Porträt

laut.de-Biographie

Marko Fürstenberg

"Dubtechno ist emotionale Musik. Man muss sie mit dem Herzen und der Seele hören. Die Zeitlosigkeit macht für mich vor allem dieser Aspekt aus. Das Faszinierende an dem Sound war für mich, dass man enorm viel Raum für Interpretationen hat. Man wird nicht überfordert, kann sich treiben lassen. Die Musik ist sowohl für Homelistening als auch für den Club geeignet. Vor allem aber berührte mich die Deepness der Sounds, eine gewisse Sehnsucht", urteilt Marko Fürstenberg über jenes Genre, in dem er sich als Produzent am Wohlsten fühlt.

Im Dezember 1976 in Thüringen geboren, absolviert Marko Fürstenberg einige Stationen auf dem Weg zum Produzenten, die typisch für viele seiner Generation sind. Von der älteren Schwester mit New Wave-Sound von Depeche Mode und New Order in Berührung gebracht, entwickelt sich elektronische Musik zu einer wichtigen Konstanten.

In der DDR heißt das zunächst noch, illegal Mitschnitte von Acid-House-Stücken hören. Nach dem Fall der Mauer kann Marko Fürstenberg dann aus dem Vollen schöpfen: House und Techno sind der Sound der Zeit und überall erhältlich.

Der Thüringer spielt seine ersten Sets im Jugendhaus und findet zunächst Gefallen am wochendlichen DJing. Über einen Freund kommt er mit Hardware zum Produzieren von Musik in Verbindung. Es dauert jedoch noch seine Zeit bis 1999 ein erstes eigenes Studio eingerichtet ist. Vier Jahre später erscheint mit "Option" sein erstes Release, auf dem in Frankfurt ansässigen Netlabel Thinner, wo auch der Finne Vladislav Delay, Echocord-Mann Mikkel Metal, Jeff Bennett und Gabriel Le Mar mit Veröffentlichungen präsent sind.

Nach einigen MP3-Releases, die Marko Fürstenberg einen guten Ruf in der Dub-Techno-Szene einbringen, folgen 2007 und 2008 Vinyl-Releases auf Rotary Cocktail, a.r.t.less, Echocord und Ornaments, die maßgeblich dazu beitragen, dass man ihn fortan auch international wahrgenimmt.

Bis sein erstes Album "Gesamtlaufzeit" erscheint gehen jedoch weitere Jahre ins Land. Erst im Herbst 2012 ist es soweit. Da handelt man Marko Fürstenberg längst als legitimen Erben von Dub-Pionieren wie Basic Channel und Maurizio.

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