Porträt

laut.de-Biographie

Magnétophone

Magnétophone haben ihren Ursprung in der mittelenglischen Industriemetropole Birmingham. Ende der 90er-Jahre in den dortigen Kreisen von Elektronika-Musikern, zu den auch die Warp-Acts Plone und Broadcast zählen, experimentieren Matt Saunders und John Hanson im Rahmen einer Club-Veranstaltungsreihe namens 'We Brought Our Friends' mit verschiedenen Klängen und Beats. Der Legende nach leben Saunders und Hanson seit ihrer Geburt in der Stadt und kennen sich seit ihrer Kindheit. In der sie anscheinend ausreichend Spaß daran haben, von Ziegelsteinen unter Wasser gehalten, ein Instrument mit der Bezeichnung Stylophon zu spielen. Dies nennen die Buben 'Alpha Beti Bon-Tempi Underwater Electro-Hydro Sound-Fusion'. Bleibende Schäden jedenfalls scheinen beide nicht davon getragen zu haben.

Die andere Version lautet dagegen, dass Saunders und Hanson sich an einer Kunstakademie in den englischen Midlands kennen lernen, zunächst gemeinsam in diversen Bands spielen, sich später dann als Duo zusammen tun. Saunders spielt seit seiner Schulzeit Keyboard und musiziert mit einem Synthesizer. Darüber hinaus programmiert er mit einem C64 Musikstücke und lernt schließlich noch das Gitarrenhandwerk. Von Hanson ist in dieser Hinsicht wenig bekannt. In Magnétophones machen sich Einflüsse von Spacemen 3, Suicide, Velvet Underground, Kraftwerk, Silver Apples, Steve Reich oder Pink Floyd bemerkbar. Dem Erscheinugsbild ihrer Musik tut dies keinen Abbruch. Für ihre künstlerischen Ergüsse finden sich später dankbare Abnehmer: Earworm Records.

Das Label veröffentlicht ihre erste Single "You Should Write Music". Daraufhin machen Magnétophone eine Tour durch englische Wohnwagenparks. Bei einem Auftritt in einem Pub wird Geoff Static von den Static Brothers auf sie aufmerksam und fragt die beiden, ob sie nicht eine Single für ihn und sein Label Static Caravan aufnehmen möchten. Dort erscheinen in der Folge das Stück "Air Methods" wie die EP "Temporary Lid". Später kommen Magnétophone bei der Indie-Institution 4AD (Pixies, Breeders) unter – die schon länger ihren Werdegang verfolgt – und verstärken mit Gus Gus die Elektronikfraktion des Labels. Im Frühjahr 2000 nehmen Saunders und Hanson beim BBC Radiomoderator John Peel eine Peel Session auf, außerdem eröffnen sie im gleichen Jahr noch das BBC Music Live Festival, bei dem sie gemeinsam mit Broadcast und Plone auf der Bühne stehen.

Die beiden stellen ihr Debütalbum fertig, das mit dem etwas längeren Titel "I Guess Sometimes I Need To Be Reminded Of How Much You Love Me" bei 4 AD erscheint. Den Titel des Albums wie auch die Namen der Stücke ermitteln Magnétophone mit Hilfe von Scrabble und einem so genannten Ouija-Board, einem Buchstabenbrett für spiritistische Sitzungen. Nach der Veröffentlichung des Debüts wird es ein wenig ruhiger um das Duo. Saunders richtet sich zum Beispiel in dieser Zeit ein Studio ein, bis im Herbst 2005 das Nachfolgealbum "The Man Who Ate The Man" herauskommt, bei dem sich als Gäste Kim und Kelley Deal von den Breeders und der Troubadour PG Six sowie HMS Ginafore und King Creosote ein Stelldichein geben.

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