Porträt

laut.de-Biographie

Gliss

L.A.s berühmtester Ortsteil Hollywood liefert uns Europäern nicht nur auf Zelluloid gebrannte Träume, manchmal gründet sich dort auch eine Band, die mit genügend Talent ausgestattet ist, um es auch hierzulande zu schaffen. Wo einst Anthony Kiedis und Flea zur Schule gegangen sind, tüfteln Martin Klingman, David Reiss und die aus Dänemark stammende Victoria Cecilia ab 2005 an ersten Gliss-Songs.

Die eingängige wie abgehangene Shoegazing-Packung irgendwo zwischen Jesus & Mary Chain, The Cure und My Bloody Valentine hört man zunächst in L.A.s Echo Club, wo die Band gleich eine Residency bekommt. Den letzten Auftritt dort kann die Band schon gar nicht mehr wahrnehmen, da über verschlungene Wege Ober-Pumpkin Billy Corgan von den Qualitäten des Trios erfährt und er Gliss über Nacht als Support seiner Solotournee in Europa engagiert.

Nach dem umjubelten Trip spielt sich die Band vornehmlich an der amerikanischen Westküste die Finger wund, veröffentlicht ein paar Singles im Eigenvertrieb und Ende 2005 beim Minilabel Mountain Lo-Fi schließlich die EP "Kick in Your Heart". In England bringt Tough Cookie Records das Ding in Umlauf. Vor allem der Einsatz von Drumcomputern hebt die Band klanglich von zahlreichen Vorbildern ab.

Ein Merkmal der Band ist die unstete Rollenverteilung: Auf der Bühne wechseln sich Klingman, Reiss und Cecilia munter an Gitarre, Bass und Schlagzeug ab. Während der Bekanntheitsgrad der Band in England durch die Singles "Halfway Gone", "Rugby Road", "Kissing The Blvd" und "Blue Sky" weiter steigt, bleibt es in Deutschland seltsamerweise ruhig. Auch nachdem Gliss im Vorprogramm des Black Rebel Motorcycle Clubs rocken, meldet sich kein Label.

Davon unbeeindruckt nimmt die Band 2006 ihr Debütalbum "Love The Virgins" auf, das im Oktober desselben Jahres nur in den USA, Kanada und England erscheint. Im Mai 2007 spielen Gliss im Spaceland in L.A. mal wieder eine Residency für die heimischen Fans. Kurz darauf ruft mal wieder Billy Corgan durch. Diesmal lädt er den Dreier ein, seine Smashing Pumpkins bei einem Konzert in Asheville, North Carolina im Juli zu supporten. Es sollte schließlich bis Oktober 2009 andauern, dass auch der deutsche Markt die haptische Erfahrung eines Gliss-Tonträgers machen darf.

Alben

Videos

Video Video wird geladen ...

Noch keine Kommentare