet und sogar Airplay in den USA und Australien einbringt, sorgt für Mega-Herzschlag (Brüller!) bei den Münchnern und ihren Fans. Da sich die Nähe zu Rammstein immer noch nicht leugnen lässt und diese in den USA ganz gut absahnen, profitiere Megaherz davon nur.

"Himmelfahrt" steht für 2000 auf dem Programm. Die Tour durch deutsche Clubs bestreiten Megaherz mit der Band Twelve After Elf, jedoch ohne Gitarrist Pix, der wegen Erkrankung nicht mit dabei sein kann. Für ihn steht TAE-Basser Pohl an der Klampfe, der seinen Job so gut macht, dass er Pix schließlich permanent ersetzt. Am Schlagzeug sitzt mit Jürgen Schlachter (ex-Keilerkopf) ebenfalls ein Neuer, als 2002 "Herzwerk II" erscheint. Zuvor kommt aber noch 2001 die Doppel-CD "Querschnitt" auf den Markt, die auf CD Nummer zwei einige Remixe und das Video zu "Freiflug" enthält, dafür aber auch ein paar Tacken teurer ist.

Im Oktober gibt Alexx seinen Ausstieg aus der Band bekannt, womit Megaherz vor einem großen Problem stehen. Musikalisch können die fünf sich einfach nicht mehr auf einen Nenner einigen. Alexx zieht eben die Konsequenzen und gründet mit seinem ehemaligen Kollegen Noel die Band Eisbrecher.

Bei den restlichen Megaherzen ist erst mal Neuorientierung angesagt. Christian, Wenz und Jürgen machen sich daran, neue Sänger anzutesten, als sie im Winter 2002 von In Extremo das Angebot bekommen, mit ihnen zwei Gigs in Russland zu spielen. Sie fragen kurzerhand beim TAE-Sänger Mathias 'Jablonski' Elsholz an, der sich sofort bereit erklärt und anschließend erste Wahl für den festen Job bei Megaherz ist.

Mit ihm zusammen heißt es anschließend nicht nur, neue Songs zu schreiben, sondern auch ein neues Label zu finden. Das erste geht recht leicht von der Hand, das zweite erledigt sich mit S.A.D. Music, einem Ulmer Label, das Megaherz unter Vertrag nimmt. Die schlicht "5" betitelte Scheibe, die ab Dezember 2004 in den Läden steht, gibt einen Eindruck vom neuen Frontmann Mathias.

Obwohl dieser meist recht positiv ausfällt und Megaherz kurz davor stehen, so richtig durchzustarten, schockt Mathias seine Kollegen und das Management bereits Anfang September 2005 mit seinem Ausstieg. Familiäre Gründe haben ihn zu diesem Schritt bewogen, den Band und Label allerdings alles andere als gut heißen. In Freundschaft läuft die Trennung also nicht ab, die Suche nach einem neuen Frontmann dauert an. Sämtliche Touraktivitäten liegen so lange auf Eis, allein das Konzert in Moskau findet statt. Am Mikro steht dort der ehemalige Seelenbrand-Fronter Alexander 'Lex' Wohnhaas.

Lex steigt später als fester Frontmann bei den Münchnern ein, und auch an den Drums ist mit Jürgen 'Bam Bam' Wiehler ein Neuzugang zu verzeichnen, da der andere Jürgen seine Koffer gepackt hat. Ende Juli 2008 treten Megaherz mit dem alles andere als überragenden "Heuchler" zurück in den Fokus der Öffentlichkeit. Stilistisch bleiben sie sich derweil genauso treu wie textlich.

Das Line-Up mit Lex scheint bestens zu funktionieren. Während sich der Sänger auch als Buchautor versucht, etablieren sich Megaherz zwar wieder in der Szene, lassen sich bis zur nächsten Veröffentlichung "Götterdämmerung" allerdings erneut vier Jahre Zeit.

Alben

Megaherz - Heuchler: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2007 Heuchler

Kritik von Michael Edele

Provoziert nicht mehr, sondern nervt nur noch. (0 Kommentare)

Megaherz - 5: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2004 5

Kritik von Michael Edele

Als Fan bleibt man zwiegespalten zurück. (0 Kommentare)

Megaherz - Herzwerk II: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2002 Herzwerk II

Kritik von Michael Edele

Satte Grooves, catchy Melodien und ein gesunder Schuss Humor. (0 Kommentare)

Megaherz - Himmelfahrt: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

2000 Himmelfahrt

Kritik von Stefan Friedrich

Klingt über weite Strecken sehr Rammstein-like (0 Kommentare)

Megaherz - Kopfschuss: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 2 Punkte

1998 Kopfschuss

Kritik von Daniel Straub

Einprägsame Gitarrenriffs über deutschen Texten mit viel Pathos (0 Kommentare)

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Fotogalerien

Summer Breeze 2008 Live doch besser als auf CD.

Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele) Live doch besser als auf CD., Summer Breeze 2008 | © laut.de (Fotograf: Michael Edele)

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