Porträt

laut.de-Biographie

Konkhra

Gitarrist und Shouter Anders Lundemark gründet 1989 im südlich von Kopenhagen gelegenen Städtchen Køge die Band Vicious Circle. Unter diesem Namen machen sie aber nicht viel los. Als sich die Dekade dem Ende neigt, ist das Trio bereits als Konkhra bekannt.

Konkhra - Nothing Is Sacred Aktuelles Album
Konkhra Nothing Is Sacred
Denmarks Death-Metal-Phönix.

Nach zwei Demos 1990 und '92 legen sie eine EP namens "Stranded" vor. Inzwischen hat sich das Line-Up massiv verändert. Anders teilt sich mit Claus Vedel sowohl den Job am Mikro, als auch an den Gitarren. Am Bass steht Martin Kristensen, die Drums verdrischt Jon Clausen. Musikalisch sitzen Konkhra auf der Scheibe noch ziemlich tief im Death Metal, ziehen aber schon Opener-Gigs im Vorprogramm von Fear Factory oder Brutal Truth an Land.

Das Debüt "Sexual Affettive Disorder" wird bereits von Johnny Nielsen eingeprügelt, bietet aber ebenfalls kaum mehr als ordentlich gespielten Death Metal. Live sind Konkhra vor allem in den USA unterwegs, sie statten aber auch Europa zusammen mit Suffocation einen Besuch ab. Nach der Tour ist Claus weg vom Fenster. Anders übernimmt das Mikro im Alleingang. Verstärkung an der Klampfe bekommt er in Person von Kim Mathiesen, der seinen Einstand auf "The Facelift" gibt.

Dabei handelt es sich um die allererste EP einer Metal-Band, die tatsächlich in die Charts einsteigt, was den Status der Band in Dänemark vor Augen führt. Neben "Spit Or Swallow" erscheint kurze Zeit später die erste Live-Scheibe "Live Eraser". Danach kommt es allerdings zu einschneidenden Veränderungen bei Konkhra: Drummer Johnny und Gitarrist Kim kehren der Band den Rücken und gründen zusammen Facelift.

Was Besseres hätte Konkhra aber kaum passieren können, denn mit Gitarrist James Murphy (Ex-Obituary/Testament/Death) und Drummer Chris Kontos (Ex-Machine Head, Testament) bekommen sie prominenten Zuwachs aus den USA. Beide sind auf "Weed Out The Weak" zu hören und prägen das Album maßgeblich. Beide sind auch mit auf Tour, doch letztendlich geht auch diese Kooperation zu Ende, genau wie die Zusammenarbeit zwischen Anders und Basser Thomas.

Bereits auf der "The Freakshow"-EP stehen Anders Bassist Lars Schmidt und der ehemalige Invocator-Drummer Per M. Jensen zur Seite. Auf dem folgenden "Come Down Cold"-Album öffnen Konkhra ihren Sound deutlich mehr in Richtung Thrash und verwenden das ein oder andere Pantera- und Sepultura-Merkmal. James Murphy steuert zur Scheibe erneut ein paar Soli bei, doch auf der Tour mit Napalm Death greift Lars Mayland in die Saiten.

Als sich Per in Richtung The Haunted verabschiedet, rauft sich Anders mit seinem alten Spezi Johnny wieder zusammen. Auch Gitarrist Kim kehrt rechtzeitig für die Tour mit King Diamond ins Line-Up zurück. Dennoch wird es 2001 erst einmal ruhig um die Band, da sowohl Drummer Johnny mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, als auch Anders, der sich Nierensteine entfernen lassen muss.

"Reality Check" eröffnet der Band 2003 ein Reihe neuer Möglichkeiten. Konkhra spielen zum ersten Mal in Tel Aviv, stehen aber auch in Südafrika ein paar Mal auf der Bühne. Doch einmal mehr klappt es mit dem Line-Up nicht. Zuerst packt Kim seine sieben Sachen, wenig später folgt ihm auch Johnny wieder in den Ruhestand. Mit Gitarrist Michael Skovbakke und Drummer Mads Lauridsen füllen Anders und Lars ihre Reihen zwar 2006 wieder auf, doch es vergehen drei weitere Jahre, ehe sich Konkhra mit neuem Material zurück melden.

Dann aber gewaltig, denn "Nothing Is Sacred" unterscheidet sich stilistisch doch deutlich vom Vorgänger. Das Tempo bewegt sich weitgehend im oberen Bereich, wobei die treffsicheren Grooves beinahe in sämtlichen Songs vorhanden sind. Anders röhrt zwar stellenweise wie ein waidwunder Hirsch aber der Beweis ist dennoch erbracht, dass man mit Konkhra nach wie vor rechnen muss.

Alben

  • Konkhra

    Offizielle Homepage.

    http://www.konkhra.com/
  • Konkhra@MySpace

    Shred my ribs, it's MySpace.

    http://www.myspace.com/konkhra

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