Porträt

laut.de-Biographie

Gabriel Le Mar

Der Frankfurter DJ und Produzent Gabriel Le Mar zählt neben Sven Väth, Pascal F.E.O.S. und der Playhouse-Posse zu den ältesten und wichtigsten Club-Kultur-Künstlern aus dem Rhein-Main-Gebiet. Sein Name steht synonym für chillige Grooves irgendwo zwischen spacigen Ambient-Klanglandschaften, dubbigem Elektro-Geblubber und konsequent anschiebenden Tracks für durchtanzte Nächte unterm sternenklaren Himmelszelt.

Gabriel Le Mar - Dr. Motte Meets Gabriel Le Mar
Gabriel Le Mar Dr. Motte Meets Gabriel Le Mar
Bits und Bytes zum Entspannen und Zurücklehnen.
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Für die unterschiedlichen Gesichter seiner Musik schlüpft der Sohn griechischer Eltern in die verschiedensten Pseudonyme. Zusammen mit Pascal F.E.O.S. und Alex Azary komponiert Le Mar als Aural Float sphärische Sounds, die bei der Space Night im Bayerischen Rundfunk bestens aufgehoben sind. Mit Azary und Michael Kohlbecker verwandelt sich Le Mar in die Saafi Brothers, Chartsehren inklusive. Dub Connected, Futuristic Dub Foundation oder Dub Mix Convention heißen seine Alter Egos, wenn drückende Basslines im Fokus sind.

Gabriel Le Mar kommt 1966 in Berlin zur Welt, wo er auch aufwächst, bevor es ihn in die niedersächsische Provinz verschlägt. Dort sammelt Le Mar erste Erfahrungen mit elektronischer Musik. 1987 zieht es ihn mit Studienabsichten zurück nach Berlin. Nach erfolgreich abgeschlossenem Studium arbeitet er als Art Director für verschiedene Agenturen und spielt nebenbei in der Band Bamboo Industry. Kurze Zeit später ist der vollwertiges Mitglied und tourt durch Deutschland.

1992 zieht es ihn von Berlin nach Frankfurt, wo er in der umtriebigen Musiker- und Produzentenszene schnell Fuß fasst und mit The Saafi-Bros. ein loses Bandkonzept aufs Tableau hebt. Mit von der Partie ist Alex Azary, der als Clubmacher und Musiker, die Frankfurter Szene entscheidend mitbeeinflusst. Zusammen mit Le Mar macht er die Main-Metropole in den nächsten Jahren zu einer der feinsten Adressen für Chill- und Dubexperimente.

Damit ist auch der Grundstein für Aural Float gelegt, dem erfolgreichsten Projekt von Le Mar und Azary. Spätestens mit ihrem Album "Introspectives" 1995 haben sie eine produktive Schar an befreundeten Musikern wie zum Beispiel Jammin Unit von Air Liquide nach Frankfurt geholt, die den Pool für eine ganze Reihe weiterer Veröffentlichungen und Clubideen abgeben. Der Durchbruch gelingt Le Mar 1995 mit dem Remix des Fanta 4 Nummer Eins-Hits "Sie ist weg".

Die folgenden Jahre in Le Mars Biographie sind gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Releases. Auf dem Goa-Label Blue Room erscheinen die Alben der Saafi Brothers, Spirit Zone verlegt die Gabriel Le Mar Solo-Veröffentlichungen, und auf Elektrolux spielen Aural Float den offiziellen Soundtrack zur Space Night im Bayerischen Rundfunk ein. Zu Beginn des neuen Jahrtausends steht der Name Gabriel Le Mar synonym für basslastige und doch sphärische elektronische Sounds.

Dementsprechend dicht gepackt ist sein Tourkalender, der ihn in regelmäßigen Abständen in die Clubs rund um den Globus führt. Mit seinen Alben "Here And Now" sowie "Short Stories" untermauert Gabriel Le Mar seine einzigartige Stellung. Zusätzliche Veröffentlichungen mit The Saafi Brothers sowie zahlreicher Projekte und Kooperationen halten ihn weiter auf Trab. 2005 beginnt Le Mar mit dem Release seines fünften Albums "Nightradio".

In welchem Outfit uns Le Mar seine chilligen, dubbigen, spacigen Sounds auch nahe bringt, stets hebt er sich vom Einheitsbrei der seelenlos produzierten Ambient-Klänge ab.

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