Porträt

laut.de-Biographie

Kavinsky

Geboren aus dem Geiste des French-House-Producers Vincent Belorgey, geboren 1975, fungiert Kavinsky als dessen Alter Ego. Nach vielen Jahren als Schauspieler findet der Parisienne erst 2005 nach Ermutigung seitens Mr. Oizo und Jackson Fourgeaud (Jackson And His Computerband) zur Musik und erfindet dabei die Figur Kavinsky.

Kavinsky - Outrun Aktuelles Album
Kavinsky Outrun
Wie auf einem Van Halen-Konzert 1984. Nur ohne Leopardenleggings.

Dabei handelt es sich um einen 18-Jährigen, der 1986 in einem Ferrari Testarossa ums Leben kommt und seither als Zombie sein musikalisches Unwesen treibt. Stets mit Sonnenbrille, Collegejacke und neben einem Testarossa abgebildet, dient Belorgey die Kunstfigur als unverzichtbare Inspirationsquelle.

"Kavinsky ist im Prinzip der Typ, der ich gern wäre", sagt der Franzose. "Ich brauche einen Charakter, um Musik machen zu können. Einfach so Musik zu machen, ist für mich Nonsens. Ich sehe mich selbst nicht als Musiker, weil ich kein Instrument spielen kann. Ich kann gar nichts. Deswegen mache ich die Musik selbst, nur mit zwei Fingern. Und deswegen habe ich auch diesen Charakter kreiert, damit ich einer Linie folgen kann."

Diese Linie basiert vor allem auf einer Leidenschaft für die Synthpop-Soundtracks der 1980er Jahre. Angeregt von den Hunderten Filmen, die Kavinsky in der Jugend sieht, fasst er deren neonfarbene Scores seit 2006 auf EPs und 2013 auch auf Albumlänge geschickt zusammen.

"Ich will, dass meine Musik wie ein Soundtrack klingt und nicht wie ein gewöhnliches Elektroalbum", erklärt er. "Um so cineastische Bilder zu erzeugen, brauche ich wiederum Bilder in meinem Kopf. Und deswegen habe ich das Projekt so gestaltet." Dazu gehören dann auch ein begleitendes Retro-Videospiel mit dem Werbeslogan: "The first ever video game based on a record", sowie der Track "Nightcall".

Damit gelingt Kavinsky der Sprung in neue Aufmerksamkeitsdimensionen, als es auf dem Soundtrack zum stark 80er-beeinflussten Kinoerfolg "Drive" Verwendung findet. Hohe zweistellige Millionen YouTube-Plays sprechen eine eindeutige Sprache.

Das Scheinwerferlicht fällt in der Folge auch auf das Debüt "OutRun", das sein Freund SebastiAn vom legendären Ed Banger-Label produziert. Den lernt er, ebenso wie Ed Banger-Boss Pedro Winter, 2004 zunächst über MySpace kennen. Dank dieser Verbindungen geht Belorgey später im Vorprogramm von Daft Punk auf Tournee. Darüber hinaus bespielt Kavinsky mit Justice und The Rapture die Clubs der NuRave-Welle der mittleren 2000er.

Trotz seiner offenkundigen Autoleidenschaft sitzt der Produzent übrigens selbst kaum hinter dem Steuer. "Ich habe kein Auto, weil ich in Paris wohne, und in Paris kannst du kein Auto fahren." Dessen ungeachtet bieten seine Tracks perfekte Autofahrmusik.

Ob die in seinen Ohren eher futuristisch oder retro klingt? "Futuristisch aus Sicht der 80er Jahre. Es wäre gelogen, würde ich behaupten, dass meine Musik die Musik der Zukunft wäre. Sie steht vollkommen im Heute, ist inspiriert vom Gestern und schaut in die Zukunft."

Alben

Kavinsky - Outrun: Album-Cover
  • Leserwertung: 4 Punkt
  • Redaktionswertung: 5 Punkte

2013 Outrun

Kritik von Martin Tenschert

Wie auf einem Van Halen-Konzert 1984. Nur ohne Leopardenleggings. (0 Kommentare)

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