Porträt

laut.de-Biographie

Mikkel Metal

Bei der Renaissance, die Techno in seiner dubbigen Ausprägung während der 00er Jahre erfährt, spielt der dänische Produzent Mikkel Metal eine wichtige Rolle. Mit dem ebenfalls in Kopenhagen angesiedelten Label Echocord findet er einen Partner, auf dem Tracks veröffentlichen kann.

2002 von Kenneth Christiansen gegründet, entwickelt es sich über die Jahre zum festen Outlet für die Musik von Mikkel Metal. Von den ersten zehn Releases auf Echocord entstehen allein sechs im Kopenhagener Studio von Mikkel Meldgaard. Später sind hier auch Trentemöller, Marcel Dettmann und Quantec zu hören.

Als bekanntesten Artists des Labels obliegt es Mikkel Metal auch den ersten Longplayer für Echocord zu produzieren. 2005 erscheint "Close Selections", das zugleich auch das Debütalbum des Dänen darstellt. Sein Sound kennzeichnet sich durch eine Verbindung von Minimal, Ambient und IDM mit einem Klangdesign, das die Tradition von Dub-Techno-Produktionen aus den 90er Jahren fortführt. Einen besonders starken Einfluss auf die Arbeit haben die Tracks aus den beiden deutschen Dub-Metropolen Berlin und Köln.

Basic Channel und Wolfgang Voigt sind die beiden Namen, die der Däne in diesem Zusammenhang als wichtigste musikalische Einflüsse nennt. Mit Voigts Label Kompakt verbindet Mikkel Metal seit 2003 auch eine geschäftliche Beziehung. In jenem Jahr erscheint dort mit "Rujon/Nepal" eine Maxi, der in den nächsten Jahren weitere folgen. Im Gegensatz zu den auf Echocord veröffentlichten Tracks, mit ihrem nicht von der Hand zu weisenden meditativen Charme, schmeicheln die Kompakt-Releases stärker dem Tanzbein.

Von der Noise-Rock-Vergangenheit des Mikkel Metal während der 90er Jahre ist hier nichts mehr zu hören. Breakbeat, IDM und Dub-Techno prägen die Studioarbeit. Die Vorliebe für die metallischen Sounds in Breakbeat und D'n'B sind es auch, die Mikkel Metal seine Beinamen bescheren.

In seiner eigenen Musik schimmern sie als fernes Echo durch einen dichten Schleier aus aus warmen Bassmelodien und dubbigen Echos, wie die beiden Longplayer "Brone And Wait" sowie "Peaks And Troughs" zeigen. Als Live-Act bereist Mikkel Metal nun auch Berlin und Köln, zwei wichtige Quellen seiner Inspiration.

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