Porträt

laut.de-Biographie

Jens Lekman

Jens Lekman (oder Rocky Dennis, wie der Songwriter lange Zeit fälschlich genannt wurde) gilt als einer der wichtigsten Stützpfeiler im kontemporären Indiepop. Nur wenige Künstler gehen wie der am 6.2.1981 Geborene das Thema Poplyrik mit solch unbeschwerter wie cleverer Finesse an, und noch weniger verstehen sich auf vergleichbar kammermusikalische Arrangements.

Der Wahl-Gothenburger untermalt seine romantischen bis melancholischen Songs, in denen er singt sowie Gitarre und Ukulele spielt, gern mit Streichern, Glocken, Flöten oder Samples. Damit evoziert und trägt er die Idee einer schwedischen Popkonfisserie neben Peter, Bjorn And John, I'm From Barcelona oder Sondre Lerche entscheidend mit.

Auf internationaler Ebene vergleicht man Jens Lekman seit dem Debütalbum "When I Said I Wanted To Be Your Dog" 2004 vor allem mit den Magnetic Fields und Belle; darüber hinaus ist auch eine fernere Verwandtschaft zwischen seinem augenzwinkernden Indiepop-Entwurf und dem Antifolk eines Adam Green erkennbar.

Seine Veröffentlichungen lässt der Indie-Darling weltweit über das amerikanische Independentlabel Secretly Canadian vertreiben. Wenn er nicht allein mit Gitarre oder begleitet von einem ausgewachsenen Chor auf den Bühnen Europas und in Übersee steht, bedankt er sich vermutlich gerade für schwedische Grammys. Oder er versucht dem Popbusiness den Rücken zuzukehren wie 2005, als er nach ausgiebigen Welttourneen für geschlagene zwei Tage einen Job in einer örtlichen Bingofiliale annahm.

Bleibt die Frage nach dem Pseudo-Pseudonym Rocky Dennis: Auf eine der selbstvertriebenen CD-Rs aus den frühen Nullerjahren brannte Lekman den Titel "Rocky Dennis' Farewell Song To The Blind Girl". Diese Referenz auf den Film "Mask" (1985) führte in der Presse schnell zum falschen Künstlernamen. Mit dem Release der EP "Rocky Dennis In Heaven" setzte Lekman dem Missverständnis dann 2004 ein deutliches Ende.

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