Porträt

laut.de-Biographie

Lusine

In der amerikanischen IDM-Szene zählt Lusine wohl zu den bekanntesten und zugleich angesehensten Elektronik-Produzenten. Und nicht nur hier. Jeff McIllwain hat als L'usine oder Lusine ICL schon auf den verschiedensten Genre-Labels dies- und jenseits des Atlantiks veröffentlicht: Ob nun Ghostly International, Hymen, Isophlux, K7, U-Cover, Mental Industries oder Delikatessen, die Liste ließe sich noch lange führen.

Angefangen hat alles damit, dass der in Virginia geborene und in Austin, Texas, aufgewachsene McIllwain 1998 nach Los Angeles zieht, um am dortigen California Institute of the Arts, kurz CalArts, Sounddesign für Musik und Film sowie Elektronische Komposition zu studieren. Nicht nur zu Studienzwecken beginnt McIllwain eigene Tracks, im weiten Feld zwischen abstrakt experimenteller Elektronik, Ambient oder Breakbeat zu produzieren.

Als alter Fan von Synthie-Pop lässt er dabei nicht nur New Order oder Depeche Mode einfließen, McIllwain orientiert sich gleichermaßen am Sound von Labels wie Warp bzw. Ninja Tune (Luke Vibert & Amon Tobin) oder Künstlern wie Atom Heart, The Sea And Cake, Yo La Tengo bzw. Elliot Smith. Seine Musik jedenfalls verströmt eine gewisse emotionale Tiefe, der man sich nur schwer entziehen kann.

McIllwains erste Veröffentlichung erscheint 1999 unter dem Pseudonym L'usine auf Isophlux und erntet wohlwollende Kritiken. Daneben arbeitet McIllwain mit Kommilitonen an anderen Stücken, die 2000 als "A Pseudo Steady State" auf U-Cover herauskommen. Zudem wirkt er bei der Produktion zahlreicher Hollywood-Soundtracks mit. Er macht am CalArts seinen Abschluss als Master und verlässt später L.A. in Richtung Seattle.

In der Folgezeit vergeht eigentlich kein Jahr, ohne dass McIllwain alias Lusine ICL nicht mindestens ein Album herausbringt. Darüber hinaus remixt er u.a. Acts wie Funckarma oder Speedy J. 2004 erscheint bei Ghostly International sein bisher aktuellster Longplayer "Serial Hodgepodge". Anfang 2005 geht Lusine mit den Labelkollegen Matthew Dear sowie James T. Cotton alias Dabrye auf Ghostly-Tour durch europäische Clubs. 2007 lässt Lusine mit seinem neuen Studioalbum "Podgelism" wieder von sich hören.

Alben

Lusine - Podgelism: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 3 Punkte

2007 Podgelism

Kritik von Daniel Straub

Verträumte Sounds und lässige Grooves im Remix-Package. (0 Kommentare)

Lusine - Serial Hodgepodge: Album-Cover
  • Leserwertung: Punkt
  • Redaktionswertung: 4 Punkte

2005 Serial Hodgepodge

Kritik von Gregory Britsch

Eine Platte, auf die alle Freunde feiner Elektronik gewartet haben dürften. (0 Kommentare)

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